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Buchcover: Linard Bardill: Hubert, Oma und die Sternschnuppensuppe

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Hubert, Oma und die Sternschnuppensuppe von Linard Bardill

erschienen bei NordSüd

geeignet für Kinder im Alter ab 6 Jahren

in mein Bücherregal

Bevor Hubert hinter das Geheimnis von Omas Sternschnuppensuppe kommt, muss er sich mit seinen neuen Freunden dem Verschwinden eines Katers widmen. Sie sind überzeugt, dass der sehr verdächtige Zeltplatznachbar seine Finger im Spiel hat.

Hubert zählt gerne Sterne – jede Nacht – ganz zum Leidwesen seiner Eltern. Doch Huberts Oma versteht den Jungen und beschließt mit ihm zelten zu gehen, denn, so Oma: „Nirgends kann man so viele Sterne zählen wie unter freiem Himmel.“ Da in den Ferien Vollmond sein wird, möchte Oma eine Sternenschnuppensuppe kochen. Eine besondere Suppe, die nur einmal im Monat zu einer bestimmten Zeit zubereitet werden kann.

Auf dem Zeltplatz weist der Platzwart Oma und Hubert einen Platz neben Herrn Grollimund zu, einem merkwürdigen, glatzköpfigen Kerl, der eigenartige Lieder vor sich hinbrummelt, während er sich an seinem Kugelgrill zu schaffen macht. Der etwas zwielichtige Eindruck von Herrn Grollimund verstärkt sich noch, als Hubert das nette Mädchen Anouk kennen lernt und sie Herrn Grollimund beim Schlafwandeln beobachten. Als dann noch Mona auftaucht und weinend von ihrem verschwundenen Kater „Jumbojet“ berichtet, ist der Tatverdächtige schnell gefunden. Denn Hubert kann Jumbojets Halsband mit Glöckchen vorzeigen, das er neben Herrn Grollimunds Zaun gefunden hat. Und hat es nicht auch merkwürdig nach verbrannten Haaren gerochen, als Herr Grollimund gegrillt hat…?

Es gibt noch weitere scheinbare Indizien, die die Kinder glauben machen, dass Herr Grollimund den Kater von Mona auf dem Gewissen hat. Umso größer dann der Schrecken, als Huberts Oma Herrn Grollimund zum gemeinsamen Sternschnuppensuppe-Essen eingeladen hat…

Eine sehr abenteuerliche Mixtur, die der Schweizer Liedermacher und Autor Linard Bardill und Illustratorin Babette Maeder mit ihrer Geschichte um Hubert und seiner Oma zubereitet haben. Das geplante „Familienabenteuer“ entwickelt sich bald zu einer kleinen Kriminalgeschichte. Die Verdachtsmomente gegen Herrn Grollimund wiegen aus Sicht der Kinder äußerst schwer und der arme Kerl kann auch in den Bildern von Babette Maeder kaum mit Sympathie und Ausstrahlung punkten: Der überdimensionierte, kartoffelförmige Kopf, dürre behaarte Arme und Beine und eine sehr finstere Miene wollen beinahe Beweis genug für das kriminelle Potential des merkwürdigen Zeltplatzbewohners sein. Die insgesamt sehr eigenwilligen Bilder begleiten die Geschichte mit einer stets skurrilen Stimmung. Da fällt es nicht ganz leicht, Hubert und seine Freunde auf Anhieb ins Herz zu schließen.

Die Geschichte liest sich flott und unkompliziert, springt aber etwas in den Szenen. Ganz darauf bedacht, die Verdachtsmomente auf Herrn Grollimund zu lenken, lässt die Suche nach Kater Jumbojet dann auch die Sternenschnuppensuppe zunächst in den Hintergrund rücken. So erfahren wir auch erst zum Ende, was es mit dieser geheimnisvollen Speise auf sich hat. Bei Vollmond bilden sich „Sternschnuppen“ auf den Suppen-Fettblasen und jeder der sie sieht, darf sich etwas wünschen. Natürlich stellt sich heraus, dass Herr Grollimund kein „Katzenmörder“ ist und Jumbojet taucht wohlbehalten wieder auf – vielleicht, weil es Monas „Sternschnuppen-Wunsch“ war?

Fazit:

Das Zeltplatz-Abenteuer in phantasievollem Rahmen muss sich die Sympathie ein wenig erarbeiten. Die zwar kurzweilige Erzählung findet mit den eigenwilligen Illustrationen etwas schwer die Balance zwischen Spannung, Humor und identifikationsstarken Charakteren. Wer aber nach der Geschichte noch neugieriger auf die Sternschnuppensuppe ist, kann diese mit dem beigefügten Rezept am Ende des Buches gerne nachkochen und die Hinweise zur richtigen „Anwendung“ befolgen.

Stefanie Eckmann-Schmechta


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