Inhalt überspringen

Buchcover: Dave Barry: Peter und die Sternenfänger

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Peter und die Sternenfänger von Dave Barry

erschienen bei Oetinger

geeignet für Kinder im Alter ab 10 Jahren

in mein Bücherregal

Ausgezeichnet mit Kinderbuch-Couch-Star*. Kinderbuch des Monats [09/2006]. Ein wunderbarer, unermesslicher Schatz, der Fische in Nixen verwandelt und auf dessen Magie sogar das Ungeheuer von Loch Ness zurückzuführen ist, verspricht Macht und Glückseligkeit: Sternenstaub. Dieses Wunder ferner Galaxien ist es auch, dessen der verschlagene Pirat Schwarzbart habhaft werden will. Peter, der Waisenjunge, hilft Molly, der Tochter eines Sternenfängers, dies zu verhindern. So beginnt also die „eigentliche“ Geschichte von Peter Pan und in diesem echten Abenteuerroman erfahren wir unter anderem auch, wie es dazu kam, dass Peter Pan fliegen kann und warum er ewig ein Junge bleiben wird.

Peter wird mit anderen Waisenjungen auf die „Niemandsland“ gebracht, einem heruntergekommenen alten Schiff – und zu allem Übel ist der Kaptitän so unfähig, dass er nicht einmal dieses Schiffes würdig ist. Mit ihm an Bord ist auch Molly mit ihrer Gouvernante. Peter hört in einem Gespräch mit, dass Mollys Vater, ein angesehener, reicher Mann, zur gleichen Zeit mit einem anderen Schiff aufbricht: Die „Wespe“. Das wohl eleganteste und schnellste Schiff seiner Zeit.

Schon bald macht Peter, der für seine Freunde Essen stehlen muß, damit sie nicht an Bord verhungern, eine Entdeckung: Eine alte Kiste im Laderaum hat eigenartige Auswirkungen auf seine Umwelt. Mit ihr in Berührung gekommen, fühlt man sich derartig leicht, dass man meint zu schweben, hört das zarte Klingen von Glöckchen und empfindet tiefes Glück. Als Peter außerdem sieht, dass vor seiner Nase eine Ratte zu schweben beginnt, will er wissen, was es mit der geheimnisvollen Kiste auf sich hat. Er begreift schnell, dass Molly über das Geheimnis Bescheid weiß – doch sie schweigt beharrlich. Erst als ihr die Delfine die erschreckende Nachricht überbringen, dass der berüchtigte Kapitän Schwarzbart das Schiff seines Vaters kapern will, da der Pirat dort die Kiste mit dem geheimnisvollen Ihnalt vermutet, ist Molly gezwungen, sich Peter anzuvertrauen.

Durch seine Cleverness und mit einigem Glück gelingt es Schwarzbart, die „Wespe“ zu kapern. Ein schwerer Sturm zieht auf und als der räuberische Pirat gewahr wird, dass die Kiste an Bord der „Wespe“, die er fortan „Jolly Roger“ nennt, nur Sand enthält, begreift er, wo sich der größte Schatz aller Zeiten befinden muß: Auf der „Niemandsland“.

Inmitten des Sturms entfesselt sich eine rasante Verfolgungsjagd, wobei Peter über Bord geht. Doch er ist mit Sternenstaub in Berührung gekommen und vermag über der tosenden See zu schweben. Ihm gelingt es schließlich, es ist der letzte Ausweg für die Kinder, die alte Kiste mit dem wertvollen Inhalt über Bord zu werfen. Die „Niemandsland“ sinkt im Sturm und schließlich finden sich einige, nicht weniger verschlagene Seemänner der alten Besatzung der „Niemandsland“, die Kinder und die Piraten auf einer paradiesischen Insel wieder. Die Kiste wurde durch die Strömung in die Lagune gespült. Und ein jeder auf dieser Insel hat nur ein Ziel: Den Sternenstaub in Besitz zu nehmen; sogar die „Wilden“ auf der Insel, mit denen eigentlich nicht zu spaßen ist…

„Peter und die Sternenfänger“ ist ein Abenteuerroman par excellence: Gekonnt wird eine Dramaturgie mit rasant zunehmendem Tempo aufgebaut. Denn zunächst in zwei unabhängig von einander erscheindende Handlungsstränge aufgeteilt, erscheint ein dritter und mit ihm ein weiteres berüchtigtes Schiff: Die „Seeteufel“ unter dem Kommando des gefürchteten Kaptiän Schwarzbart und seinem Bootsmann, Smee. Das Gespann kommt uns nur allzu bekannt vor und es ist schon von Anfang klar, welche Freude sie uns noch im Verlauf des Buches bereiten werden. Nun wird das Geschehen aus drei Perspektiven berichtet und die Geschichte verdichtet sich zusehends. In ihrem unmittelbaren Geschehen einander annähernd, erfahren wir die jeweiligen Berührungspunkte aus den verschiedenen Sichtweisen, so dass ein und dieselbe Situation vollkommen neue Aspekte erhählt. In der immer kürzer werdenden Abfolge dieser Momentaufnahmen, nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt zu, bis zu dem unvermeidlichen Zusammentreffen der Kontrahenten auf der Insel.

Der Schatz aus Sternenstaub, den die Sternenfänger vor einem folgenschweren Missbrauch schützen wollen, gleicht einem Wunder, das Glückseligkeit, Stärke, Unverwundbarkeit und Klugheit zu geben vermag. Es verspricht seinem Besitzer ein „höheres Dasein“, wie wir es am Beispiel der Fische beobachten können, die sich in wunderschöne Nixen verwandeln. Aber auch je nach Gesinnung, gehen auf sein Konto auch weniger schöne Mutationen – was natürlich auch nicht an Witz entbehrt, wenn von Riesenkraken die Rede ist oder von den wilden Zentauren. Und warum aus Peter der „Peter Pan“ wird, der ewige Junge, der fliegen kann, hat eben auch mit diesem Wunder aus Sternenstaub zu tun.

Diese „Vorgeschichte“ zu Peter Pan entwickelt sich von Anfang an sehr homogen im Vergleich zu seinem eigentlichen Vorgänger, dem weltberühmten Klassiker von James M. Barrie. Wunderschön erkennen wir in der Geschichte von Dave Barry und Ridley Pearson, wie die bekannten Gestalten zu dem werden, was sie letztlich sind. Woher ihre tiefe Zuneigung einerseits, aber auch ihre abgrundtiefe Verachtung andererseits herrührt. Hier finden sich die Ursprünge Peter Pans auf absolut spannende und gleichzeitig vollkommen plausible Weise: Die ursprüngliche „Logik“ dieser Fantasiewelt wird von den beiden Autoren verstanden und gekonnt aufgegriffen. Durch den stetig ansteigenden Spannungsbogen, der durch die schnellen Perspektivwechsel ganz hervorragend getragen wird, ist es im besten Sinne ein echter Abenteuerroman. Ihm fehlt rein gar nichts von den erfolgreichen Zutaten der bekannten Klassiker. Natürlich profitiert diese neue Geschichte von der zauberhaften Welt, die James M. Barrie einst erfand – doch einem so berühmten und beliebten Werk ein bisher unbekanntes Fundament zu geben, verlangt meiner Meinung nach einen großen Ideenreichtum und viel Einfühlungsvermögen, damit das Original auch weiterhin Bestand haben kann.

Sehr viel seiner Lebendigkeit verdankt das Buch seinen witzigen und geradezu illustrativen Interaktionen der Darsteller. Sie sind derart gut dargestellt – auch in ihrer Sprache, die viel Ironie in sich trägt und die die Charaktere insgesamt sehr überzeugend widerspiegelt – dass man die Situation deutlich vor Augen hat. Die finsteren Charaktere – allen voran Schwarzbart und Smee – sind dem späteren Original von James M. Barrie schon beeindruckend ähnlich und dabei so herrlich schrullig, dass das Böse niemals wirklich Oberhand gewinnt. Sie belustigen uns, manchmal ärgern sie uns auch, aber niemals sind sie wirklich so furchterregend, wie sie es selber wohl gerne wären – und so erkennen wir auch den späteren Kapitän Hook, ohne den die Figur „Peter Pan“ wohl reizlos wäre.

Diese gelungene Mischung aus Spannung und Humor kommt nicht von ungefähr, denn schließlich ist Ridley Pearson ein international erfolgreicher vielfach ausgezeichneter Autor, der Thriller und Krims schreibt – allerdings für Erwachsene- und sich auch als Drehbuchautor für Film und Fernehen einen Namen gemacht hat. Dave Barry hingegen, Träger des Pulitzer-Preises, ist ein bekannter Satiriker und Humorist, Buchautor, und Zeitungskolumnist. Da Dave Barry mit seiner Familie in Florida lebt und Ridley Pearson mit seiner Familie in Idaho, schrieben sie das gemeinsame Buch via E-Mail-Kontakt. „Peter und die Sternenfänger“ ist ihr erstes Kinderbuch und stand in den USA mehere Monate auf der New York Times Bestsellerliste. Für 2007 ist bereits ein Disney-Zeichentrickfilm zu „Peter und die Sternenfänger“ geplant, der Drehbuchautor ist Jay Wolpert, der bereits durch den Film „Fluch der Karibik“ sein Talent für (etwas andere) Piratenabenteuer gezeigt hat.

Unter www.peterunddiesternenfaenger.de finden sich noch weitere interessante Informationen über das Buch, zur Audio-CD, zu weiteren Themen, wie die Autoren oder die Lehrerhandreichung zum Herunterladen, sowie ein Gewinnspiel und andere Extras.

Fazit:

Piraten aufgepasst: Hier findet sich alles, was zu einem echten Abenteuer gehört! Wilde Verfolgungsjagden auf hoher See, paradiesisches Eiland, Ungeheuer, Elfen, mutige Kinder, Magie und nicht zuletzt eine ganze Menge schräger Piraten. Mit viel Humor und guten Ideen ist es den beiden erfolgreichen Autoren Dave Barry und Ridley Pearson gelungen, die Verwandlung vom tapferen Waisenjungen Peter zum berühmten „Pan“ spannend und nachvollziehbar zu erzählen. Mit „Peter und die Sternenfänger“ entfachen sie sicherlich eine neue „Pan-Begeisterung“ und mit ihr die kindliche Sehnsucht nach dem fantastischen Eiland, auf der einst alles seinen Anfang nahm.

Stefanie Eckmann-Schmechta

Meinungen zu diesem Buch

[Leser-Kommentare überspringen]

TheCottbuser meint:
Packendes Jugend-Abenteur, klasse durch Illustrationen untermalt, ein Meisterwerk der Literatur, Lob an Dave Barry und Ridley Pearson, denen ist ein Buch zum nochmal lesen gelungen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lea Toffi meint:
Das Buch ist sehr spannend es ist lustig aber auch manchmal ein bisschen brutal.
ich würde dieses Buch weiter empfehlen.
Ich lese bald das zweite Buch
Chrissy meint:
also ich musste das buch für die schule lesen am anfang hat es mich gelangweilt aber nach einer weile hat es mich richtig gefesselt!!! ich finde es super das es auch ein bisschen gruselig ist... xD
es ist einfach SUPER!!!!
Lara (13) meint:
Ich habe dieses buch gerade ausgelesen und finde es sehr spannend und fesselnt. Mit diesem buch war ich schnell fertig als sonst mit anderen icb kann es nur weiter empfählen. Alle meine Freunde haben es gelesen und alle fanden es sehr gut und spannend...
pcc fire meint:
desbuch ist sher gut gemacht mit den bildern und den nerfen zerfezenden kapiteln .und was alles durch die truhe pasiert ist echt geil. ich habe es auch schon ganz durch gelesen und ich kanns nur weiter empfehlen.
susi meint:
ich finde das buch echt toll, dennman erfährt wie es bei einem schiffskampf so zu geht. oft kann man aber seiner fantasie freien lauf lassenund das ist ne echt gute mischung(Bin 73)AUßerdemmag ich den stiel von dave barry und ridley pearson.
hans georg meint:
Dieses BUCH ist wirklich gut.Aber die Buchvorstellung ist schwer zu erklären.fffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff
Jürgen Schoormann meint:
Das buch sorgt für Spannung, ist lebendig und fesselnd geschrieben, nicht ganz einfach ist die Zuordnung zu einem bestimmten Lesealter...denn: die Jugendlichen, die der nicht gerade anspruchslosen Darstellung und der nicht einfachen Sprache folgen können, sind m.E für den Inhalt des Buchesbereits zu alt.

>Ein Einwand: des Buch enthält unnötige Grausamkeiten...
maya meint:
as ist mein zweitlieblingsbuch und das heißt das es sehr sehr sehr gut ist. ich kann es nur weitererzählen. es ist ebens so lustig , interessant und spannend. viel spaß bei einem supertollenmegalesetag das buch hat nämlich ziemlich vile seiten
Katharina meint:
Das Buch ist wirklich toll !
Und den zweiten Band habe ich auch schon gelesen.
Ist Spannend kann ich versichern und wird nie langweilg!Nicht nur spannend ist es manchmal auch lustig und mitreisend ,man hört einfach nicht mehr auf zu lesen.Der zweite Band ist noch besser!
Ihre Meinung zu diesem Buch

Inhalte von www.kinderbuch-couch.de:

über die Kinderbuch-Couch:

Machen Sie es sich auch auf unseren anderen Online-Angeboten der Literatur-Couch gemütlich:

  • Krimi-Couch.de
  • Phantastik-Couch.de
  • Histo-Couch.de
  • Belletristik-Couch.de
  • Jugendbuch-Couch.de
  • Kochbuch-Couch.de
Kinderbuch-Couch.de ist ein Projekt der Literatur-Couch Medien GmbH & Co. KG.
Copyright © 2004–2017 Literatur-Couch Medien GmbH & Co. KG.