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Buchcover: Christine Brand: Wer ist der Spiegel der Nacht?

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Wer ist der Spiegel der Nacht? von Christine Brand

erschienen bei Lappan

geeignet für Kinder im Alter ab 4 Jahren

in mein Bücherregal

Rätselhafte Verse und aussagekräftige Illustrationen verbinden sich in diesem Büchlein von Christine und Heinz Brand zu einem zauberhaften Rätsel-Bilderreigen. Grund genug zum Mitraten!

„Auf dem Rücken trägt das Pferd…den Reiter? Nein! Das ist verkehrt!“ So beginnt eines der Rätsel-Bilder in dem kleinen Buch. Und genau das greift das kindliche Bedürfnis, Rätsel gestellt zu bekommen und diese auch zu lösen gekonnt auf. Manchmal orientiert es sich an Gegebenheiten, denn in dem Rätsel erfahren wir weiter:
„Weil da schon ein andrer sitzt, der das Pferd vorm Reiter schützt“. Na, wer kann das sein? Der nächste Vers macht des Rätsels Lösung greifbarer: „Weil da schon ein andrer thront, der des Reiters Hintern schont.“
Aha – und wer die Lösung nun immer noch nicht kennt, der kann die dazugehörige Illustration genauer betrachten. Diese hilft dem Ratenden auf die Sprünge – in diesem Fall ist es „der Sattel“, der gesucht wird.

Es sind zwölf Rätsel, die das Buch insgesamt anbietet. Manche Verse sind poetisch formuliert: „Wer ist der Spiegel am Himmel der Nacht, der alles hell und silbern macht?“ Andere hingegen sind heiter: „Meise heiß ich, bin kein Vogel, bin das stärkste Tier. Trage ohne Mühe mein Gewicht mal vier!“ Die Verse regen Kinder und Eltern zum Mitreimen auf. Die kindgemäße Sprache und ihr Sprachwitz bieten garantiert etliche Anregungen, selbst Wörterrätsel zu verfassen.

Hervorzuheben sind vor allem die Illustrationen des Büchleins. Nachdem das Rätsel vorgelesen wurde, findet sich jeweils ein doppelseitiges Wimmelbild, das Hinweise auf die Lösung gibt. Diese Wimmelbilder sind in kräftigen Farben phantasievoll gestaltet. Sie regen das Vorstellungsvermögen an, bieten etliche kleine Details (Was benutzt zum Beispiel das Schaf zum Hören?) und regen so hervorragend zu Gesprächen an. Es gibt viele Dinge zu entdecken – man muss hier aber betonen, dass die Illustrationen sich trotz des Reichtums an Details nicht in überflüssigen Darstellungen verlieren.

Das Lösen der Rätsel hat für Kinder der Altersstufe gewiss einen ganz besonderen Reiz. Die Befürchtung, dass sich die zwölf Rätsel des Buches mit der Zeit „abnutzen“ werden, hebt sich dadurch auf, dass es immer wieder neue Aspekte zu entdecken gibt. Aus den Reim-Rätseln ergeben sich etliche Anregungen zum eigenen Reimen. Und: Viele Kinder mögen es, die ihnen bekannte Lektüre immer und immer wieder zu hören und zu betrachten.

Fazit:

Das kleinformatige Buch mit seinen abwechslungsreich formulierten Rätseln und den dazugehörigen witzigen und phantasievollen Illustrationen lebt von seiner schönen Idee. Es verbindet die kindliche Freude am Reimen und Rätseln geschickt mit dem Interesse am Betrachten von Bilderbüchern. Es fördert das Sprachgefühl, das genaue Hinsehen und die Konzentration von Kindern und leistet so einen schönen Beitrag zur Sprachförderung für Kinder ab vier Jahren.

Alexandra v. Plüskow


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