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Buchcover: Silvana De Mari: Der letzte Elf

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Der letzte Elf von Silvana De Mari

erschienen bei Cbj-Verlag

geeignet für Kinder im Alter ab 10 Jahren

in mein Bücherregal

[ab 11 Jahren]

Wenn „Yorshkrunsquarkljolnerstrink“ seinen vollen Namen nennt, wünschen ihm viele Menschen „Gesundheit“. „Yorsh“ ist der letzte Elf. Und er hat eine wichtige Aufgabe: Eine Prophezeiung besagt, dass er auf den letzten Drachen treffen muss, um die Welt zu retten.

Yorshkrunsquarkljolnerstrink ist ein Unlängstgeborener und ganz allein auf in einer Welt, die im nicht enden wollenden, sintflutartigen Regen zu versinken droht – auch das letzte Reservat der Elfen, in dem er seine Grossmutter, seine einzig verbleibende Verwandte und Bezugsperson, zurücklassen musste. Sein Ziel ist unbestimmt und so irrt der kleine Elf durch die unwirtliche Welt. Er hat Hunger, ist bis auf die Haut durchnässt und wünscht sich nichts sehnlicher, als eine warme Unterkunft und ein wenig zu essen. Da trifft er auf eine junge Frau namens Sajra, die ihn nach einigen Verständigungsschwierigkeiten in ihre Obhut nimmt. Dies scheint anfangs gar nicht so, denn Yorsh kennt sich mit den Gepflogenheiten der Menschen nicht aus und findet ihre Ausdrucksweise über die Maßen ungenau.

Für Sajra ist diese Freundschaft ein gefährliches Unterfangen, denn Elfen gelten wegen ihrer magischen Kräfte als überaus gefährlich und jeder, der ihnen Hilfe oder Unterschlupf gewährt, riskiert selbst am Galgen zu enden.

Als Monser, der sich zu ihnen gesellt, einen toten Hasen zum Abendessen präsentiert, verfällt der kleine Elf in ein nicht enden wollendes Wehklagen – und es gelingt ihm, zur Verblüffung seiner menschlichen Begleiter, den Hasen wieder zum Leben zu erwecken. Von da an essen Sajra und Monser nur noch heimlich Fleisch, denn wie, so argumentiert Yorsh entsetzt, kann man nur etwas essen, das denkt?

Es dauert nicht lange, da werden die drei im Namen des Verwaltungsrichters von Daligar verhaftet. Dass Yorsh einem mausetoten Huhn das Leben wiedergibt, macht die Situation natürlich auch nicht besser. Als Elfenfreunde droht ihnen nun der Galgen. Doch der Unlängstgeborene verblüfft abermals seine Freunde mit der Selbstverständlichkeit, wie er selbst die gesamte Rattenschar des Verlieses von Daligar für sich instrumentalisiert. Für ihn ist es nichts Besonderes, in das kollektive Bewusstsein der lichtscheuen Nager einzudringen, herauszufinden, wo der Schlüssel ihres Kerkers ist, ihn sich bringen zu lassen, um dann festzustellen, dass er sie gar nicht braucht. Er kann die Schlösser auch Kraft seiner Gedanken öffnen.

Bei der Flucht aus den Festungen von Daligar, die einst eine Stadt der Elfen war, findet Yorsh eine Inschrift, die besagt, dass der letzte Elf den letzten Drachen finden wird, damit die Menschen ihr Schicksal überwinden. Er werde sich mit einem Mädchen vermählen, dessen Namen die Morgenröte enthalte. Yorsh kann in der Hast nicht die ganze Inschrift lesen, macht sich aber zusammen mit Sajra und Monser auf den Weg zur Drachenhöhle. Auf dem Weg trifft er auf die Spuren seines verstorbenen Vaters. Die Bewohner des Dorfes am Fusse der schroffen Berge haben Yorshs Vater einen Kupferkessel mit fragwürdiger Magie abgekauft. Das Geld für den Kessel wurde von Yorshs Vater in einem Versteck hinterlegt, so dass sie ein Boot kaufen können, um über den Fluss durch die tiefe Schlucht zu gelangen. Als die drei schließlich an der Drachenhöhle ankommen, finden sie einen sehr eigenbrödlerischen Drachen, der es sich schon viele Jahre in der Höhle gemütlich gemacht hat. Er ist alt und die noch ältere Bibliothek mit dem ganzen Wissen aus der zweiten Runendynastie findet nur hinsichtlich der „leichten Kost“ von ihm Beachtung. Yorsh macht sich unverzüglich daran, die kostbaren Bücher zu studieren und erkennt das Vermächtnis seines Vaters.

Am Ende dieses ersten Teils „Der kleine Elf“ bleibt Yorsh beim Drachen, Sajra und Monser, die mittlerweile ein Paar sind, gehen in die Welt der Menschen zurück.

Im zweiten Teil „Der letzte Drache“ findet Yorsh heraus, warum der Drache sich so enervierend verhält. Für den jungen, tatkräftigen Elf ist es eine schwere Prüfung auf die Bibliothek begrenzt zu sein, die er allein mit einem unleidlichen Drachen und ein paar Schmetterlingen teilen muss. Das ganze Verhalten des Drachen weist darauf hin, dass er schon seit vielen Jahren sein Ei ausbrütet und daher (für Drachen naturgemäss) nicht mehr ganz auf seiner alten geistigen Höhe ist. Sogar seinen Namen hat der Alte vergessen. Doch als Yorsh die Situation erkennt, dessen Beschreibung er auf den letzten Seiten eines bereits arg angegriffenen Pergaments findet, ist er darauf bedacht, sich auf seine bevorstehende Aufgabe als Ziehvater des kleinen Drachenbabys vorzubereiten. Viel mehr kann Yorsh dem alten Schriftstück nicht mehr abringen und so erfährt er erst durch die unmittelbare Praxis, wie brandgefährlich die Aufzucht des Drachenkindes ist. Doch zunächst, so muss Yorsh erfahren, stirbt der alte Erbrow, sobald das Junge aus dem Ei geschlüpft ist. Ein letzter, atemberaubender Flug ist dem Alt-Drachen, der sich seines Namens wieder erinnert, noch vergönnt; dann stürzt er in die Fluten des Meeres. Yorsh bleibt traurig mit dem Drachenkind zurück.

Erbrow, der Junge, macht sich nach seinem ersten, entscheidenden Flug schliesslich zusammen mit Yorsh auf, das Mädchen zu suchen, dessen Name die Morgenröte enthält. Doch zunächst will Yorsh seine Freunde, Sajra und Monser suchen, die er in den vergangenen Jahren schmerzlich vermisst hat.

Doch Sajra und Monser leben nicht mehr; der Verwaltungsrichter von Daligar liess sie hängen, weil sie ihm, dem Elfen geholfen haben.

„Robi“, Tochter von Sajra und Monser, lebt nach der Ermordung ihrer Eltern in einem Waisenhaus, das unter einem grausamen Regiment steht. Ihr Leben besteht aus einer ausweglosen Tortur aus Hunger und Elend. Das Bild eines Prinzen, der auf dem Rücken eines majestetischen Drachens auf sie zu fliegt, steht ihr lebhaft in ihren Träumen vor Augen. Robi glaubt jedoch nicht daran, dass dieser Traum jemals wahr werden könnte.

Der letzte Elf, gereift und deutlich an Stärke gewonnen, stellt sich dem letzten Kampf gegen die Menschen. Sein einziges Ziel aber ist es, die Tochter seiner treuen Freunde Sajra und Monser zu retten – er ahnt nicht, wie nahe die Erfüllung der Prophezeiung ist …

Die italienische Autorin Silvana de Mari feierte mit der „letzte Elf“ bereits weltweite Erfolge. Auch die deutsche Erstveröffentlichung war schon bald in den Kinderbuch-Bestsellerlisten zu finden.

Nun kann man wahrlich nicht behaupten, dass es zum Thema Elfen oder Drachen zu wenig Lesestoff gäbe, im Gegenteil, doch Silvana De Mari ist mit „Der letzte Elf“ ein herausragendes Buch gelungen.

Silvana De Maris Sprache ist dicht, gefühlvoll und gleichzeitig kraftvoll. Sie schafft nur wenig Nebenschauplätze, wiederholt sich aber auch so manches Mal als Unterstreichung der Ausweglosigkeit oder der Dringlichkeit eines Problems. Yorshs Leben voller Entbehrungen transportiert sie mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen, Humor und Poesie. Sie interpretiert das Thema auf eigene Weise, indem sie eine Geschichte voller Gegensätze konstruiert, wie sie sich auch in dem kleinen Elfen selbst manifestieren: Ein zartes Wesen, das versucht, in der rohen Welt der Menschen zu überleben und gleichzeitig über so viel Macht und Weisheit verfügt, dass er den menschlichen Fähigkeiten weit überlegen ist. Doch Yorsh ist rein, unschuldig und kann seine Seele nicht von seinen Taten trennen . Yorsh muss erfahren, was Menschen in der Lage sind anderen anzutun; doch es sind ausgerechnet zwei Menschen, die ihm bedingungslose Zuwendung und Liebe zuteil werden lassen. Er kann die Menschen nicht hassen – ein Gefühl, das ihm fremd bleibt. Yorsch, der von einem Moment zum anderen grösstes Glück erlebt und dann durch den Verlust seiner geliebten Freunde tiefsten Schmerz, bleibt ein Heimatloser, ein letzter seiner Art – zerbrechlich und dennoch voller Macht.

So pathetisch wie es vielleicht klingen mag, diese tragische Seite ihrer Geschichte begleitet Silvana de Mari souverän und weiss sie sogar auf tragikkomische Weise zu vermitteln, ohne dabei zu sehr in Klischees zu verfallen. Dies trifft umso mehr zu, da die Autorin ihre Protagonisten aus einem durch und durch einnehmenden wie auch humorvollen Blickwinkel beschreibt. Besonders der eigenwillige Charakter des jungen Erbrow ist ihr gut gelungen.

Das Ergebnis ist ein intensiver Roman, der aufgrund seiner zielstrebigen Erzählweise gut zu unterhalten weiss, aber auch ebenso emotional bewegend ist.

Fazit:

„Der letzte Elf“ ist ein intensives Leseerlebnis voller Gefühl, Humor und ein wenig Wehmut.
Silvana De Mari beweist mit ihrem berührenden Buch, dass selbst ein altbekanntes Thema wieder neu belebt werden kann.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

Meinungen zu diesem Buch

[Leser-Kommentare überspringen]

johnatan meint:
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schule meint:
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MeisterGonvalon [B. Hennen] meint:
ASDF meint:
Ich finde es toll wie man eine Person vorgestellt bekommt und die sich zuerst Fremden begegnen.
Ich empfehle es gerne auch Erwachsenen. Man muss nicht unbedingt ein Fantasy-Fan sein, damit einem das Buch gefällt. :)

Wirklich TOLL!

LEST ES!!!!
J.G. meint:
Ich liebe alle vier Bände des letzten Elfen und lese sie immer und immer wieder.
Aber jetzt habe ich erfahren, dass der fünfte Teil schon längst raus ist, aber nur auf italienisch polnisch und russisch. Randomhouse hat anscheinend auch nicht vor, das buch noch auf Deutsch oder Englisch zu übersetzten. Tja, muss man halt mal so kurz auf die schnelle italienisch lernen....
Wenn sich sonst noch jemand bei Randomhouse beschweren will, wie ich, hier ist der Link:
kundenservice@randomhouse.de
Ich meint:
Das erste buch ist wirklich top, sowohl ernst und philosophisch als auch witzig und zum lachen, und yorschs person ist wunderbar getroffen, er ist einfach zim verlieben. Allerdings haben mir der letzte ork, der letzte zauber und die rückkehr der elfen überhaupt nicht gefallen, der charakter der figuren ändert sich viel zu stark und das hauptgeschehen rückt im den hintergrund. Außerdem ist es total unnötig, dass yorsch stirbt und leider leider hatte ich vor allem in den letzten beiden bänden das gefühl dass die autorin sich viel zu viel zusammenreimt und dabei das wesentliche vergisst, umd die handlung gefällt mir z.t gar nicht:(
Also alles in allem fand ich nur den ersten richtih gut, die anderen müssen nicht unbedingt sein.
Erbow meint:
Der letzte Elf ist wirklich gut und spannend. Leider nimmt die Spannung mit den nächsten Büchern nur ab. Das erste Buch gefiel mir am Besten - ich wüsste gerne, wie das Hüpfspiel aus "Der letzte Ork" geht. "Dum dara dum dum dara dei ..."
Die Prophezeihungen gefallen mir zusammen mit den exotischen Namen und dem Drachen am Besten.
Yorsch ist als Kind echt niedlich geschrieben und wenn er älter wird gefällt er mir auch noch. Alle anderen Personen in den anderen Büchern und so weiter finde ich nur okay.

Das erste Buch ist empfehlenswert.
Silke meint:
Silke & Lukas
ich habe das Buch meinen Kindern vorgelesen,die
zu der Zeit noch kleiner waren als jetzt, die haben jeden Abend total faszinierd zugehört.
Lukas mein Sohn hat es nun auch selber schon
2 mal gelesen und ist jetzt den letzten Ork am lesen;ich denke es ist ein spezielles Buch,das nicht für jeden Fantasyleser gemacht ist,bin aber der Meinung das es wahnsinnig schwer ist so emotional fordernd zu schreiben. :-))
Ihre Meinung zu diesem Buch

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