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Buchcover: Zoran Drvenkar: Die tollkühnen Abenteuer von JanBenMax

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Die tollkühnen Abenteuer von JanBenMax von Zoran Drvenkar

erschienen bei Bloomsbury

geeignet für Kinder im Alter ab 6 Jahren

in mein Bücherregal

Ausgezeichnet mit dem Kinderbuch-Couch-Star*. Kinderbuch des Monats [11.2008]. Kinder lieben Abenteuer und Kinder spielen Abenteuer. Natürlich müssen da auch nützliche Hilfsmittel aus dem Haushalt herhalten, um irgendwie mittendrin statt nur dabei zu sein. So darf es uns Erwachsene eigentlich nicht verwundern, wenn Mehl den Wüstensand, die Bücher der Eltern ein übergroßes Dimensionstor in die Vergangenheit ,oder die Toilette einen geheimen Zugang zum Ozean darstellen. Zoran Drvenkar lässt uns an der unbändigen Kraft der kindlichen Phantasie Teil haben, die bekanntermaßen selten Grenzen kennt. Mit „JanBenMax“ führt er uns in wahrhaft tollkühne Abenteuer und bereit uns einen herrlichen Lesespaß …

JanBenMax sind die Geschwister Jan und Ben und Max. Jan ist der älteste, Max der jüngste der drei. Jeden Mittwoch um die gleiche Zeit, wenn ihre Mutter das Haus verlässt („Huch, jetzt muss ich aber weg!“), beginnen für JanBenMax endlich die richtigen Abenteuer. Abenteuer, die eigentlich echte Aufträge sind, denn JanBenMax sind schließlich Geheimagenten. Ihre Aufträge erhalten sie stets, indem Jan seinen Finger ans Ohr hält und mit der sogenannten Geheimzentrale telefoniert. Gebannt lauschen Ben und Max, während Jan scheinbar alle notwendigen Informationen erhält und sie anschließend kurz in Kenntnis setzt.

So geht es für die drei in den Weltraum, um dort Mondstaub einzusammeln, den sie beim Abendbrot in die Milch kippen sollen. Dazu müssen Sie allerdings zunächst ein Raumschiff bauen. Ein weiterer Auftrag führt JanBenMax in die Vergangenheit, aus der sie (Tyrannosaurus) Rex nach Hause holen müssen – ein aufreibendes Unterfangen. JanBenMax verschlägt es in die Wüste und auf dem Grund des Ozeans müssen sie es sogar mit dem Geist eines Piratenkapitäns aufnehmen.

Der besondere Clou der Geschichten: Erst im Nachhinein – nämlich dann, wenn die Mutter wieder zurückkehrt und den Schauplatz des Geschehens betritt – erfahren wir welche Gegenstände oder Lokalitäten diesmal für das erlebte Abenteuer herhalten mussten und nicht selten ein wahres Chaos offenbaren. Das eingangs erwähnte Mehl verteilt sich nach der Rettung aus der Wüste im ganzen Wohnzimmer und bildete eben den Wüstensand. Das Gäste-WC ist überschwemmt, die Toilette vollgestopft mit Klopapier und die Kissen im Wohnzimmer sind voller Farbe, da sie Teil des selbst gebauten Raumschiffs sind...

Echte Patenkinder standen übrigens Pate für JanBenMax und so saß Zoran Drvenkar direkt an der Quelle, konnte wohl genau beobachten und zuhören. Sein flotter, leichtgängiger Sprachstil trifft stets den richtigen Ton. Souverän und überaus wortgewandt manöveriert er JanBenMax und die Leser gleichermaßen durch die turbulenten Abenteuer. Klar hat Zoran Drvenkar die Lacher der Kinder auf seiner Seite, wenn der Jüngste „Max“ stets in den spannendsten Momenten auch noch pinkeln muss und mit kleinen Wortverdrehern immer mal den Ernst der Lage unterbricht.

Und damit nicht genug. Wenn die Mutter ausser Haus ist, darf Frau Metzler, die Nachbarin, aufpassen und die hat eine ganz besondere Eigenart. Bereits eine Tasse Kaffee lässt die gute Dame unverzüglich einschlafen. So ist es nicht verwunderlich, dass stets bei Ihrer Ankunft mit besonderer Höflichkeit ein Kaffeegedeck bereit gestellt wird. Aber JanBen Max haben die Rechnung ohne Frau Metzler gemacht, der es ganz und gar nicht gefällt, schlafend auf den Flur abgeschoben zu werden und eines Tages den Kaffee schlicht verweigert. So ist es auch wohl zu verstehen, dass es die drei in einem Abenteuer ausgerechnet in die Nase von Frau Metzler verschlägt.

Natürlich darf Zoran Drvenkar in seinen Erzählungen die Grenzen der Realität sprengen. Schließlich bedient er sich hier einfach der kindlichen Phantasie. Da ist alles möglich und dennoch wirkt nichts wirklich unlogisch. Es gibt viele weitere amüsante Einfälle, die den Unterhaltungswert der 167 Seiten zu keinem Zeitpunkt sinken lassen. Die kleinen abgeschlossenen Episoden, eignen sich hervorragend für das abendliche Vorlesen – auch bereits für das jüngere Publikum. Durch die verschiedenen Altersstufen der Geschwister gibt es für Kinder viele Identifikationsmöglichkeiten. Und ist es nicht einfach herrlich, wenn Geschwister derart zusammenhalten und irgendwie sprichwörtlich durch dick und dünn gehen?

Christine Schwarz liefert viele farbige Bilder zu den kurzweiligen Erzählungen, die den phantasievollen Inhalt passend aufgreifen und gerne auch einmal überspitzt darstellen.

Fazit:

Unbedingt mehr davon! JanBenMax bedeuten Lesevergnügen pur! Witzig, ideenreich und ganz nah bei Kindern meistert Zoran Drvenkar das kleine Kunststück, gängige Unterhaltungsthemen für Kinder clever und treffend zu verpacken. „Die tollkühnen Abenteuer von JanBenMax“ ist ganz sicher ein Buch für Jungs, unbedingt für Brüder, die zusammenhalten und in jedem Fall ein Buch für die ganze Familie.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

Meinungen zu diesem Buch

[Leser-Kommentare überspringen]

daniela meint:
dieses buch ist so lustig und das macht risig spaß am freitag haten wir ein vor lesse stunden und haben den 15 kinder die geschichte vor gelessen und sie waren so begeister von dem buch und ist ser cool ich wurde mir das so vort holen ich finde das so lustig und wurde mit das selber mal duich lessen und meiner familie
Daniela Bessou meint:
Ein wirklich lustiges Buch. Ich habe mit meinem 5 jährigen Sohn bei Lesen manchmal vor Lachen auf dem Boden gelegen. Die Geschichten sind super geeignet je eine vor dem Einschlafen zu lesen. Nur die Illustrationen gefallen mir nicht sehr, sind hier aber auch nicht so wichtig. Ich kann das Buch empfehlen und würde mir sogar eine Fortsetzung wünschen.
Birgit meint:
Das Buch hat etwas das Kinder sofort spielen wollen und selber die Geschichten nach machen wollen.Zwar gibt es dan oft choas aber ich gewön mich dran.Sie laufen dan dur das ganze Haus herum und spielen alles nach.
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