Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt, da der Sommer sich langsam, aber sehr schön verabschiedet, sind viele immer noch unternehmungslustig. Ein bisschen Fernweh aber auch jede Menge Neugier locken uns an schöne, fremde und spannende Orte. Und das schöne: Die nächsten Ferien kommen bestimmt! Dabei muss man gar nicht so furchtbar weit reisen um etwas zu erleben. Ein Reiseführer, etwa für die nächste große Stadt in der Nähe, kann da schon eine wertvolle Hilfe sein, um die richtigen Ziele für Kinder auszumachen.

Und so haben wir uns auf die Suche gemacht und gefragt, was gibt es auf dem Markt an Reiseführer für Kinder? Was können sie? Welche eignen sich besonders gut? Wer braucht welchen Reiseführer für welchen Anlass?

Eines vorweg: Es gibt sehr viele Reiseführer für Kinder in unterschiedlichster Aufmachung und mit unterschiedlichstem Informationsgehalt – mit vielen Themen und Schwerpunkten. In dem Special In meinen Koffer packe ich ... sind ganze 48 Buchtipps zu diesem Thema zu finden, die Sigrid Tinz im Laufe der letzten Monate zusammengetragen hat. Lassen Sie sich mit ihren Kindern inspirieren: Also, wo soll es als nächstes hin gehen?

Von den realen Abenteuern möchte ich nun zu Büchern kommen, die uns ganz weit forttragen können – auch und gerade wenn wir gemütlich zu Hause bleiben. Allen voran unser Kinderbuch des Monats, ausgezeichnet mit unserem Kinderbuch-Couch-Star*: Sally Jones – Mord ohne Leiche von Jakob Wegelius. Das Abenteuer der klugen Gorilladame geht weiter. Dieses Mal nicht in Bildern, sondern als Roman – und was für einer! Aber auf die wunderschönen Strichzeichnungen muss man auch dieses Mal nicht verzichten. Wieder hat Wegelius viele Stationen von Sally Jones´ abenteuerlicher Reise durch die ganze Welt in seinen detailreichen Zeichnungen eingefangen. Dieser Roman ist also etwas für´s Auge und für´s Herz.

Ein weiteres, tolles Abenteuer, das gerade erst angefangen hat, ist Nicolas Calva – Das magische Amulett von Jennifer A. Nielsen. Der erste Band entführt seine Leser/innen in das alte, prachtvolle Rom: Der Sklavenjunge Nicolas steckt in einem ziemlichen Schlamassel, plötzlich hat er magische Fähigkeiten und jede Menge Feinde, die ihm das magische Amulett abnehmen wollen. Doch in Nicolas steckt mehr als alle für möglich gehalten haben und auf dem Rücken seines Greifs „Fortis“ kann er so manches Mal entkommen. Hier reiht sich auch hervorragend ein weiteres, wenn auch etwas flapsigeres Abenteuer ein, das ebenfalls im alten Rom spielt. Dieses Zebra dürfte Jungs zwischen 8 und 11 Jahren begeistern: Julius Zebra – Raufen mit den Römern. Eine Mischung zwischen Madagaskar und Asterix. Auch hier dürfen sich die Fans dieser humorvollen Serie schon auf den zweiten Band freuen.

Silfur- Die Nacht der silbernen Augen von Nina Blazon ist eine Empfehlung für alle, die kluge Geschichten mit viel Fantasie und Abenteuer mögen – und ist im besten Sinne ein echter Schmöker für beide Geschlechter, auch wenn das Cover vielleicht eher den Mädchen gefallen wird. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen – wie so oft – denn hier gibt es von allem etwas: „Erwachsenwerden im Medienzeitalter mit alten nordischen Sagen, Familienalltag mit atemberaubender Landschaft, und zwar so leicht und doch so dicht, [...] höchstes Lesevergnügen mit Tiefgang.“ So Sigrid Tinz in ihrem Fazit.

Für die jüngeren Leser/innen und besonders gefühlvoll sind unsere beiden weiteren STARS* Rigo und Rosa von Lorenz Pauli – wieder einmal einzigartig-schön illustriert von Kathrin Schärer – sowie Graugrau und Fünkchen, nach einem alten finnischen Lied, das Ulf Stark hier als Geschichte erzählt, illustriert von Linda Bondestam. Diese beiden Bücher für Kinder zwischen vier und fünf Jahren sind so gehaltvoll und dennoch so leicht, dass sie auch den erwachsenen Vorlesern große Freude bereiten. Beide wären gute Anwärter auf das Lieblingsbuch der ganzen Familie.

Potential dazu haben zweifellos auch unsere beiden anderen außergewöhnlichen Bilderbücher. Während sich Der Troll und die wilden Piraten von Julia Donaldson – ebenfalls ausgezeichnet mit dem Kinderbuch-Couch-STAR* – an einem alten Märchen orientiert, das sie auf ihre ganz charmant-witzige Art neu erzählt, beantwortet Eule oder Uhu? von Emma Strack und Guillaume Plantevin auch so manchem erwachsenen Vor-Leser, ein paar Fragen über Dinge und Tiere, die ähnlich, aber eben doch nicht gleich sind. Ein witziges Buch, das immer wieder neugierig macht.

Vier Kinderbuch-Couch-Stars haben wir also in dieser neuen Ausgabe, die aber noch randvoll mit anderen tollen Kinderbüchern ist! Ein Jahr im Wald, ein Wimmelbuch, zeigt eine immer gleiche Lichtung im Wald im Wandel der Jahreszeit. Da lohnt es sich, genauer hinzusehen, was Förster, Bär oder Spinne so das Jahr über treiben. Und nicht zu vergessen: Krasshüpfer für Jungs ab 11 Jahren, mit einer unerwartet berührenden Geschichte, die noch lange nachhallt.

Ach, und für die ganz, ganz neugierigen Jungs und Mädchen (auch für die großen) gibt es 40 Tiere, das uns zeigt, wie ein Tier so unter Fell, Feder oder Schuppe aussieht – und wie ähnlich sich die verschiedenen Arten dann doch sind. Da gibt es viel zu entdecken und zu vergleichen.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen und Entdecken unseres Specials „In meinen Koffer packe ich ...“ und unserer 25 Buchvorstellungen dieser Ausgabe!

Stefanie Eckmann-Schmechta und das Team der Kinderbuch-Couch

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