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Buchcover: Meike Haberstock: Paula und Pelle - Der beste Hund der Welt

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Paula und Pelle - Der beste Hund der Welt von Meike Haberstock

erschienen bei arsEdition

geeignet für Kinder im Alter ab 6 Jahren

in mein Bücherregal

Paulas Hund heißt Pelle und die beiden sind unzertrennlich. Als Paula auf einem Plakat liest, dass noch Teilnehmer gesucht werden für den Wettbewerb „Der beste Hund der Welt“, meldet sie ihren Pelle wie selbstverständlich an – weil er für sie natürlich selbstverständlich der beste Hund der Welt ist. Im Verlauf des Wettbewerbs wird sie zunehmend unsicher, weil die anderen Kandidaten doch um einiges größer, schöner oder lustiger sind.

Vorweg: wer meint, Tiere sind kein Spielzeug und auch kein Menschenersatz, der wird das Buch nicht mögen. Der Hund Pelle ist hier nämlich beides: bester Freund von Paula, „die beiden gehören zusammen“, sie füttert ihn mit ihren Lieblingskeksen (Zucker, Fett, Salz – ohje, das arme Tier!) und schickt ihm Postkarten aus dem Einkaufszentrum, in das er Hunde müssen draußen bleiben nicht mit hineindurfte. Und er ist ihr Spiel-„Kamerad“, sie kämmt und verkleidet ihn und kuschelt mit ihm wie mit einem Stofftier.

Wen das nicht stört, der hat mit Paula und Pelle ein fröhliches und unterhaltsames Buch für Leseanfänger in der Hand. Oder besser gesagt: Leseanfängerinnen. Der Inhalt „Kind liebt Hund, Hund liebt Kind“ ist zwar genderübergreifend interessant, der lilarosa Einband und die bezopfte, buntgetupft gekleidete, herzige Paula machen doch klar, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Flüssig Buchstabieren sollte das Kind schon können, denn der Text und die Wortwahl sind nicht bewusst buchstabierfreundlich gestaltet, der Inhalt nicht ohne Mitdenken zu erfassen. Aber die Schrift ist groß, die Sätze kurz und die Bilder untermalen den Text passgenau. Die Kapitel sind nur wenige Seiten lang, die Überschriften jeweils im gleichen Stil gestaltet wie die Illustrationen; wer noch Konzentration hat, kann sie auch leicht „überlesen“ und weitermachen. Das Buch hat lustige Dialoge und macht auch beim Vorlesen Spaß; von der Länge her ist es ideal für die Phase zwischen Bilderbuchanschauen und ein richtiges Buch mit nur Buchstaben kapitelweise vorgelesen zu bekommen: es gibt was zu hören, aber gleichzeitig auch noch schön viel zu sehen.

Die Story ist folgende: Paula und Pelle sind zusammen, klar, unterwegs und sehen das Plakat für einen Wettbewerb: Wer ist der beste Hund der Welt? Pelle natürlich, findet Paula und deswegen meldet sie ihn an, erst mal sehr unbedarft und zuversichtlich; als sie dann nach und nach die Konkurrenz aufmarschieren sieht, wird sie unsicher: Brutus der größte Hund der Welt, der so groß ist, dass er nicht in die Garage passt. Pudeldame Coco, zuckerwattig fluffig frisiert und mit rosa lackierten Krallen. Oder Pinscher Ferdinand, der auch im Zirkus auftreten könnte und unter anderem spektakulär Bauch-Bellen kann. Um mitzuhalten, versucht Paula ihren Pelle größer zu machen – mit Highheels an den Füßen; schöner – mit Spängchen und gekämmtem Strinzotteln; und lustiger – mit roter Nase und Partyhut. Als er auf die Bühne kommt lacht sich das Publikum schier kaputt. Pelle fällt vor Schreck vom Skateboard, auf das Paula ihn auch noch platziert hat, damit er als akrobatisch gilt. Und fällt runter, die ganze Verkleidung fliegt durcheinander, Paula weint. Als Pelle das sieht geht er zu ihr und schleckt sie ab, wie treue Hunde das so machen. Paula bereut alles und macht ihm auf offener Bühne einen Liebeserklärung: „Danke Pelle, egal was ich für einen Blödsinn mache, du bist mir nie böse. Du tröstest mich, du bringst mich zum Lachen, du bist bei mir. Und das, das ist wirklich toll. Für mich bist DU der beste Hund der Welt. GENAU SO, wie du bist. Nur den ersten Preis, den gewinnst du wohl nicht mehr. Entschuldige bitte.“ Aber, welch Wunder: bei dieser rührenden Botschaft kann auch das Publikum und die Jury nicht anders, als Pelle gewinnen zu lassen und zum besten Hund der Welt zu küren.

Fazit

Unterhaltsam, diese Geschichte von Paula und ihrem Hund Pelle, den sie über alles liebt und er sie auch; allerdings liebt er Vanillekekse noch ein bisschen mehr. Band zwei gibt es bereits und beide sind gut geeignet für Leseanfängerinnen, die flüssig buchstabieren können und dabei auch schon mitdenken, aber für die es noch nicht zu viel Text sein darf. Die vielen fröhlichen bunten Bilder untermalen den Text perfekt – und machen aus Paula und Pelle Bücher, die sich Kinder in der Phase zwischen Bilderbuch und richtigem Gute-Nacht-Roman auch gerne vorlesen lassen.

Sigrid Tinz

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