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Buchcover: Satomi Ichikawa: Wo Pingu hingehört

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Wo Pingu hingehört von Satomi Ichikawa

erschienen bei Moritz

geeignet für Kinder im Alter ab 3 Jahren

in mein Bücherregal

Da steht er nun, der Stoffpinguin Pingu, mitten im Zoo und ist allein. Denn er ist von zu Hause weggelaufen. Aber die anderen Pinguine können schwimmen, mögen die Kälte und essen Fisch – ganz anders als Pingu. Von Gefühlen wie Verlassenheit und Einsamkeit, aber auch davon, wie wichtig es ist, seinen Platz im Leben zu finden erzählt „;Wo Pingu hingehört“ der Japanerin Satomi Ichikawa. Das nachdenklich-poetische Bilderbuch mit wunderschön gezeichneten Aquarellbildern und kurzen, kindgerechten Texten macht Lust auf das gemeinsame Betrachten und Lesen …

Wenn ein kleiner Stoffpinguin zum ersten Mal in einer dunklen Nacht allein hinter dem Wohnzimmersessel vergessen wird, dann macht ihn das traurig. Um so mehr, weil jetzt statt ihm andere Kuscheltiere an der Seite seines Freundes Danny im Bett liegen. Denn Danny hatte heute Geburtstag und hat viele Geschenke bekommen. „;Bestimmt hat Danny mich nicht mehr lieb. Ich bin traurig.“ Kein Wunder, dass Pingu von zu Hause wegläuft. Sein Ziel: Er will irgendwo dazugehören. Aber das ist gar nicht so einfach. Denn die Pinguine im Zoo sind anders als Pingu: Sie können schwimmen, mögen die Kälte und essen Fisch. Nachdem seine Artgenossen herausgefunden haben, dass Pingu da nicht mithalten kann, lassen sie ihn einfach alleine stehen und schwimmen davon. Zu ihnen gehört Pingu also auch nicht. Wie gut, dass Pingu und Danny sich schließlich im Zoo wieder finden. Und als Pingu an diesem Abend wieder an Dannys Seite im Bett liegt und der ihn fest in die Arme nimmt, weiß er endlich, wo sein Platz ist.

Verlassenheit und Einsamkeit -Themen die das bewegende Bilderbuch „;Wo Pingu hingehört“ auch schon für jüngere Kinder anschaulich und begreiflich macht. Mit einer einfachen Geschichte, in einer klaren Sprache und in kurzen Sätzen erzählt das Bilderbuch davon, wie wichtig es ist, im Leben seinen Platz zu finden und irgendwo hinzugehören. Deshalb ist dieses Buch der leisen Töne keine ganz einfache Kost und sollte nach dem Lesen von Eltern und Kindern besprochen werden – gerade mit jüngeren Kindern. Sein Plus: Die außergewöhnlich schönen und künstlerischen Bilder machen das Buch für Kinder wie Erwachsene interessant und werden nie langweilig. Ein nachdenkliches Buch mit einem versöhnlichen Schluss, das Gefühle thematisiert, wie sie alle Kinder kennen und lernen müssen, mit ihnen umzugehen. Dazu bietet das Buch eine gute Hilfestellung.

Die in Gifu geborene Japanerin Satomi Ichikawa kam in den Siebzigerjahren aus Japan nach Paris, wo sie heute lebt. Sie besuchte nie eine Kunstschule und begann, ohne je Unterricht bekommen zu haben, mit dem Zeichnen. In ihren wunderschönen Aquarellbildern lässt Satomi Ichikawa die Grenze zwischen Phantasie und Wirklichkeit verschwimmen: Pingus magische Welt wird mit jedem Pinselstrich lebendig, seine Gefühle werden in den Zeichnungen liebevoll reflektiert. Die großflächigen Illustrationen unterstützen den kurzen, verständlichen und kindgerechten Text auf ideale Weise : Egal ob Danny mit seinem Stoffpinguin spielt und diesen über seinen Rücken rutschen lässt oder der kleine Pingu neben einer großen leeren Parkbank noch einsamer wirkt – die verzauberte Bilderwelt macht Spass und lädt zum gemeinsamen Betrachten ein.

Fazit:

Lebendig-warme Aquarellzeichnungen und die kindgerechte Darstellung von Themen wie Einsamkeit, Verlassenheit und Zugehörigkeit machen dieses Bilderbuch zu einem wertvollen Begleiter für Eltern und Kinder. Eine einfache Geschichte, die klare Sprache und kurze Texte sowie die gefühlvollen Zeichnungen der Hauptfigur Pingu machen dieses nachdenkliche Bilderbuch zu einem wertvollen Begleiter für kleine Leseratten und deren Eltern.

Martina Muschelknautz


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