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Buchcover: Jason Rohan: Kuromori - Band 1: Das Schwert des Schicksals

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Das Schwert des Schicksals von Jason Rohan: Kuromori - Band 1

erschienen bei Ravensburger

geeignet für Kinder im Alter ab 10 Jahren

in mein Bücherregal

Kenny hat Sommerferien und fliegt zu seinem Vater, der Professor in Tokio ist. Kaum gelandet, wird er von finsteren Leuten verhaftet – und auf dem Weg ins Gefängnis gleich wieder von anderen finsteren Leuten entführt. Wegen einer alten Prophezeiung, so heißt es, in der er, Kenny, eine entscheidende Rolle spielen soll. Action und Spionage, japanische Sagenwelt und Zeitgeschichte mischen sich und Kennys Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Kenny fliegt in den Sommerferien nach Tokio, zu seinem Vater, einem Professor an der dortigen Uni. Kenny sieht seinen Vater selten. Seit vor Jahren Kennys Mutter starb, vergräbt sich der Vater in Arbeit und parkt den Jungen in Internaten. Kurz vor der Landung in Tokio übergibt die Stewardess Kenny einen merkwürdigen Brief und eine Pfeife, hinterlegt von seinem Großvater, der ebenfalls ein berühmter Forscher war und immer für eine Seltsamkeit und einen Scherz gut ist. Kenny denkt sich deshalb nicht viel dabei, außerdem versteht er nicht besonders viel an diesem hochgeheimen und rätselhaften Schreiben. Merkwürdig nur, dass ein fettes Hundewesen in seinem Rucksack auftaucht, als er die Pfeife ausprobiert. Und dass nur er diesen fetten Hund sehen kann und niemand anders sonst.

Zeit sich zu wundern, bleibt ihm nicht. Kaum gelandet, wird er verhaftet – von finsteren Männern, die von einem drachenartigen Riesendämon begleitet werden. Auch dieses Vieh scheint außer Kenny keiner zu sehen. Auf dem Weg ins Gefängnis wird er nach einer rasanten Verfolgungsjagd von wiederum anderen finsteren Leuten entführt. Die stellen sich aber als die Guten heraus, Vater und Tochter, die ihn Kuro-Mori nennen und ihm von einer uralten Prophezeiung berichten. Nach dieser Prophezeiung wird dereinst ein Junge mit dem Himmelsschwert der Götter gegen einen übermächtigen Drachen kämpfen. Und dieser Junge ist Kenny – weswegen er auch all die Wesen sehen kann.

Der Drache wird ein Erdbeben heraufbeschwören, dass die Welt wie Atombomben in Schutt und Asche legt, wenn ihn das Himmelschwert nicht aufhält. Das Schwert allerdings muss erst noch gefunden werden. Und um es zu finden, braucht Kenny Kampftechniken und alte japanische magische Fähigkeiten. Die muss er noch lernen. Eine Woche Zeit bleibt ihm insgesamt.

Besser gesagt: eine Woche Zeit bleibt ihnen, Kenny und Kiyomi. Die Tochter des Anführers der „Guten“, in seinem Alter und viel, viel versierter in allen Actiontechniken und magischen Künsten – aber eben nicht die Auserwählte. Die beiden müssen sich also zusammen tun und das tun sie sehr, sehr gerne. Sie sind schnell ein Team, wenn auch nicht ohne Reibereien und Meinungsverschiedenheiten, aber das macht es interessanter und authentischer als wenn die beiden das reine Dreamteam wären. Aber sie mögen sich und fangen an, sich ineinander zu verlieben.

Mit diesen beiden Hauptfiguren wird das Buch genderneutral, oder: für Mädchen und Jungen ein interessante Lektüre. Vor allem, weil es wirklich genderneutral ist, oder: ausbalanciert. Klar, Kiyomi ist ein Mädchen, Kenny ein Junge, aber beide sind ohne überzogene Klischees oder überzogene Anti-Klischees dargestellt; beide sind völlig sie selbst, mit guten und schlechten und typischen und ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Eigenschaften.

Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite und hat immer noch einen Überraschung und Wendung parat. In einem großen Showdown geht alles knapp, aber gut aus. Rund ist die Story auch in anderer Hinsicht: Vater und Sohn reden zum ersten Mal seit Jahren wirklich miteinander. Und einen Kuss gibt es auch.

Aber Teil 2 ist schon erschienen und der legt noch eine Schippe drauf: Dieses Mal wollen die Bösen mit ihren Monstern den Menschen das Licht stehlen. Und Kiyomi verwandelt sich langsam ebenfalls in ein Monster; weil ihr einmal eines das Leben gerettet hat und das der Preis dafür ist. 

Klingt, als gäbe es mindestens ebenso viel Action, Spannung und Emotionen wie in Band 1.

Fazit:

Action, Action, Action und das mitten im modernen Tokio und tief in der Sagen- und Götterwelt Japans. Verschwörungstheorien und Weltverschwörung, wie bei James Bond, aber hier geht es nicht mit Hightech-Waffen gegen die Bösewichter , sondern mit magischen, mentalen und mystischen Fähigkeiten gegen einen Drachen, der die Welt in Schutt und Asche legen will. Und es sind zwei Kinder, die das verhindern müssen, wollen und werden.

Sigrid Tinz

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