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Buchcover: Christine Jüngling: Indianerkind Kleiner Adler

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Indianerkind Kleiner Adler von Christine Jüngling

erschienen bei Albarello

geeignet für Kinder im Alter ab 4 Jahren

in mein Bücherregal

Das Kinderbuch „Indianerkind Kleiner Adler“ ist ein sehr schönes, farbenfrohes Werk, das zum Lesen einlädt und bei dem alleine schon das Thema (Indianer) neugierig macht auf eine Welt mit starken, furchtlosen und mutigen Kriegern.

Indianerkind Kleiner Adler und sein Freund Schnelles Pferd bewundern die spannenden Sachen, die Starker Büffel, ein Junge aus dem gleichen Dorf, mit seiner Bande so macht. Ständig scheinen sie Spaß zu haben. Kleiner Adler und Schnelles Pferd wären auch so gerne mal dabei. Schließlich fassen sie sich ein Herz und überwinden sich, Starker Büffel zu fragen, ob sie auch in seine Bande kommen dürfen. Doch so einfach geht das nicht, denn Starker Büffel verlangt drei schwierige Mutproben, die er den beiden Freunden am nächsten Tag stellen wird. Den ganzen Tag grübeln Kleiner Adler und Schnelles Pferd, was sich Starker Büffel wohl für sie ausdenkt und ob sie es schaffen, ihren Mut unter Beweis zu stellen.

Die erste Mutprobe am nächsten Tag besteht darin, sich eine große Spinne über den Arm laufen zu lassen. Trotz mulmigem Gefühl aber sicherer Gewissheit, dass die Spinne nicht gefährlich ist, lassen sie sich die Spinne über den Arm krabbeln. Beide haben die erste Probe bestanden! Die zweite Prüfung besteht darin, auf einen hohen Baum zu klettern und Federn herunterzuholen. So hoch waren Kleiner Adler und Schnelles Pferd noch nie geklettert, aber der Baum hat sehr starke Äste und so bestehen die beiden auch diese Prüfung.

Am Nachmittag soll die letzte und schwiergste Mutprobe am kleinen Fluss stattfinden. Kleiner Adler ist sehr beunruhigt, zu gern würde er seine Mutter um Rat fragen, doch aus Angst, sie könnte ihm verbieten zum Fluss zu gehen, holt er sich Rat beim Medizinmann. Der weise Mann rät ihm auf seine innere Stimme zu hören und um diese besser erkennen zu können gibt er dem Jungen ein Ledersäckchen mit. Dies soll er vor der Mutprobe an sich drücken und dann hören, was sein Herz ihm sagt.

Später am Fluss verlangt Starker Büffel, dass die beiden die Strömung auf einem schmalen Baumstamm überqueren. Kleiner Adler hält sein Säckchen fest in der Hand, sein Herz sagt ihm, dass es viel zu gefährlich ist. Und so entscheidet er sich gegen diese letzte Mutprobe. Seinen Freund Schnelles Pferd, der auf die wiederholten Aufforderungen Starker Büffels gerade eingehen will, kann er noch davon überzeugen, dass diese Situation viel zu gefährlich sei. Stolzen Hauptes will Starker Büffel den anderen beweisen, dass er es schafft und mutig genug ist, diese Aufgabe zu erfüllen und fällt in den Fluss. Kleiner Adler und Schnelles Pferd retten ihn und können so ihren Mut doch noch beweisen.

Zum Schluss entscheiden die neuen Freunde, dass echte Freunde sich in Zukunft ihren Mut nicht mehr zu beweisen brauchen.

Die Themen Mut und Gefahr werden in dem Kinderbuch „Indianerkind Kleiner Adler“ sehr schön übermittelt. Gerade die Indianer stehen oft als furchtlose Krieger da, die vor nichts Angst haben. Die Redewendung „Indianer kennen keinen Schmerz“ hört man in diesem Zusammenhang oft. Aus diesem Grund sind diese Charaktere ideal für dieses Thema ausgewählt worden.

In dem Bilderbuch wird Kindern auf sehr schöne und kindgerechte Art verdeutlicht, dass Mut auch bedeutet, sich selbst treu zu bleiben. Besonders gelungen ist dem Autor daher das „Happy End“, denn hier wird nochmals gezeigt, dass man mit dem Mut zum „Nein- Sagen“ letztendlich seinen Mut beweisen kann.

Die indianischen Namen, die in der Erzählung immer wieder genannt werden verleihen dem Buch einen hohen Erinnerungswert und sorgen dafür, dass Kinder einen schnellen Zugang zur Geschichte finden. Auch der Lederbeutel, der auf dem Cover des Buches befestigt ist, ermöglicht eine große Identifikation mit der Geschichte, denn es ist schließlich der gleiche Beutel, den Kleiner Adler von dem Medizinmann als Hilfe erhalten hat.

Der Text in dem Kinderbuch spricht den kleinen Leser direkt an, da er sehr leicht verständlich ist und viel wörtliche Rede enthält. Auch zum späteren Selberlesen ist das Kinderbuch gut geeignet, da wir einfache Druckschrift und einen relativ großen Zeilenabstand vorfinden.

Auf jeder Seite finden wir relativ große Bilder, die das Handlungsgeschehen wiedergeben und die Geschichte auch ohne Text verständlich machen. Die Bilder des Buches sind Zeichnungen, die sehr ins Detail gehen und sehr schön die Mimik der Darsteller zeigen. Warme Farben sorgen zudem dafür, dass das Betrachten zum Vergnügen wird.

Fazit:

Ein spannendes Buch mit einem tollen „Happy End“, das hoffentlich vielen Kindern Mut machen wird, auf die eigene innere Stimme zu hören.

Katja Wegner

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