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Buchcover: Mira Lobe: Insu-Pu. Die Insel der verlorenen Kinder

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Insu-Pu. Die Insel der verlorenen Kinder von Mira Lobe

erschienen bei Jungbrunnen

geeignet für Kinder im Alter ab 10 Jahren

in mein Bücherregal

In Urbien herrscht Krieg. Deshalb bekommen viele urbische Kinder die Möglichkeit, nach Terranien, einem vom Krieg nicht betroffenen Land, in Sicherheit gebracht zu werden. Doch während der Überschiffung läuft ein Passagierschiff auf eine Mine und sinkt. Schnellstens werden die Kinder des sinkenden Schiffes auf Rettungsboote verteilt. Doch in der entstehenden Hektik bemerkt die Besatzung des Schiffes nicht, dass sich ein Rettungsboot losreisst und mit elf Kindern abtreibt …

Was wie ein Albtraum für die Schiffbrüchigen beginnt, wird zu einem Abenteuer für die Darsteller des Buches und die Leser. Mira Lobe spinnt eine fesselnde Geschichte um die Organisation eines „Kinderstaates“, der sich aus den elf Schiffbrüchigen neu gründet und verdeutlicht den Lesern, wie wichtig die Rolle jedes einzelnen ist.

Nach einiger Zeit strandet das Boot mit den „verlorenen Kindern“ am Ufer einer unbewohnten Insel. Nun ist es an den Kindern, sich zu organisieren. Denn wer weiß schon, wann und ob sie gerettet werden?! Schnell ist ein „Anführer“ gefunden: Oliver ist nicht nur das älteste Kind, er ist auch Pfadfinder und kann den anderen Kindern so manches beibringen. Auch für Sepp, mit seinem handwerklichen Talent, ist schnell klar, dass seine Aufgabe der Bau der Hütte und der Möbelstücke ist. Diana, das Zirkuskind, ist geradezu prädestiniert dafür, auf Bäume und Palmen zu klettern, um Früchte zu ernten. Lina und Katrin übernehmen die Versorgung des „Kinderstaates“ und selbst die unscheinbare Baroness Claudia, die von sich selbst behauptet, sie sei zu nichts nütze, entpuppt sich als sehr geschickt und einfallsreich.

Nach und nach wachsen die Kinder zu einem gut funktionierenden System zusammen, sorgen füreinander und merken, dass sie gemeinsam viel mehr erreichen können, als alleine. Aus der Not, auf einer einsamen Insel gestrandet zu sein, entwickeln die Schiffbrüchigen eine Tugend, gewöhnen sich langsam an die Umstände und versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen. So wird aus der namenlosen Insel die „Insula puerorum“, die Insel der Kinder, kurz: Insu- Pu.

Während sich der Kinderstaat organisiert, glaubt in Terranien kaum noch jemand daran, dass die elf Kinder überlebt haben könnten. Nur Michael, der Enkel des Präsidenten, will die Hoffnung nicht aufgeben und setzt alles daran, die Schiffbrüchigen zu finden. Und dann erfährt er von einem Flugzeugabsturz über einer kleinen Insel. Ob es ihm mit Hilfe des überlebenden Piloten gelingt, die Erwachsenen davon zu überzeugen, dass die Kinder überlebt haben?!

Mira Lobe spinnt eine fesselnde Geschichte, die man kaum wieder aus der Hand legen möchte. Originell und überzeugend gelingt es der Autorin, uns in das Entstehen des „Kinderstaates“ emotional zu involvieren. Besonders gelungen sind die Darstellungen der Charaktere. Junge Leser werden sich schnell mit einem der Kinder identifizieren können,da die Persönlichkeiten sehr vielfältig sind. Für jeden Leser bietet dieses Kinderbuch eine Rolle, in die er schlüpfen kann: Sei es die verwöhnte Baroness, der anfangs gar nichts zugetraut wird, oder der fleissige Arbeitersohn, der mühelos Betten und stühle für alle Kinder anfertigen kann, oder das sportliche Zirkuskind, dem es gelingt, sich das Affenvolk der Insel zum Freund zu machen, sowie der vernünftige Pfadfinder, der es schafft, die Kinder zu einer Gruppe zu formen.

Der unvergesslichen Mira Lobe gelingt es, jedem Kind seinen eigenen Platz in der Geschichte zu geben und dessen Besonderheiten herauszustellen. Schnell merken nicht nur die Kinder auf Insu- Pu, sondern auch die, die das Buch in Händen halten, dass jeder etwas Besonderes ist und seinen Teil zur Gesellschaft beitragen kann und muss. Dass die Gemeinschaft für jeden wichtig ist, merken die Inselbewohner erst, als Karl- Conrad, ein eingebildeter Professorensohn, beschliesst, sich alleine durchzuschlagen und dabei sein Leben riskiert.

Die erfolgreiche Autorin beweist mit diesem Buch, dass ihre bildhafte Sprache, die sich nahe am Kind bewegt, sowie der ständige Wechsel zwischen Dialog und Erzählung einen guten Erzählfluss entstehen lassen. So ist eine enge Bindung des Lesers an das Geschehen garantiert. Die Darstellungen der Protagonisten und Landschaften sind sehr lebendig und lassen den Leser erahnen, welche Bilder der Autorin vorschwebten.

Mira Lobe schrieb die Erstfassung dieses Buches 1951 und wollte damit an die Kinderverschickungen des zweiten Weltkrieges anlehnen. Sie verknüpfte die damaligen Kinderverschickungen mit der 57-tägigen Bombardierung Londons durch Deutschland im Jahr 1941. Die ursprüngliche Fassung von „Insu-Pu“, die nach dem Ende des zweiten Weltkriegs in Israel erschien, trugen alle Kinder englische Namen und sie wurden nicht nach Terranien, sondern nach Amerika gebracht. Als Mira Lobe die deutsche Fassung von „Insu- Pu“ vorbereitete, gefielen ihr die Verbindungen zu den historischen Tatsachen nicht mehr. Das eigentliche Ziel, was die Autorin mit diesem Werk erreichen wollte, war, zum Ausdruck zu bringen, dass es Kindern, unabhängig von Herkunft, Zeit, Alter oder gesellschaftlichem Status, gelingen kann, ein gemeinschaftliches Leben aufzubauen. Auch auf einer weltvergessenen Insel. Und auch in der nun vorliegenden, von der Tochter der Autorin überarbeitete Fassung, die in diesem Jahr erstmalig so aufgelegt wurde, erreicht diese Botschaft wohl all ihre Leser.

Fazit:

Eindrucksvoll und fesselnd schildert Mira Lobe das Leben der gestrandeten Kinder auf der Insel. Besonders gelungen sind dabei nicht nur die einzelnen Charaktere, sondern vor allem auch der geschilderte Zusammenhalt und die Neuorganisation der Insulaner.

„Insu- Pu“ ist ein Kinderbuch, das durch Spannung, Ideenreichtum und Sympathie junge Leser erobern wird. Die Autorin versteht es, in eine spannende Geschichte die tiefergehende Botschaft zu integrieren, dass jeder von uns etwas Besonderes ist und über Fähigkeiten verfügt, die vielleicht erst noch entdeckt werden müssen.

Die Erzählweise der Autorin, gepaart mit den gewählten Figuren sind ein Garant dafür, dass dieses Kinderbuch immer wieder gern aus dem Regal gehoilt werden wird.

Simone Brinkschulte 


Meinungen zu diesem Buch

[Leser-Kommentare überspringen]

Lisa meint:
Ich habe dieses Buch während meiner Hauptschulzeit unzählige Male gelesen. Immer und immer wieder, weil es mich derart fasziniert hat. Das ist damals wie heute nur wenigen Büchern gelungen. Inzwischen bin ich erwachsen und denke immer noch gerne an Insu Pu zurück. Unbedingt lesen!
kahlanamnell meint:
als kind habe ich das buch gelesen und habe dann geweint, weil ich nicht auf Insu-Pu sein konnte, ich schluchzte immer wieder "ich will nach Insu-Pu", jetzt weiß ich warum, weil ich dorhin wollte, wo meine Begabungen ernst genommen werden, was daheim nicht der fall war.
Heli seli meint:
ich habe das bucgh einmal gelesen und finde sehr sehr gut es ist als würde es wirklich passieren!!!!
Mira lobe ist toll!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Florian Höfinger meint:
insu-pu Fan1
Ich habe das Buch jetzt einmal gelesen meine Bewertung ist 1-.
Das Buch ist echt cool.
Wer dieses Buch nicht liest verpasst was. Ich sage es allen meinen Freunden das sie Insu-pu lesen sollen.
jhojho_ meint:
also ich kann das buch wirklich nur witerempfehlen. ich musste es gerade in der schule lesen und obwohl ich sonst lesen über alles hasse, hatte ich spaß, dieses buch zu lesen. es ist total lustig und ich finde es auch super, das ich mir wirklich ALLES bildhaft forstellen konnte. nur der schluss ist wirklich ein bisschen langweilig...ansonsen ist alles perfekt!! xD
susiiiii meint:
Ich habe das Buch schon einmal gelesen und mir hat es sehr gut gefallen... Zwar bin ich kein großer Fan von Abenteuerbüchern dennoch hat die Autorin, Mira Lobe es so geschriben das auch ich mich damit anfreunden konnte.
Das Fantasiebuch hat einen realen Hintergrud, was mich beim Lesen sehr fasziniert hat.
Meine Benotung für das Buch: 2+!!!
Was mir auch noch aufgefallen ist dass das Buch für jede Altersgruppe sowie für Mädchen und Buben geeignet ist!
bücherwurm meint:
ich habe dieses buch erstmals mit 8 gelesen , inzwischen bin ich 14 und finde die geschichte und alles was dahinter steckt einfach großartig.
mira lobe verbindet kindheitsträume mit dem realem.natürlich habe ich das buch weiterempfohlen und ich kenne keinen der die geschichte nicht toll findet !!!
Michaela meint:
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.
Ich finde man kann aus Insu-Pu viel lernen.
!!!!!!!!!!! Ich habe es schon vielen Freunden weiterempfolen.! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Insu-Pu Fan meint:
Ich muss eine Buchkritik hier drüber schreiben, und ich habe geschrieben und viel mitgeteilt, das das Buch SUPER ist.Es hat einen realen hintergrund, und trotzdem viel Fantasie.
Der Inhalt ist witzig.Die Geschichte ist mit viel Beschreibung geschmückt, aber der Schluss ist ein BISSCHEN langweilig.
Als ich den Buchrücken laß, hatte ich mir den anfang besser vorgestellt, als er eigentlich war.
Aber trotzdem war der anfang cool und die Katastrophe gut geschrieben.ICH EMPFEHLE DAS BUCH WEITER, weil alles (außer dem Schluss) schön, cool und gut war.Ich sage nur, ließ das Buch!!!!

Ich bin der gleiche wie unten, nur jetzt mit E-Mail
Nadine meint:
Dieses Buch ist wirklich fantastisch, ich habe es für mein buchreferat ausgesucht und einige meiner mitschüler wollten es nachher sofort ausborgen, ich liiiiiiiiebe dieses buch ... mir gefallen die ausgiebigen beschreibungen der gefühlen und auch der landschaft. aber leider sind auch sehr viele druckfehler in dem buch, das finde ich sehr schade... Aber sonst ist alles peeeerfekt!!!!!!!!!!!!!!!!
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