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Buchcover: Anushka Ravishankar: Eins, zwei drei!

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Eins, zwei drei! von Anushka Ravishankar

erschienen bei Hanser

geeignet für Kinder im Alter ab 3 Jahren

in mein Bücherregal

Man erkennt auf den ersten Blick, dass es sich bei „Eins, zwei, drei! um ein außergewöhnliches Bilderbuch handelt. Und hat man die erste Seite aufgeschlagen, so befindet man sich schon mitten im Reimen und Suchen und Zählen…

Es beginnt damit, dass eine müde Ameise auf den Baum krabbelt. Ihr folgen zwei flinke Echsen und drei freche Ratten. Als vier Kaninchen auf dem Baum verstecken spielen und fünf wilde Hunde folgen, wird es schon sehr voll auf den Ästen. Und so füllt sich der Baum immer weiter. Als sich schließlich auch noch zehn Elefanten dazugesellen muss man beinahe Angst haben, dass der Baum unter all en Tieren zusammenbricht. Aber nichts dergleichen wird passieren, denn “Bäume sind stark!";.

Reime und Zahlen zu kombinieren ist nicht neu. Es auf diese raffinierte Art und Weise zu tun schon.

Maßgeblich trägt die indische Malerin Durgai Bai mit ihrer ganz eigenen Bildsprache dazu bei, das Interesse an diesem Bilderbuch zu wecken. Ihre Tiere sind kleine Kunstwerke, die sich, zeichnerisch stark beeinflusst durch die Herkunft und Beruf (Wandmalerin) der Illustratorin, am Ende des Buches zu einem wunderschönen Muster aufreihen. Die gemusterten Umrisszeichnung zeigen Tiere mit auffällig große Augen, was sicher der indischen Mythologie (Augen = Spiegel der Seele) entsprungen ist und auf Kinder sehr ansprechend wirkt.

Die Reime, die sich in ihrer ganzen Lockerheit erst zeigen, wenn man das Buch etwas zügiger durchblättert, sind herrlich einfach. Gereimt wird nur auf jeder zweiten Seite, was den Kindern ausreichend Zeit lässt, die entsprechenden Tiere im Baum zu suchen. Schön auch die gewählten Farbtöne vor dem durchgehend weißen, klaren Hintergrund. Sie heben sich in ihrer Natürlichkeit angenehm von den üblichen Kinderbuchfarben ab. Die sehr große, klare Schrift und das große Format des Buches helfen dabei, hier Klarheit zu bewahren.

Eltern, die ihren Kindern etwas anspruchsvollere Bücher zutrauen, werden zu diesem Buch greifen. Und das nicht nur weil es die Kinderbildsprache einer anderen Kultur ist, sondern weil es auch schlau macht, die Tiere im Baum zu zählen und zu suchen. Die großen Zahlen prägen sich in ihrer Form gut ein. Schon die Kleinen lernen dadurch spielerisch wie z.B. „4-Finger“ als geschriebene Zahl aussehen. Damit ist es ein Buch für gleich mehrere Entwicklungsschritte im Land der Zahlen und Buchstaben.

Fazit:

Das etwas andere Buch zum Zählen lernen, mit außergewöhnlich schönen Tier- Illustrationen. Dabei überzeugt es ebenso durch Raffinesse wie auch durch sein klares Konzept.

Gabriele Jansen

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