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Buchcover: Peter H. Reynolds: Der Punkt

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Der Punkt von Peter H. Reynolds

erschienen bei Gerstenberg

geeignet für Kinder im Alter ab 4 Jahren

in mein Bücherregal

Ausgezeichnet mit dem Kinderbuch-Couch-Star*. Was ist eigentlich Kunst? Beinahe Jeder hat sich diese Frage schon einmal selbst gestellt oder von einem Kind gestellt bekommen, aber eine befriedigende Antwort zu finden ist schwer. Mit Hilfe eines einfachen Punkts zeigt uns ein kleines Mädchen, das alles viel einfacher ist als es aussieht.

Ina ist richtig schlecht gelaunt, weil sie im Kunstunterricht wieder nichts aufs Papier bekommen hat. Überzeugt davon, dass sie überhaupt nicht malen kann, donnert Sie für die Lehrerin einen Punkt auf das leere Blatt. Als sie aufgefordert wird, ihr „Werk“ zu signieren wundert sie sich ein wenig. Als sie aber in der folgenden Woche ihren Punkt säuberlich gerahmt über dem Tisch der Lehrerin hängen sieht, ist ihr kindlicher Ehrgeiz geweckt. Selbstverständlich kann sie einen viel besseren Punkt malen! Und so malt sie Punkt über Punkt. Entdeckt dabei, dass man Farben auch mischen kann und dass man einen Punkt malen kann indem man keinen Punkt malt. Schließlich werden ihre Bilder sogar ausgestellt und für ihre unglaubliche Vielfalt bewundert. Als ein kleiner Junge vor ihr steht, der meint, er könne noch nicht einmal einen geraden Strich ziehen, da weiß Ina ganz genau was zu tun ist.

Der Untertitel „Kunst kann jeder“ lässt bereits erkennen, worauf der Autor hinaus will: jeder kann auf seine eigene individuelle Art und Weise Künstler sein und mit ein wenig Übung wird er sich verbessern und seinen eigenen Stil entwickeln. Damit gelingt es Peter H. Reynolds auf eine witzige Art und Weise Kindern die erste Begegnung mit dem Zeichnen bzw. der Kunst allgemein schmackhaft zu machen.

Während man als Kleinkind selbstbewusst und Raum umfassend Krickelkrakel produziert, stehen Kinder im Schulalter bereits unter Druck und verlieren schnell die Lust, wenn sie nicht entsprechend gefördert werden. Reynolds animiert zum ungenierten „einfach mal loslegen“ und kann dazu beitragen die berühmte „Angst vor dem weißen Blatt“ zu überwinden.

Dass Reynolds ein echter Künstler ist, erkennt man an seinen Illustrationen, die mit wenig Details, beinahe Karikaturen ähnlich, überzeugen. Obwohl die Farben sparsam und nur zur Akzentuierung, meist in Kreisform, eingesetzt werden, wirkt das kleine Buch immer freundlich und farbenfroh. Auch sprachlich ist es kindgerecht frisch formuliert und trotz wichtiger Botschaft niemals bedeutungsschwer.

Dieses Buch ist herrlich anspruchslos und anspruchsvoll zugleich, da es hilft, das Interesse für Kunst zu wecken, auch wenn man selbst meint das Thema nicht vermitteln zu können. Die Lehrerin benötigt nur ein wenig Humor und Engagement abseits des normalen Lehrplans, um Ina zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen. Im übertragenen Sinne steht der Punkt für all die Dinge, die man aus Angst zu versagen, nicht anpackt. Ein Buch auch für Jedermann, der bisher Angst hatte klein zu beginnen, um seinem eigenen Stil Ausdruck zu verleihen.

„;Der Punkt“, erschienen im Gerstenberg Verlag, wurde bereits mehrfach aufgelegt, verfilmt und ist zu Recht in 14 Sprachen erschienen.

Fazit:

Dieses kleine starke Buch, klärt nicht allein Kinder über den allgemeinen Kunstbegriff auf, sondern appelliert an uns alle, der Kreativität mutig freien Lauf zulassen. Bestens geeignet für Eltern oder Lehrer, die Kindern mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit Neuem geben wollen.

Gabriele Jansen

 

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