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Buchcover: Ursel Scheffler: Kommissar Kugelblitz - Wer entführte Superbär?

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Kommissar Kugelblitz - Wer entführte Superbär? von Ursel Scheffler

erschienen bei arsEdition

geeignet für Kinder im Alter ab 4 Jahren

in mein Bücherregal

Kommissar Kugelblitz, der Kinderbuchheld, jetzt auch als Bilderbuch für die jungen Leser. Eine leichte „Krimikost“, dessen Schwierigkeitsgrad der jungen Leserschaft entsprechend angepasst ist. Mit Witz und Phantasie wird ein scheinbar aussichtslose Fall gelöst.

Jessi steht völlig aufgelöst vor Kugelblitz’s Haustüre. Sie braucht dringend seine Hilfe, denn Paul’s Superbär ist verschwunden. Ihr kleiner Bruder brüllt seit Stunden und lässt sich nicht mehr beruhigen. Ganz klar, dass hier nur einer helfen kann: Kommissar Kugelblitz. Zusammen mit Jessi und ihrem Hund Dracula besichtigt er erstmals Paul’s Kinderzimmer. Der erste Schritt eines professionellen Ermittlers ist natürlich eine Personenbeschreibung des Vermissten, ein Steckbrief. Jessi hängt sich noch schnell die Beweis-Sammeltasche um und los geht’s.

Auf dem Weg zum Spielplatz (hier wurde der Bär zuletzt neben Paul gesehen) wird bereits die erste Zeugin befragt. Julia ist die Erste, doch leider weiß sie nicht wo Superbär ist. Im Kletterhaus wird Oskar befragt, doch auch dieser weiß nichts über Superbär’s Aufenthaltsort. Kommissar Kugelblitz hingegen ist sehr aufmerksam, ihm entgeht keine Spur. Trotz Oskar’s Aussage: er wäre nur im Kletterhaus gewesen, stellt Kugelblitz jedoch fest, dass Oskar auch im Sand war, denn seine Gummistiefel sind sandig und die Abdrücke seiner Sohlen führen zum Sandkasten. Als dritte Zeugin wird Lotte befragt. Sie hat ebenfalls keine Ahnung. Als Kugelblitz und Jessi den Tatort besichtigen, saust Dracula auf einmal wie der Blitz ins Gebüsch. Und als er dann zurückkommt, hat er zur großen Überraschung aller den Superbären in der Schnauze. Obwohl die Spuren und Hinweise alle auf Oskar deuteten, war es überraschender Weise Hund Dracula. Fall gelöst, Teddy zurückgebracht und Belohnung bestellt: ein Eis.

Die Kinderbuchreihe Kommissar Kugelblitz feiert dieses Jahr 30-jähriges Jubiläum, der erste Band der beliebten Kinderbuchserie erschien 1982. Seitdem löste Kommissar Kugelblitz über 30 verschiedene Fälle. Nun ist für die jüngeren Leser dieses unterhaltsame Bilderbuch in der arsEdition erschienen. Kommissar Kugelblitz’s neuster Fall des verschwundenen Superbären ist in Inhalt und Textlänge der Altersgruppe der ab 4-jährigen angepasst. Das Verhältnis Text zu Illustration entspricht auf einer Doppelseite ca. 1:4, so dass der Anteil der Illustrationen gemäß eines Bilderbuches eindeutig überwiegen. Dadurch kann der Text in gut „verdaulichen“ Abschnitten vorgelesen werden, während die junge Zuhörerschaft auf den zahlreichen, großformatigen Illustrationen die Handlung verfolgen kann.

Der Text beinhaltet einfache Gedankengänge, die junge Leser problemlos nachvollziehen können. Gleichzeitig ist er prägnant und dennoch aussagekräftig verfasst, sodass eine rasche Auffassung durchaus gegeben ist.

Gleichzeitig werden die Leser aktiv miteinbezogen und animiert, die Fragen selbst zu lösen. Der Schwierigkeitsgrad der Fragen ist dabei dem Lesealter angepasst; sie können anhand der Illustrationen sehr gut gelöst werden. Wie häufig das Buch nach dem gelösten Fall noch einmal zur Hand genommen wird, ist wahrscheinlich von Kind zu Kind unterschiedlich. Manche verfolgen gerne immer wieder den Weg zur Lösung des Problems, während andere nach Auflösung des Rätsel sozusagen mit dem Fall „durch“ sind. Auf jeden Fall wird in dieser Geschichte ein schöner Spannungsbogen erzeugt, der die große Neugier der Kinder zu wecken weiß. Dadurch, dass das Bilderbuch die kleinen Detektive zum Miträtseln auffordert, wird zudem ihr Vorstellungsvermögen und ihre Kombinationsgabe herausgefordert.

Johann Brandstetter illustrierte die lebhaften Illustrationen um Kommissar Kugelblitz. In satten Farben werden der Kommissar, Jessi sowie die weiteren Beteiligten abgebildet. Geschickt wird auch die unmittelbare Umgebung miteinbezogen, sodass es den Anschein erweckt, die Geschichte finde in der Realität statt. Die zahlreichen kleinen Details machen das Gesamtbild rund und geben reichlich Anlass zum näheren Betrachten. Der liebevolle, herzige Ausdruck von Kommissar Kugelblitz und die agil wirkenden Bewegungen von Hund Dracula sind dabei ebenso erwähnenswert, wie die geschickte Verknüpfung von Alltagsgegenständen mit dem Verlauf der Geschichte.

Fazit:

Ursel Scheffler hat mit Kommissar Kugelblitz eine Figur zum Leben erweckt, die Kindern bereits seit 30 Jahren Spaß macht. Mit diesem flotten Bilderbuch gibt der berühmte Kommissar nun auch bei den Vorschulkindern seinen Einstand und wird sicherlich auch unter ihnen viele Freunde finden.

Eva Wimmer

 

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