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Buchcover: Matthias Sodtke: Ausgelacht!

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Ausgelacht! von Matthias Sodtke

erschienen bei Lappan

geeignet für Kinder im Alter ab 3 Jahren

in mein Bücherregal

Wer möchte schon gerne ausgelacht werden? Und dann auch noch vom besten Freund! Das ist verletzend und macht wütend und traurig zugleich. Aber es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn der Freund im Notfall dann doch zu einem steht…

Nulli und Priesemut spielen „Fang die Maus“, als sie von einem unbekannten Gast, Schorschi dem Schwein, überrascht werden.
Mit seiner stürmischen Art, mischt er die beiden Freunde kräftig auf. Abgesehen davon, dass er sich selbst zum Mitspielen einlädt, macht er sich mit seinem losen Mundwerk auch noch über Priesemut lustig und beleidigt ihn. Aber das ist noch lange nicht das Schlimmste. Viel Schlimmer ist, dass Nulli den komischen Kauz Schorschi lustig findet und kräftig mitlacht. So plötzlich zum Gespött geworden, zieht Priesemut sich wütend ins Haus zurück und verdrückt enttäuscht einige Tränen. Doch die Einmütigkeit von Nulli und Schorschi währt nicht lange, denn als Schorschi seinen besten Freund Priesemut als „saure Gurke“ bezeichnet, platzt Nulli dann doch der Kragen. „Der Priesemut ist keine Gurke, sondern mein allerbester Freund“, weist Nulli den unverschämten Schorschi in seine Schranken zurück. Priesemut erfährt, was wahre Freundschaft heißt und gemeinsam mit Nulli lesen sie Schorschi die Leviten.
Das kleine Schwein mit dem losen Mundwerk begreift zum ersten Mal, wie es ist, ausgelacht zu werden und weint ganz bitterlich – zur großen Verwunderung von Nulli und Priesemut, die ihm solche Gemütsregungen nicht zugetraut hätten.
Aber es wären nicht die uns schon aus vorangegangenen Bänden und aus der „Sendung mit der Maus“ bekannten Nulli und Priesemut, wenn sie nicht verzeihen könnten, insbesondere, wenn jemand auch noch schwächer ist als sie. Und so schließen sie Freundschaft mit Schorschi und haben noch viel zu lachen beim gemeinsamen Spiel.

Das handliche kleine Buch ist mittlerweile der 13. Band mit Nulli und Priesemut von ihrem Erfinder Matthias Sodtke. Die Illustrationen überzeugen durch ihre Schlichtheit und Ausdrucksstärke. Der Hase mit den langen Ohren und den schiefen Schneidezähnen, das tollpatschige Schweinchen mit den zwei verschieden farbigen löchrigen Socken und der Punkfrisur sowie der Frosch, der wirklich eine gewisse äußere Ähnlichkeit mit einer großen grünen Gurke aufweist, sind einem auf den ersten Blick sympathisch. Das Schweinchenrosa des Umschlags und der gewaltige Schweinchenpopo mit dem Kringelschwänzchen auf den ersten beiden Seiten bildet einen perfekten Rahmen für die Geschichte.

Fazit:

Ein „groß“artiges kleines Buch über Freundschaft, die auf die Probe gestellt wird, aber letztendlich Bestand hat. Dazu muss man verzeihen und über seinen eigenen Schatten springen können. Dem Autor ist dies mit Nulli und Priesmut überzeugend gelungen.
Nach den kleinen genialen Wortspiele wie „…so ein kleines Würstchen wie Dich muss man doch einfach lieb haben“ (mit entsprechender Illustration „Schwein – Würstchen“) oder wenn das Schwein feststellt, dass es ja noch einmal „Schwein“ gehabt hat, ist man überzeugt, dass dieses Buch nicht nur schön und ansprechend illustriert ist, sondern auch über einen geistreichen, witzigen und aussagekräftigen Text verfügt.

Marijke Lass

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