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Buchcover: Iris Schürmann-Mock: Wie Ellabella Elefant allein den Weg zu Oma fand

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Wie Ellabella Elefant allein den Weg zu Oma fand von Iris Schürmann-Mock

erschienen bei Kerle bei Herder

geeignet für Kinder im Alter ab 3 Jahren

Die kleine Ellabella fährt zum ersten Mal allein zur Oma. Mit dem Bus. Kein Problem, die Strecke kennt sie: eins, zwei, drei, vier Haltestellen und an der nächsten aussteigen und dann die paar Schritte zu Oma laufen. Aber an diesem Tag ist alles anders.

„Plötzlich knackt das Mikrofon,
rauscht und pfeift, ein lauter Ton:
“Aussteigen, heute endet hier
unsre Fahrt bei Station vier„,
ruft der Fahrer und hält an.
Türen auf, das war es dann.
Ellabella schaut hinaus.
Hier kennt sie sich gar nicht aus.“

Und zur Oma sind es jetzt auch viel mehr als nur „ein paar Schritte“.

Bevor sie sich Sorgen machen kann, sieht sie den Grund: ein Zirkus ist in der Stadt, die Straße ist gesperrt, weil alle Zirkusleute und -tiere gerade durch die Stadt ziehen und Werbung für sich machen. Ellabella vergisst ihr Problem und schaut und staunt und läuft eine Weile mit dem Zug mit, bis zum Festgelände. Da fällt ihr dann wieder ein, dass sie ja zu Oma wollte.

„Ganz allein, das ist nicht gut. Aber sie hat neuen Mut.“ Denn wenn sie es bis hierher geschafft hat, wird es auch weitergehen. Und sie läuft zuversichtlich los. Immer dem Rüssel nach. Ellabella ist nämlich als Elefantenkind angelegt.

Ihre Situation ist eine, in die Kinder immer mal wieder kommen können – und werden. Egal wie fürsorglich wir Eltern sie überall hinbringen und es zu vermeiden versuchen. Deshalb ist es auch gut, wenn ein Kind zumindest theoretisch darauf vorbereitet ist und die wichtigsten Verhaltensweisen in einem solchen Fall besprochen sind. Ganz spielerisch und durch die Blume, zum Beispiel mit diesem Buch. Denn die überaus niedliche Ella, ganz nach Kindchenschema, die bonbonbunte Kulisse der Geschichte, die fröhliche Lebendigkeit des Zirkuszuges, sind so zuversichtlich und freundlich, dass keine Ängste aufkommen. Ellabella hat Spaß und wird es schon schaffen.

Tut sie auch: Auf ihrem Weg vom Zirkusplatz trifft sie sehr viele andere Tiere, Leute, einer seltsamer und bunter als das andere. Skurril, aber nie bedrohlich und für uns Leser und Betrachter abwechslungsreiche Unterhaltung. Da ist das in Walle-Kleidern tanzende Krokodil, der Leopard, ein Känguru mit Trampolin, ein Kamel, ein Chamäleon und ein Walross, das schlecht gelaunt in einer Badewanne sitzt und Ellabella ziemlich anraunzt. Sie gibt eine freche Antwort zurück und läuft schnell weiter; kein bisschen verzagt von dieser Begegnung, sondern mit neuem Mut: wenn sie dem alten Griesgram gegenhalten kann, dann findet sie auch ihre Oma. Und genau so ist es:

„Kind, ich warte schon auf dich. Du bist da, wie freu ich mich.
Ellabella Elefant kommt begeistert angerannt,
Hör mal ruft sie noch im Garten, denn sie kann es kaum erwarten
Oma alles zu erzählen, von den Affen, den Kamelen und von dem Chamäleon.
Oma lacht: das weiß ich schon.
Denn der Zirkus Pittipatt ist zu Gast in unserer Stadt.
Komm, jetzt gibt es erst mal Kuchen und dann gehen wir ihn besuchen.“

Erzählt wird die Geschichte – das dürfte klar geworden sein – in Reimen. Sehr ausführlich, anschaulich, erzählerisch, wenig gedichtet. Dem entsprechend gut lassen sie sich vorlesen und aufsagen. Viele Kinder mögen das sehr.

Sigrid Tinz

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