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Buchcover: Mathias Jeschke: Der Wechstabenverbuchsler

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Der Wechstabenverbuchsler von Mathias Jeschke

erschienen bei Boje

geeignet für Kinder im Alter ab 4 Jahren

„Gaten Tug! Mein Name ist Mackerbenn“- so die ersten Sätze des neuen Buches des Autoren Mathias Jeschke, witzig in Szene gesetzt durch die Illustrationen von Karsten Teich. Das lässt schon mal erahnen, was auf den Leser und Zuhörer zukommt: Herrlich komische Wort-Verdrehungen. Allein das Cover lässt den Betrachter nicht so schnell los.

Herrn Beckermann zu verstehen, fällt nicht leicht- und auch das Vorlesen seiner verdrehten Wörter ist eine kleine Herausforderung. Herr Beckermann hatte dieses „Problem“ nicht immer, aber seit er eines Tages beim Einkaufen in die Drehtür eines Kaufhauses geraten ist, vertauscht er die Buchstaben. Das aufgeweckte Mädchen Nina hilft ihm und so tritt Herr Beckermann in das Leben von Nina und ihrer Mutter. Durch seine Buchstabenverwechsler steht seine Welt Kopf – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn beim Turnen auf dem Spielplatz finden sie eines Tages die Lösung. Sobald Herr Beckermann nämlich kopfüber hängt (oder steht) spricht er einwandfrei. Da gibt es nur ein Problem: So kann man sich schließlich nicht den ganzen Tag fortbewegen – und so haben Nina und ihre Mutter weiterhin Spaß mit Herrn Beckermann. Diese Wechstabenverbuchselei überträgt sich natürlich unweigerlich auf die beiden. Doch zum Glück können sie diese Verdrehungen immer wieder richtig stellen, und das, ohne einen Kopfstand machen zu müssen.

Nicht nur Nina und ihre Mutter werden von der Wechstabenverbuchselei angesteckt – auch als Vorleser oder Zuhörer kommt man gar nicht umhin, selbst damit anzufangen und merkt nach kürzester Zeit, was für einen Spaß man damit hat.

Mathias Jeschke zeigt uns einen lebendigen, spielerischen und vor allem humorvollen Umgang mit der deutschen Sprache. Kinder jeden Alters und auch einige (wenn nicht gar viele) Erwachsene lieben Sprachverdreher und lustige Versprecher. Gleichzeitig lernt man bei aller „Spielerei“ das bewusste Setzen von Buchstaben. Man lernt Versprecher zu produzieren, über die man dann noch herzlich lachen kann.

Einen Satz von Herrn Beckermann wie:„Ja, faumle ich balsch herum, reche ich sprichtig herum. Wie eine Mederflaus wenn die krechen spönnte“ ist wohl kaum zu toppen- herrlich!

Der Autor löst mit dieser „ Wechstabenverbuchselei“ schon mal einen riesigen Spaß aus, aber auch die tollen Illustrationen von Karsten Teich sind von besonderer Qualität. Für ihn ist ein gutes Kinderbuch, wie er sagt, wenn Kinder UND Erwachsene die Köpfe darüber zusammenstecken. Das ist ihm mit dem „Wechstabenverbuchsler“ zweifellos gelungen. Mit seiner „schrägen“ Bildsprache unterstützt er nicht nur die Geschichte, sondern hebt die Bilder mit ihrer Dynamik, Farbwahl und einer gehörigen Prise Humor hervor. Die drei Protagonisten fallen durch ihre überaus langen dürren Beine auf und so manche dargestellte Nase ist schon wahrer Hingucker. Mit gekonnter Linienführung erweckt er die Figuren zum Leben, so dass die Emotionen wunderbar abzulesen sind. Die variablen Illustrationsgrößen (mal ganzseitig, mal in kleiner Bilderreihe) gibt der Dynamik der Bilder nochmal einen weiteren „Kick“.

Ein kleiner versteckter Hinweis auf ein anderes Buch von Mathias Jeschke (Peter Pumm) lässt den Betrachter schmunzeln, denn auch dieser steht hier Kopf.

Fazit:

Kinder und Erwachsene kommen mit diesem Buch ganz auf ihre Kosten. Mathias Jeschke erzählt eine herrliche Geschichte über lustige Wortverdreher und Karsten Teich überzeugt wieder einmal mit seiner schrägen und witzigen Bildsprache.
Doch Vorsicht bei der ganzen „Wechstabenverbuchselei“: Es besteht wahrhaft Ansteckungsgefahr!

Sylke Wilmer-Gruchmann

 

Meinungen zu diesem Buch

[Leser-Kommentare überspringen]

Katrin Kölzig meint:
Dieses Buch ist vehr sergnüglich und findet bei meinen pleinen Katienten in der Sprachtherapie großen Anklang.Ich besitze dieses Zwerchfell anregende Werk seit zwei Tagen und inzwischen geht mir der Wechstabenverbuchsler ganz leicht von der Zunge. Mein Lieblingssatz lautet: "Wir waren seine Flamme". Was bei den süßen Schnimtzecken ja wirklich kein Wunder ist. Mein Premierezuhörer blätterte die letzte Seite hin und her und meinte:"Was, schon zu Ende?" Diesem Kommentar kann ich mich nur anschließen.

Wör michten mahr devon.

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