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Buchcover: Klaus John: Wie es kam, dass Tiger und Hase ein neues Zuhause fanden

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Wie es kam, dass Tiger und Hase ein neues Zuhause fanden von Klaus John

erschienen bei Fischer Schatzinsel

geeignet für Kinder im Alter ab 3 Jahren

Kurz vor Heiligabend treffen sich auf einer Mülldeponie zwei kleine verzweifelte Stofftiere, Tiger und Hase. Beide sind von ihren Besitzern einfach weggeworfen worden. Gemeinsam machen sie sich auf die abenteuerliche Suche nach einem neuen Zuhause. Wird es ihnen gelingen, doch noch ein glückliches Weihnachtsfest zu erleben?

Zitternd vor Angst und Kälte sitzt der kleine Stoffhund Tiger inmitten einer Müllkippe. Eben noch hatte er ein gemütliches Zuhause, in dem es wundervoll nach Plätzchen und Kakao duftete, freute sich auf Weihnachten, doch dann landet er im nächsten Moment im Müll, um Platz für neues Spielzeug zu machen. Tiger ist vollkommen verzweifelt! Zum Glück begegnet ihm Hase, ein verfilzter Stoffhase mit einem großen Loch im Kopf. Jetzt sind sie wenigstens nicht mehr allein. Als sie traurig nebeneinander sitzen und meinen, ihnen könne nur noch ein Wunder helfen, taucht aus der Dunkelheit plötzlich eine freundliche Eule auf. Diese warnt die beiden eindringlich vor den großen Gefahren, die auf der Müllkippe lauern und rät ihnen, sich schnell eine neue Bleibe zu suchen. Am besten, so die Eule, schleichen sie sich in ein großes Kaufhaus, dort würden die Menschen im Weihnachtsstress alles mögliche kaufen. Mit dem Mut der Verzweiflung machen sich Tiger und Hase auf den Weg und kommen schließlich sogar in der Spielzeugabteilung an. Doch weil sie pitschnass vom Regen sind und die ganze Auslage volltropfen, werden sie schnell entdeckt und gelangen gleich wieder in den Müllcontainer.

Spät am Abend entdeckt sie dort eine der Reinigungs-Frauen des Kaufhauses und nimmt sie mit nach Hause. Hier werden zu erst einmal gewaschen und geflickt. Am Ende schlafen Tiger und Hase erschöpft und erleichtert ein. Doch hier ist ihre Reise noch nicht zu Ende: Als sie aufwachen werden sie in einen großen Pappkarton zu vielen anderen Stofftieren gelegt. Dann beginnt eine lange, lange Autofahrt – auch die anderen Stofftiere wissen nicht wo es hingeht und was mit ihnen geschehen soll. Dann, in der Dunkelheit, hält der Wagen vor einem hell erleuchteten alten Haus.

Es ist der Heilige Abend, Glocken läuten und aus dem Haus sind viele Kinderstimmen zu hören. Ein Weihnachtsmann steckt alle Stofftiere in einen großen Sack und geht ins Haus, um alle Kindern mit einem der Kuscheltiere zu beschenken. Den Hasen bekommt das Mädchen Maria, Tiger wird ihrem kleinen Bruder in den Arm gelegt. Man kann nicht sagen, wer an diesem Weihnachtsfest glücklicher ist, die Kinder oder der kleine Stoffhund Tiger und sein Freund Hase.

Klaus John und Stephan Pricken erzählen mit „Wie es kam, dass Tiger und Hase ein neues Zuhause fanden“ eine kleine, aber durchaus gelungene Geschichte über ein weihnachtliches Thema, das immer geht: Zwei heimatlose, süsse Darsteller, suchen eine warme Zufluchtsstätte inmitten der unwirtlichen Winterwelt – und finden am Ende nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch jede Menge Zuneigung und Geborgenheit. „ Wie es kam, dass Tiger und Hase ein neues Zuhause fanden“ hat alles was ein „;richtiges“ Weihnachtsbuch braucht . Eine spannende und doch anrührende Geschichte inklusive Weihnachtswunder und glücklichem Ausgang sowie geschickt in die Handlung verwobene kleine Botschaften, was Weihnachten wirklich ausmacht. Das Weihnachtsbilderbuch von Klaus John und Stephan Pricken ist dennoch in seiner Umsetzung überaus eigenständig und stellt in seiner zeitlosen Erzählweise etwas Besonderes unter den vielen Weihnachtsbilderbüchern dar: Eine wunderschöneGeschichte über die wahre Bedeutung des Weihnachtsfestes.

Das, für die Kinder hierzulande so wichtige Thema Geschenke, wird hier sehr einfühlsam behandelt. Für Hase und Tiger spielen Geschenke gar keine Rolle, sie wünschen sich ein liebevolles Zuhause, Kakao- und Plätzchenduft; ein warmes und gemütliches Zuhause, wo man sich sicher und geborgen fühlt, mit Menschen, die dich liebhaben, auch wenn du nicht perfekt bist. Für die Kinder in der Geschichte bedeutet ihr einziges bescheidenes Geschenk das größte Glück. Das sollte uns allen zu denken geben.

Von der ersten Seite an schließt der kleine Leser die zauberhaften Hauptfiguren ins Herz und hofft, dass ihre Geschichte ein gutes Ende nimmt. Obwohl die kleinen Leser in erster Linie auf die aufregende Geschichte achten werden, so bemerken sie doch, wie traurig es ist ,wenn Menschen ,die alles im Überfluss haben, so oberflächlich werden, dass sie den Wert der Dinge nicht mehr erkennen können. So wäre fast im Müll gelandet, was Kinder, die es nicht so gut haben, unendlich glücklich macht. Auch erfahren wir mit ihnen ,dass es dennoch immer wieder Menschen gibt, die aufmerksam und hilfsbereit sind.

Das Buch ist in einer sehr schönen und sorgfältigen Sprache geschrieben. Die kurzen Sätze wirken lebendig und machen es auch den Kleinsten leicht, der Geschichte zu folgen. Die ausdrucksstaken Illustrationen begleiten und verstärken den Text. Stephan Pricken ist es wunderbar gelungen, Stimmungen, Charaktere und Gefühle darzustellen; ebenso wie die Gegensätze Kälte und Wärme, Verzweiflung und Glückseligkeit, Oberflächlichkeit und Mitleid . Auch finden sich zahlreiche lustige Details, die die Geschichte beleben und auflockern – und natürlich auf ein gutes Ende hoffen lassen!

Fazit:

Eine kleine Geschichte, die großen und kleinen Menschen viel zu sagen hat. Das zeitlose Bilderbuch ist etwas Besonderes unter den vielen Weihnachtsbilderbüchern und könnte ein Klassiker werden. Eine wunderschöne und sehr zu empfehlende Einstimmung auf das Weihnachtsfest !

Angela Martini

 

Meinungen zu diesem Buch

[Leser-Kommentare überspringen]

Elbandii meint:
Hallo , ich bin die schülerin von Herrn John .
Das Buch ist sehr spanend ,wir lesen es zurzeit mit der klasse.

Herr John ist ein super Lehrer* :) Ganz nett .
Ich enfehle das Buch Jeden.


Elbandi*
Rainer Rilke meint:
Es ist für mich das (!) Weihnachtsbuch für 3- bis 5-Jährige. Was an Problemen und Schwierigkeiten dort auftaucht und wie diese gelöst werden, versteht der Leser und fühlt sich "betroffen". Ich gratuliere dem Debütanten Klaus John und dem Illustrator!

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