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Kurze, unabhängige Geschichten darüber, wie eine junge Familie mit zwei Kindern ihr Leben meistert. Die quirlige Kiki bringt Witz in die alltäglichen Geschehnisse.

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Die schwarz-weiß Illustrationen heben sehr gut und witzig die jeweils beschriebenen Situationen hervor.

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Der Text ist einfach gehalten aber lebensnah und lustig.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jul 2010

Mit Kiki wird es nie langweilig! Mal ist sie ein Rockstar, mal eine Schatzsucherin und dann wieder eine Prinzessin. Außerdem ist sie Ärztin und leitet ein Kuscheltierkrankenhaus. Sie ist neugierig und manchmal auch ein klein bisschen ängstlich. Ihre große Schwester Flo findet Kiki manchmal etwas anstrengend, aber dafür ist immer was los!

Flo hat eine kleine Schwester mit der es nie langweilig wird, weil sie ständig verrückte Ideen im Kopf hat. Eines Morgens wacht Flos kleine Schwester auf und beschließt, dass sie nicht mehr Maxi heißt. Sie will ab sofort nur noch Kiki genannt werden. Flo und ihre Eltern finden diese Idee witzig und denken es sei ein Spiel. Sie nennen sie ganz eifrig den ganzen Tag über Kiki. Aber Kiki hat sich entschieden, dass es Maxi nicht mehr gibt. Sie übergibt alle Spielsachen, Bilder und Gegenstände auf denen noch Maxi steht an ihre Eltern für den Müll. Außerdem möchte sie ein selbstgemaltes Bild von Flo auf dem groß "KIKI" steht. Wenn jemand doch mal versucht sie mit Maxi anzusprechen, reagiert sie nicht oder sagt: "Wer ist Maxi?". Seit diesem Morgen heißt Flos kleine Schwester Kiki.

Jeden Tag fällt Kiki etwas Neues ein, mit dem sie ihre Familie auf Trab hält. Zum Beispiel beobachtet sie eines Tages, dass Flo sich ihren Pony selbst schneidet. Ihre Mutter findet es jedoch heraus, weil die abgeschnittenen Haare im Mülleimer liegen, und ist ziemlich sauer. Mittags ist es auf einmal sehr still im Haus und es ist verwunderlich, dass man von Kiki gar nichts hört. Flo entdeckt Kiki als erstes und bekommt einen riesen Schrecken. Ihre kleine Schwester hat sich auch die Haare geschnitten und jetzt ist ihre Frisur völlig zerstört. Als auch ihre Mutter ganz entsetzt bemerkt, was passiert ist, sagt Kiki nur: "Ich habe meine Haare nicht geschnitten. Du kannst in meinem Zimmer nachsehen, wenn du willst. Es gibt keine Beweise." Aber plötzlich wird sie doch traurig und weint, weil sie ihre langen blonden Locken wieder haben will. Zur Beruhigung holt Mama ein altes Foto aus einer Schublade, auf dem auch sie sich als Kind die Haare selbst geschnitten hatte. Und als sich alle darauf einigen, dass Mama damals noch viel schlimmer aussah als Kiki jetzt, ist alles wieder in Ordnung.

Kiki hat auch eine blühende Fantasie, mit der sie oft in ihrer eigenen Welt lebt. So kann ein öder Regentag auch mal ganz schön spannend werden, weil immer wieder etwas neues passiert. Zum Beispiel verwandelt sich eine Stehlampe in die heiße Wüstensonne und der mit Bäumen bedruckte Vorhang in eine Oase. Kiki und Flo müssen versuchen, diese Oase noch vor Sonnenuntergang zu erreichen. Beim Mittagessen gleicht die Küche plötzlich einem dunklen Kellerverlies. Die beiden Prinzessinnen Kiki und Flo werden von einer bösen Königin (ihrer Mutter) dazu gezwungen vergiftete Froschsuppe (Gemüsesuppe) zu essen. Sie können jedoch noch rechtzeitig fliehen und verwandeln sich später noch in zwei Rockstars und machen sich danach gemeinsam mit einer selbstgemalten Schatzkarte auf die Suche nach verborgenen Schätzen im Badezimmer.

Und es passiert noch einiges mehr im Alltag der Mädchen: Wir erfahren von Kikis Einfallsreichtum während einer viel zu langen Autofahrt, zum Thema Babysitter und was passiert, wenn Kiki einen gruseligen Film guckt. Zum guten Schluss steht noch ein Umzug an, bei dem Flo und Kiki ihre alten Zimmer zurücklassen und in ein großes leeres Haus ziehen sollen, in dem bedrohlich aussehende Schränke stehen und riesige, dunkle Vorhänge gespenstisch im Wind wehen...

Mit Kiki und Ich schildert Jenny Valentine sehr amüsant und realistisch verschiedene Situationen aus dem Alltag einer jungen Familie. Die kurzen und abgeschlossenen Geschichten aus dem Leben von der aufgeweckten kleinen Kiki werden aus der Sicht ihrer älteren Schwester Flo dargestellt. Dadurch entsteht ein leichter und kindlicher Erzählstil, der es auch Erstlesern ermöglicht, sich schnell in die Geschichte einzufinden. Durch zahlreiche Bilder und die verschiedenen Geschichten, ist Kiki und Ich aber auch ideal zum Vorlesen als Gutenachtgeschichte geeignet.

Flo beschreibt eindrucksvoll sowohl die wundervollen Momente als auch die Schattenseiten einer Geschwisterbeziehung. Dabei werden Streitigkeiten und gemeinsame Ängste thematisiert, aber auch die Freude an gemeinsamen Spielen. Weil die Geschichten so authentisch beschrieben sind, können sich gerade Kinder mit Geschwistern gut in die verschiedenen Situationen hineinversetzen, da sie allzu bekannte Handlungsmuster wiedererkennen und sich deshalb mit der Geschichte identifizieren. Einzelkinder hingegen können nachvollziehen, wie turbulent es zugehen kann wenn man mit Geschwistern aufwächst. Und auch Eltern werden sicherlich schmunzeln, wenn sie ähnliche Erlebnisse schon mit ihren eigenen Kindern erleben "durften".

Sowohl für junge Selbstleser als auch für Vorleser hält Kiki und Ich einiges an Witz bereit. In erster Linie sind dafür die kindlich-naiven Aussagen und Denkweisen von Kiki verantwortlich, die Jenny Valentine sehr gelungen darstellt. Zum Beispiel ist Kiki fest davon überzeugt, dass ihre Eltern nicht merken, dass sie ihre Haare geschnitten hat, solange sie die abgeschnittenen Strähnen nicht finden. Außerdem erkennt man relativ schnell die Verhaltensmuster von Kiki, wodurch man oft schon vorhersehen kann, dass bald wieder etwas Lustiges passieren wird.

Die Illustrationen in Kiki und Ich stammen von Joe Berger, der unter anderem auch im "Guardian" einen wöchentlichen Comicstrip illustriert. Sie stellen einen wichtigen Teil des Buches dar, da die Geschichten auf fast jeder Seite durch kleinere und größere Bilder unterstützt werden. Sie geben die jeweils beschriebenen Situationen sehr amüsant und teilweise auch überspitzt wieder, sodass die Emotionen der Geschichte für die jungen Leser gut zu erkennen sind. Besonders gut hat mir persönlich gefallen, dass Joe Berger sich und die Autorin auf sympathische Weise selbst gezeichnet hat. Diese Bilder sind mit einfachen biografischen Daten von beiden versehen, sodass sich Kinder nicht nur mit dem Buch identifizieren können, sondern auch dessen Macher kennenlernen.

Wer noch mehr über Kiki erfahren möchte, braucht nicht mehr lange zu warten. Schon im November 2010 erscheint das zweite Buch von Flo und ihrer Schwester. Darin gehen die beiden Mädchen schwimmen, spielen Theater, machen einen Ausflug und Kiki schreibt ihre Geburtstagswunschliste.

Fazit:

Die preisgekrönte Autorin Jenny Valentine schafft mit ihrem Buch Kiki und Ich eine amüsante und lebensnahe Darstellung vom turbulenten Leben zweier Schwestern. Die verschiedenen Situationen spiegeln auf unschuldige Weise die naiven Denkstrukturen der Kindern wieder und werden durch aussagekräftige Illustrationen unterstrichen.

Anna Fleckenstein

 

Meine kleine Schwester Kiki und ich

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