Interview mit Patricia Schröder

Für die Kinderbuch-Couch: Stefanie Eckmann-Schmechta

Liebe Frau Schröder, mit Ihren Serien wie etwa „Lila Lakrizzen“, „HexGirls“ oder die „Pfeffermiezen“ haben Sie bereits die Herzen der 8- bis 10-jährigen Mädchen erobert – aber auch Ihre Jugendbücher wie zum Beispiel die Serie „Freundinnen“, die neu aufgelegt wurde, oder Titel wie „Zwei durch Dick und Dünn“ oder Ihr erster Jugendroman „Bis über beide Ohren“ begleiten Ihre Leserinnen durch die manchmal gar nicht so einfachen Teenager-Jahre.

Patricia Schröder

Es reizt mich einfach immer wieder, Menschen zusammenzubringen, die eigentlich nicht zusammenpassen und unter „normalen“ Umständen auch nicht zusammenkämen …Patricia Schröder

Kinderbuch-Couch: Nun ist beim Coppenrath Verlag der Roman „Oskar und Mathilda“ erschienen, der als Zweiteiler geplant ist. Möchten Sie mit diesem Roman sowohl Mädchen als auch Jungen ansprechen?

Patricia Schröder: Ja, der Titel verrät es ja schon, genau das möchte ich. Und es ist nicht mein erster Roman, der beide Geschlechter oder ganz eindeutig Jungs anspricht. Beispielsweise gibt es da noch die 4 Bände der verrückten Schule, DANIEL IM DOPPELPACK oder DU SCHAFFST DAS, FELIX, die von mir entwickelte Reihe ERST ICH EIN STÜCK, DANN DU (die inzwischen 16 Bände umfasst) mal außen vorgelassen. Verrückterweise scheint das aber kaum jemandem aufzufallen. Ich stecke in der Schublade „Mädchenbuchautorin“ fest – zu Unrecht, wie ich finde.

Kinderbuch-Couch: Mathilda, das reiche Mädchen, das aus sehr privilegierten Verhältnissen kommt, und Oskar, der es allein mit seiner Mutter sehr schwer hat, werden trotz der sehr gegensätzlichen Familienverhältnisse echte Freunde – nicht zuletzt, da sie der gleiche Kummer verbindet: Sie vermissen Ihre Väter. Wie ist Ihnen die Idee zu dieser besonderen Freundschaftsgeschichte gekommen?

Patricia Schröder: Das lässt sich schwer sagen. Ich weiß eigentlich nie, woher meine Ideen kommen, meistens sind sie einfach da und wollen entweder gleich aufgeschrieben werden (so war es bei Oskar & Mathilde) oder sie bleiben über viele Wochen, Monate oder gar Jahre in meinem Kopf und werden ergänzt oder brauchen einfach Zeit, um eine Geschichte zu werden.
Als ich mit Oskar & Mathilde begann, wollte ich eigentlich eine Jungsgeschichte schreiben, über einen Jungen, der ein bisschen aus dem Rollenklischee fällt. Aber offenbar habe ich Mathilda als Gegenpol gebraucht. Es reizt mich einfach immer wieder, Menschen zusammenzubringen, die eigentlich nicht zusammenpassen und unter „normalen“ Umständen auch nicht zusammenkämen, und durch äußere Umstände dann sozusagen zusammen„gezwungen“ werden.

Kinderbuch-Couch: In Ihren Geschichten stehen die Gefühle Ihrer Protagonisten/innen im Vordergrund – auch das erste Verliebtsein wird von Ihnen häufig thematisiert. Wie wichtig ist Ihnen, diese Gefühle anzusprechen? Verknüpfen Sie damit auch eine Intention, etwa, dass Ihre Leser/innen sich ihrer eigenen Gefühle bewusster werden?

Patricia Schröder: Es wird Sie vielleicht überraschen, aber ich schreibe relativ intentionslos. Natürlich möchte ich, dass die LeserInnen sich in den Charakteren und Geschichten wiederfinden, aber Dinge wie „ …und die Moral von der Geschicht ...“ liegen mir absolut fern. Dennoch bin ich nicht so naiv zu denken, dass man nichts aus meinen Geschichten mitnehmen oder gar lernen kann. Wenn sie dazu einen Beitrag leisten, freut mich das. Wenn sie einfach nur als Unterhaltung angesehen werden, ist das für mich aber auch in Ordnung. Hauptsache ist, die Kinder lesen.

Kinderbuch-Couch: Sie schildern auf Ihrer Homepage, dass Sie beim Schreiben gleich wieder an ihr damaliges Alter mit 14 anknüpfen konnten. Ist dies vielleicht Ihr Erfolgsrezept, dass Sie genau den Nerv Ihrer Leser/innen treffen; oder um es anders auszudrücken, fällt es Ihnen leicht, sich in das hineinversetzen, was Mädchen und Jungen in dem Alter so „umtreibt“?

Patricia Schröder: Ja, es fällt mir leicht. Sicher liegt es daran, dass ich meine Jugend nicht vergessen habe, aber ich habe ja auch eigene Kinder und die haben Freunde …da muss man nur Augen, Ohren und Herz öffnen.

Kinderbuch-Couch: Fließen viele Ihrer eigenen Erinnerungen aus Kinder- und Jugendzeit in Ihre Geschichten ein?

Patricia Schröder: Nicht bewusst. Oder um genau zu sein: Ich habe kein einziges Ereignis übernommen. Es sind eher die Gefühle, die in bestimmten Situationen eine Rolle spielten und an die ich mich gut erinnern kann.

Kinderbuch-Couch: Wann hat die Leidenschaft für das Schreiben bei Ihnen begonnen?

Patricia Schröder: Vor 15 Jahren, da war ich fünfunddreißig. Allerdings habe ich auch schon als Teenie gerne Geschichten geschrieben. Aber ich habe nie daran gedacht, Schriftstellerin zu werden und mein eigentlicher (gelernter) Beruf ist ja auch Textildesignerin. Als ich mit meiner Familie nach Schleswig-Holstein gezogen bin, konnte ich das aber nicht mehr ausüben, da es hier keine Textilindustrie gibt. Durch den Kontakt zu Christian Bieniek, den ich zwischenzeitlich kennengelernt hatte (seine Schwägerin war eine Kommilitonin von mir), ist die Leidenschaft fürs Schreiben dann aber endgültig entfacht worden.

Kinderbuch-Couch: Sie leben in einem alten Haus an der Nordsee und können direkt auf den Westerhever Leuchtturm hinüber schauen. Das klingt wunderbar. Hat Sie diese besondere Atmosphäre, die Weite der Landschaft häufig inspiriert – hat die frische Brise des Meeres vielleicht so manch gute Idee zu Ihnen herüber geweht? Wie und wann kommen Ihnen die vielen guten Ideen zu Ihren Kinder- und Jugendbüchern?

Patricia Schröder: Na ja, inspiriert wäre wohl zu viel gesagt. Tatsache ist aber, dass ich eher Ruhe und den weiten Blick brauche, damit die Geschichten in mir so richtig in Fluss kommen.
Die Ideen kommen sehr plötzlich, meistens, wenn ich entspanne (also beim Spazierengehen, Fensterputzen oder faul im Garten herumliegen). Das ist einerseits toll, andererseits habe ich jetzt schon Ideen für die nächsten fünf Jahre. Das kann auch nervig sein und manchmal sage ich: Hilfe, nein, nicht schon wieder eine neue Idee! Wann soll ich das denn bloß alles aufschreiben.

Kinderbuch-Couch: Welche Charaktere liegen Ihnen am ehesten; die direkten und tatkräftigen – wie Mathilda – oder eher die etwas zurückhaltenderen – wie Oskar?

Patricia Schröder: Ich liebe es, mich in alle möglichen Menschen hineinzuversetzen. Und ich liebe alle meine Figuren, auch die Doofen. Die sogar manchmal ganz besonders (lächelt).

Ich beobachte unheimlich gerne Menschen ..., versuche zu verstehen, wie sie sind und warum sie so oder anders reagieren. Genauso mache ich es in meinen Geschichten… Patricia Schröder

Kinderbuch-Couch: Kann es vielleicht sein, dass Sie und Mathilda sich gar nicht unähnlich sind? Oder steckt auch einiges von Oskar in Ihnen – sind Sie auch ein wenig abergläubisch?

Patricia Schröder: Ja, Mathilda ist mir sehr ähnlich. Und ich glaube auch an Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich nicht mit bloßem Auge erkennen lassen, aber abergläubisch bin ich überhaupt nicht.

Kinderbuch-Couch: Oskars Glück hängt ja nicht nur an dem einzelnen Stiefel, den er am liebsten mit sich herumträgt – besonders wenn es brenzlig wird – sondern auch an der von ihm entwickelten „Dreier-Magie“. Welche Bedeutung haben diese Dinge für Oskar? Was möchten Sie damit zum Ausdruck bringen?

Patricia Schröder: Das ist einfach eine Lebensstütze, die ihm in unsicheren Zeiten besonders viel Sicherheit gibt. Und wer kennt denn diese Spiele nicht: Wenn ich es schaffe 3 Fliesen zu überspringen, dann klappt es auch mit der Mathearbeit, dem Date etc. Das ist wie Patiencelegen oder Tarot-Karten ziehen. Nur dass es für Oskar eben eine sehr ausgeprägte Bedeutung hat, fast schon ein Tick ist (von dem er sich im zweiten Band übrigens lösen wird und lernt, sich auf sich selbst zu verlassen).

Kinderbuch-Couch: Bei Oskar und Mathilda geht es zuweilen recht turbulent und am Ende sehr spannend zu; doch Sie lassen ihren Protagonisten auch viel Raum für ihre eigenen Gedanken und Gefühle, die sie auf ganz kindliche Art und Weise vermitteln. Ist es Ihnen allgemein wichtig, neben der Handlung einer Geschichte auch eine tiefere Ebene einzuflechten, d.h. Inhalte und Werte zu vermitteln? Würden Sie uns sagen, welche Ihnen besonders am Herzen liegen?

Patricia Schröder: Na ja, wie anfangs schon gesagt, möchte ich niemandem meine Meinung oder meine Werte aufzwingen. Für mich ist es viel reizvoller, mich in Menschen und Situationen hineinzuversetzen, sozusagen am eigenen Leib zu erfahren, wie welche Charaktere sich in welchen Situationen verhalten. Ich beobachte unheimlich gerne Menschen (in Zügen, an Flughäfen, in Restaurants, am Strand – wo auch immer – das habe ich als Kind schon getan), versuche zu verstehen, wie sie sind und warum sie so oder anders reagieren. Genauso mache ich es in meinen Geschichten. Es schult meine Objektivität, Sensibilität, Offenheit und Toleranz. Und vielleicht überträgt sich das ja dann auch auf jene, die meine Geschichten lesen.
Um aber noch mal auf den Anfang Ihrer Frage zurückzukommen: Ich habe ja nun sehr unterschiedliche Romane geschrieben und in allen kommt diese tiefere Ebene vor. Manche meiner Jugendromane wie z.B. „Kuckuckskind“, „Zwischen Hölle und Himmel“ , „Auserwählt“ oder „Freundschaftsspiele“ bestehen ausschließlich aus dieser tieferen Ebene. Ohne sie geht es nicht, denn ohne sie wären die Charaktere nichts anderes als Automaten.

Kinderbuch-Couch: Bei Oskar und Mathilda haben Sie das Thema Arm und Reich aufgegriffen. Worauf kommt es Ihnen im Hinblick auf Ihre jungen Leser dabei an?

Arm und reich ist für mich ein Grundproblem in unserer Welt und wird ihr womöglich eines Tages Kopf und Kragen kosten. Es wäre sicher nicht verkehrt, wenn unseren Kindern das bewusst wird. Wir Alten lernen ja nur schwer etwas dazu… Patricia Schröder

Patricia Schröder: Oh, das ist eine Frage, die ich fast nicht beantworten kann. Als ich dieses Buch begann, hatte ich nur Oskar und ich entließ ihn wie ein Kind an seinem ersten Schultag in die Welt, nahm ihn in den Arm und hoffte für ihn, dass er einen guten Weg vor sich haben würde. Sein Vater verließ ihn, ohne dass ich damit gerechnet hatte (ursprünglich passierte das erst auf Seite 10. Erst als ich die ersten 50 Seiten überarbeitete, wurde mir klar, dass das an den Anfang gehört). Na ja, und seine Mutter stellte ich mir als eine tapfere Kämpferin vor, die sich durchbeißt, also auf keinen Fall wohlhabend ist. Um einen spannungsvollen Gegensatz herzustellen, trat Mathilda in Oskars Leben und der Reichtum der Gegend, in der sie wohnte. Für mich war das also erst einmal „nur“ Handwerk.
Arm und reich ist für mich ein Grundproblem in unserer Welt und wird ihr womöglich eines Tages Kopf und Kragen kosten. Es wäre sicher nicht verkehrt, wenn unseren Kindern das bewusst wird. Wir Alten lernen ja nur schwer etwas dazu.

Kinderbuch-Couch: Meinen Sie, dass Kinder von sich aus Unterschiede zwischen Arm und Reich machen würden? Meist finden sie manches zunächst „komisch“, ohne es aber so zu bewerten wie ein Erwachsener. Warum ist es Ihnen dennoch wichtig, dies in „Oskar und Mathilda“ für Kinder so deutlich hervor zu heben?

Patricia Schröder: Ich glaube, nein ich weiß, dass Kinder diese Unterschiede sehr schnell erkennen. Sie nennen es nur anders. Anton ist dann eben nicht arm, sondern er trägt die falschen Klamotten, er bewegt sich anders, er riecht anders und er hat nicht die angesagte Spielekonsole, sondern immer irgendein abgenudeltes Asbachmodell. Allein Letzteres kann ein Grund dafür sein, dass er nicht dazugehört.
Aber „zum Glück“ formiert sich unsere Gesellschaft ja so, dass man unter sich bleibt. Es gibt solche Schulen und solche. Solche Viertel und solche. Irgendwann haben wir einander ganz aus den Augen verloren.
Wäre Mathilda bei ihren Eltern besser aufgehoben, wäre ihr nicht so langweilig und sie nicht so neugierig, wäre sie vielleicht nie in „die Bohmfelder“ gelangt. Ich finde es gut, dass das passiert ist und ich würde mich freuen, wenn auch meine Leser das gut finden.
In „Oskar und Mathilda“ hebe ich es nicht nur hervor, sondern überziehe es bis an den Rand der Karikatur. So etwas macht mir einfach unheimlichen Spaß.

Kinderbuch-Couch: Welchen Stellenwert hat für Sie, im Zusammenhang mit ernsten Themen, der Humor in Kinderbüchern?

Patricia Schröder: In Kinderbüchern finde ich ihn wahnsinnig wichtig, weil man es sonst vielleicht nicht aushält.
Allerdings habe ich 2 sehr ernste Themen für Kinderbücher im Hinterkopf, in denen Humor eigentlich keinen Platz hat, wenn man der Sache gerecht werden will.
Mal sehen, ob ich sie tatsächlich schreibe und ob sie dann überhaupt jemand veröffentlichen will.

Kinderbuch-Couch: Sie schreiben sowohl Jugend- als auch Kinderbücher. Müssen Sie sich jeweils auf die „angemessene“ Sprache einstellen, je nachdem für welche Zielgruppe Sie schreiben?

Patricia Schröder: Darüber mache ich mir eigentlich keine Gedanken, das passiert sozusagen aus dem Bauch heraus und hat auch nicht nur damit zu tun, ob es sich um ein Kinder- oder Jugendbuch handelt, sondern überhaupt damit, welche Stimmung die Geschichte trägt. Ich lasse mich da sozusagen immer von innen heraus führen.

Kinderbuch-Couch: Was ist bei Ihnen zuerst da, wenn Sie eine neue Idee haben, der Schauplatz oder die Personen, oder ...?

Patricia Schröder: In der Regel die Personen, manchmal auch der Schauplatz, kommt darauf an, ob es eine Alltagsgeschichte ist oder Fantasy. Bei Letzterem spielen die Schauplätze oft eine tragendere Rolle als in realen Stories.

Kinderbuch-Couch: Werden Sie auch von realen Personen aus Ihrem Umfeld inspiriert? – da denke ich zum Beispiel an „Opa Heinrichen“. So wie er durch die Gegend „schlappt“ und ein durch und durch liebenswerter älterer Herr ist, wirkt er fast zu gut, um wahr zu sein. Dennoch: Gibt es einen echten „Opa Heinrichen“? Wird es im zweiten Band ein Wiedersehen mit ihm geben?

Patricia Schröder: Nein, es gibt keinen Opa Heinrichen, außer jenem, der im Veilchenweg 48 in Vielendorf lebt. Und mich inspirieren auch nicht ganze Personen, sondern eher Macken, Spleens, lustige Äußerungen etc..

Kinderbuch-Couch: Welches Abenteuer werden Oskar und Mathilda als nächstes bestehen? Dürfen Sie uns ein wenig darüber verraten?

Patricia Schröder: Nein, darüber verrate ich nichts. Ich spreche nur sehr ungern über unfertige Dinge.

Kinderbuch-Couch: Gibt es „Grundzutaten“, die ein Kinder- oder Jugendbuch Ihrer Meinung nach haben muss, damit es die Zielgruppe anspricht?

Patricia Schröder: Die „Grundzutaten“ sind sicher nicht anders als bei Romanen für Erwachsene. Man braucht einen interessanten Plot, Charaktere, mit denen die Zielgruppe sich identifizieren kann und dann muss man den Spannungsbogen aufbauen und halten.
Kinder sind allerdings höllisch aufmerksame Leser. Sie finden alle Fehler – garantiert. Und die verzeihen sie einem – eigentlich zu Recht – nicht.

Kinderbuch-Couch: Was fasziniert Sie daran, für Kinder und Jugendliche zu schreiben?

Patricia Schröder: Keine Ahnung. Ich hab bisher ja noch nicht für Erwachsene geschrieben. Vielleicht fände ich das ebenso spannend. Irgendwann werde ich es vielleicht ausprobieren.

Kinderbuch-Couch: Wie sieht Ihr Arbeitsalltag als Autorin aus? Haben Sie ein bestimmtes Ritual oder bestimmte Tageszeiten, zu denen Sie arbeiten?

Patricia Schröder: Ja, vormittags und manchmal auch noch abends.

Kinderbuch-Couch: Welche Kinderbücher haben Sie in Ihrer Kindheit am meisten gemocht?

Patricia Schröder: Och, ich habe alles verschlungen, was die kleine Bücherei in unserem Wohnviertel hergegeben hat. Besonders geliebt habe ich „Gritli“ von Johanna Spyri und „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner. Das konnte ich fast auswendig.

Kinderbuch-Couch: Gibt es jemanden, dem Sie ihre ersten Entwürfe anvertrauen und dessen Meinung Ihnen wichtig ist?

Patricia Schröder: Nein, niemand bekommt etwas zu lesen, das nur ein Entwurf ist. Ich diskutiere aber viel mit meinem Mann, der sich mit Film beschäftigt. Da kann man sich vom Aufbau her einiges abschauen. Und die Erste, die etwas Fertiges zu lesen bekommt, ist in der Regel meine Agentin.

Kinderbuch-Couch: Verraten Sie uns, ob Sie schon eine neue Idee für ein Kinderbuch haben oder vielleicht schon an einem neuen Buch arbeiten?

Patricia Schröder: Ideen habe ich, wie Sie inzwischen wissen, haufenweise. Im Moment arbeite ich am zweiten Band von Oskar & Mathilda.

Kinderbuch-Couch: Gibt es einen Wunsch oder eine Vorstellung davon, was Sie noch gerne erreichen möchten? Es kann auch ein persönlicher Wunsch sein – obwohl: Das Haus am Meer haben Sie ja schon. ;-) Was könnte es noch sein? Mögen Sie uns das verraten?

Patricia Schröder: Materielle Wünsche habe ich im Grunde nicht (mehr). Ich bin vollkommen zufrieden mit meinem Leben, obwohl oder gerade weil nicht alles perfekt ist.
Ich würde gerne mehr reisen und hätte gerne mehr Zeit zum Lesen, Malen und Nähen. Und die werde ich mir jetzt, da meine Kinder groß sind, auch mehr und mehr nehmen.
Toll ist, dass ich (und mein Mann ist es auch) völlig ortsunabhängig bin. Ich könnte also auch noch mal ganz woanders hinziehen und vielleicht tue ich das auch.

Kinderbuch-Couch: Dann wünsche Ihnen auch weiterhin alles Gute
und bedanke mich ganz herzlich für das Interview.

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