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Buchcover: Emmy Abrahamson: Desta und das Labyrinth im Gartenteich

Buch-Rezension - das meint Kinderbuch-Couch.de: Desta und das Labyrinth im Gartenteich von Emmy Abrahamson

erschienen bei dtv

geeignet für Kinder im Alter ab 7 Jahren

Desta ist ein normales Mädchen mit einem normal gut-schlechten-langweiligen Leben. Aber zuhause in ihrem Garten hat sie etwas Außergewöhnliches und das allerbeste, was sie im Leben und auf der ganzen Welt kennt: nämlich einen Teich, riesengroß, mit tausend Seerosen. Und dass der wirklich ganz, ganz außergewöhnlich ist, merkt sie, als sie hineinfällt.

Es ist ein warmer Tag im Juni, Destas Mama holt sie von der Schule ab, in der es doof war wie immer. Wie immer sagt Desta, es wäre Okay gewesen, wie immer schmeckt das Essen nicht, Fisch mit Dillsoße gibt es heute. Aber im Garten, da wartet das allerbeste, was sie kennt: der Teich. Jeden Nachmittag kann sie es nicht erwarten hinzukommen, zu den vielen Seerosen und dem Springbrunnen. Wie jeden Nachmittag ermahnt ihre Mutter sie, vorsichtig zu sein. Nicht hineinzufallen. Denn da unten sei ein Labyrinth, so fies verzaubert, dass nur ganz, ganz schlaue und mutige Personen wieder herausfinden und solche, die Brokkoli essen.

Und auf einmal ist Desta drin, in diesem Labyrinth. Genervt von ihrer Mutter wollte sie doch nur mal mit einem Stöckchen ein Seerosenblatt anpieken und dabei mal nicht vorsichtig sein. Und ist hineingefallen. Und ist jetzt nicht nur nass, sondern auch ganz klein. Umgeben von allen möglichen Tierchen und Pflanzen und eben in diesem Labyrinth, aus dem sie nur mit Rätseln und Aufgaben wieder herausfinden wird.

Ein bisschen erinnern diese an antike Geschichten, über Orakel und mythologische Monster. Dass hier ein kleines Mädchen von heute zusammen mit der knuffigen Kaulquappe Til diese Aufgaben in einer Gartenteichwelt zu lösen hat, ist eine schöne Mischung.

Wasserkäfer sind hier Torwächter und die kleinen roten Wassermilben eine Art Sirenen, die vor lauter Liebe und Spielenwollen die beiden gar nicht mehr weglassen wollen. Überhaupt Unterwasserwelt: die Pflanzen und Tiere sind nicht nur in den illustrierten Szenen zu sehen, sondern werden auch alle paar Seiten einfach nur als Ornament verwendet. Die Figuren sind sehr liebenswert und etwas abstrakt angelegt: Destas Haare beispielsweise sind dicke Strähnen wie bei Medusa, ihr Gesicht und ihre Mimik besteht zum großen Teil aus ihren großen Augen. Erzählt wird die Geschichte komplett aus der Sicht von Desta, so dass man sich gut mit ihren Erlebnissen identifizieren kann.

Als sie es dann endlich geschafft hat, fällt es ihr ein bisschen schwer sich von ihrem neuen Freund Til zu verabschieden. Doch kleine Mädchen gehören unbedingt an Land. Und bei Til beginnen die ersten Beinchen zu wachsen, er wird bald ein Frosch werden. Und dann treffen sich die beiden vielleicht auch mal wieder.

Fazit:

Ein normal doofer Schultag, Eltern mit wenig Zeit und ein langweiliger Nachmittag, der den Gartenteich zu einem verzauberten Ort werden lässt. Heutig und gleichzeitig mystisch, spannend und kindgerecht lustig erzählt. Und ideal zum Vor- sowie Selberlesen geeignet.

Sigrid Tinz

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