Pyjama Party:
Fit-Your-Friends-In Puzzle Game
Rezension von Kathrin Walther (12.2025)
Ab geht die Pyjama Party und das Knobeln beginnt: Wie passen alle Kinder und Kuscheltiere ins Bett, ohne dass einer hinausfällt?
Abends, wenn es dunkel wird, ist es Zeit fürs Bett. Nach dem Zähneputzen geht es noch einmal aufs Klo und die Eltern lesen eine Geschichte vor, bevor sie den Kleinen eine gute Nacht wünschen und das Licht ausmachen. Schon hört man aus dem Kinderzimmer ein leises Schnarchen und die Kinder schlafen friedlich bis zum nächsten Morgen. So zumindest die Theorie. Die Praxis sieht in den meisten Fällen wahrscheinlich etwas anders aus und das Licht wird gefühlt noch mindestens zehnmal angemacht, da Sohn oder Tochter überhaupt nicht müde sind und noch Lego spielen wollen, Durst haben, ein Buch lesen wollen, noch einmal aufs Klo müssen, es zu kalt oder zu warm ist, noch eine ganz wichtige Frage unter den Nägeln brennt oder ganz dringend noch ein Erlebnis vom Tag erzählt werden will.

Nicht zu vergessen sind auch die Kuscheltiere, von denen keins im Bett fehlen darf, damit gut geschlafen werden kann. Da es oft nicht nur ein oder zwei Lieblingskuscheltiere sind, die unbedingt dabei sein müssen, fragt sich wahrscheinlich das ein oder andere Elternteil regelmäßig, wo zwischen Teddy, Einhorn, Dino und Co überhaupt noch genügend Platz fürs Kind ist. Genau um dieses abendliche Kuscheltier-Puzzle dreht sich auch das Spiel Pyjama-Party, bei dem es darum geht, alle Lieblingskuscheltiere so um die schlafenden Kinder herum im Bett zu platzieren, dass am Ende keiner hinausfällt und alle friedlich schlafen können.
Kuscheln für Anfänger und Fortgeschrittene
Bei Pyjama Party handelt es sich um eine spezielle Art von Puzzle, bei dem es darum geht, Kuscheltiere so um ein oder zwei Kinder herum im Bett zu platzieren, dass am Ende alle genügend Platz haben und keiner hinausfällt. Um eine Runde starten zu können, muss zunächst das Spielmaterial bereitgelegt werden. Dazu wird als erstes das große Bett aufgestellt, bevor anschließend die drei Puzzleteile mit Kindern sowie die 13 Kuscheltierteile bereitgelegt werden. Anschließend geht es ans Auswählen der Aufgabe, wobei zwischen vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen von einfach bis schwer gewählt werden kann.
Da das Schwierigkeitsniveau ansteigend ist, wird am besten mit Aufgabe 1 begonnen, wodurch der Einstieg ins Spiel leicht fällt. Die Aufgabenkarte zeigt an, wie die Puzzleteile mit Kindern, die aus festem Plastik und etwas dicker sind, im Bett platziert werden müssen. Ebenfalls lässt sich der Aufgabenkarte entnehmen, welche Kuscheltier-Teile zum Lösen der Aufgabe benötigt werden. Sind es bei der ersten Karte noch zwei Kinder und nur drei Kuscheltier-Teile, deren Position sich relativ schnell herausfinden lässt, ist es bei den höheren Aufgaben nur noch ein Kind, sodass viel Fläche im Bett frei bleibt, auf der dann bis zu 5 Kuscheltier-Teile eingepuzzelt werden müssen. Sind alle Teile so platziert, dass kein Feld frei bleibt und auch kein Puzzlestück über den Rand hinausragt, ist die Aufgabe gelöst und es kann an die nächste Herausforderung gehen. Wer trotz langem Überlegen dennoch nicht auf die richtige Lösung kommt, kann auf der Rückseite der Karte die richtige Anordnung einsehen.

Futter für die grauen Zellen
Langsam naht die dunkle Jahreszeit wieder und die Zeit, in der die Kinder fast den ganzen Tag draußen spielen und sich selbst beschäftigen, endet. Damit die Medienzeit nicht proportional zu den kürzer werdenden Tagen ansteigt, sind nun Ideen gefragt, wie sich die Kleinen sinnvoll beschäftigen können, bestenfalls auch mal alleine, damit Mama und Papa nicht immer als Entertainer gefragt sind. Seit mehreren Jahren erscheinen regelmäßig neue Solospiele der Reihe Thinkfun, die sich an verschiedene Altersgruppen vom Kindergartenkind über das Grundschul- bis hin zum Erwachsenenalter richten. Allen gemeinsam ist, dass verschiedene Aufgaben mit ansteigendem Schwierigkeitsniveau gelöst werden müssen, wobei logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und eine gute Problemlösefähigkeit gefragt sind.
Bei Pyjama Party handelt es sich um eine Art Puzzle, das durch seine blockförmigen Teile, die es passend ineinander zu puzzeln gilt, an ein bekanntes Gameboy-Spiel erinnert, bei dem ähnlich geformte Teile möglichst lückenfrei platziert werden müssen. In diesem Fall wurde ein kindgerechtes Setting gewählt, unter dem sich jedes Kind etwas vorstellen kann. Anstatt abstrakte Blöcke zu sortieren findet eine kunterbunte Pyjama Party statt, bei der eine Menge niedlicher Kuscheltiere gemeinsam mit ein oder zwei Kindern ins Bett passen müssen, ohne dass ein Kind oder ein flauschiger Freund hinausfallen. Ein Thema, das alltagsnah und anschaulich ist, sodass das Spielprinzip intuitiv verstanden wird. Durch die große Mischung an Kuscheltieren, die von Einhorn über Drachen, Smiley, Hund, Katze, Roboter, Teddy bis hin zum Axolotl reichen, findet sicher jeder sein Lieblingstier und fühlt sich angesprochen. Auch qualitativ kann das Spiel überzeugen. Sowohl Bett als auch Kinderpuzzleteile sind aus stabilem Plastik, während die Kuscheltierteile aus fester Pappe bestehen. Die Aufgabenkarten sind durch einen Ring miteinander verbunden, sodass keine verlorengehen kann und auch die Reihenfolge nicht durcheinandergerät.

Das Spiel richtet sich an Kinder ab 5 Jahren, was auch gut passt, wobei die grünen und gelben Aufgaben der Kategorien „Easy“ und „Medium“ auch schon von etwas jüngeren Kindern ab etwa 4 Jahren gelöst werden können, während blau und rot mit der Schwierigkeitsstufe „Hard“ und „Super Hard“ auch noch für ältere Kinder im Grundschulalter interessant sind. Dadurch, dass es insgesamt 40 verschiedene Aufgaben gibt, die sich gleichmäßig auf die vier Schwierigkeitsstufen verteilen, ist das Spiel nicht so schnell durchgespielt und hält auch nach mehreren Runden immer noch eine neue Herausforderung bereit. Dies liegt auch daran, dass die schwierigeren Runden doch etwas mehr Zeit benötigen und die Lösungen vorheriger Runden bei der großen Anzahl an Karten nicht unbedingt im Kopf bleiben und somit auch mehrmals gespielt werden können.
Fazit
Ein schönes Spiel, bei dem die grauen Zellen ganz schön gefragt sind und welches auf kindgerechte Art und Weise Geduld, Problemlösefähigkeit und räumliches Denken fördert!



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