Die Schule der Alyxa

Die Schule der Alyxa, Band 1: Der Dunkle Meister

R. L. Ferguson

Erschienen bei Ravensburger

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Auf der geheimnisvollen Schule der Alyxa werden Jugendliche ausgebildet, deren fünf Sinne auf übernatürliche Weise ausgeprägt sind. Als Finn dort aufgenommen wird, ist er skeptisch denn seine angeblichen Fähigkeiten lassen auf sich warten. Gehört er wirklich hierher? Doch dann entdeckt Finn, dass die Schule eine dunkle Vergangenheit hat. Kann es sein, dass der mächtige sechste Sinn mehr ist als nur eine Legende?

Die Schule der AlyxaFinn hätte gar nicht genau sagen können, was eigentlich schlimmer war die erbarmungslos stampfende Partymusik oder die sterile Stille des Krankenzimmers. Irgendwie kam es ihm so vor, als würde das leise Piepsen der Herzüberwachung die Lautlosigkeit sogar verstärken. Aber zumindest bedeutete das Piepsen, dass sein Bruder noch am Leben war. Er warf einen Blick auf sein Handy 02.30 Uhr. Das letzte Mal war er an Silvester so lange wach gewesen. Sie hatten sich mit Fastfood und Naschkram vollgestopft und Brettspiele gespielt, nur Finn, John und ihre Mum. John war aufgedreht und lustig gewesen und hatte seit Monaten keinen Anfall mehr gehabt. Aber all das kam Finn jetzt unendlich weit weg vor.

Er schloss die Augen, doch dann wurde er sofort von den Erinnerungen an die Ereignisse des Abends überfallen. Sie hatten sich so auf diese Party gefreut genau das Richtige, um den Abschluss des Schuljahrs zu feiern. Die wummernde Musik aus den fetten Boxen, die geöffneten Terrassentüren, der Garten mit dem beheizten Swimmingpool, die vielen bekannten Gesichter, lachend und fröhlich. Aber dann war es passiert.

John, der sich bis dahin genauso gut amüsiert hatte wie alle anderen, war in der Küche auf die Knie gesackt und hatte mit den Fäusten gegen die Schränke getrommelt. Die Sehnen an seinem Hals waren zu dicken Stricken angeschwollen. Zuerst hatten die Leute das Ganze für einen Scherz gehalten, aber als sie das Blut auf seinen Knöcheln gesehen hatten, war das Gelächter verstummt. Das Dröhnen aus den Lautsprecherboxen war immer lauter und lauter geworden, bis sie irgendwann mit einem ohrenbetäubenden Kreischen explodiert waren und sämtliche Fenster in der Nähe zum Platzen gebracht hatten. Alle waren hastig irgendwo in Deckung gegangen, nur Finn hatte nach einem Notarzt gebrüllt und Johns schweißnassen Kopf in seinen Schoß gelegt. An das, was danach passiert war, konnte er sich nur noch verschwommen erinnern. Die blinkenden Lichter, das Ende der Party, die routinierten Handgriffe der Sanitäter, die sich im Notarztwagen um seinen Bruder gekümmert hatten.

Sollen wir eure Eltern anrufen?, hatte eine der Krankenschwestern gefragt, während John bereits in die Notaufnahme des Resus Hospitals gerollt wurde. Finn hatte sie einen Augenblick lang ratlos angestarrt und geantwortet: Wir haben nur Mum. Ich habs schon bei ihr probiert, aber bei der Arbeit stellt sie das Handy immer aus. Sollen wir es vielleicht auch noch mal versuchen? Finn hatte genickt und ihr die Nummer gegeben. Eine gezackte Linie zuckte über den Monitor. Das war Johns Pulsschlag. Das Gesicht seines Bruders war nur halb zu erkennen, weil die Atemmaske die untere Hälfte komplett bedeckte. Trotzdem, die Risswunde über Johns Auge und der dicke blaue Fleck auf seiner Wange waren nicht zu übersehen.

Finn fuhr über das Pflaster, das seitlich an seiner linken Hand klebte. Er hatte sich an einer Glasscherbe geschnitten. Weshalb die Fensterscheiben nach innen und nicht nach außen zerplatzt waren, konnte er sich beim besten Willen nicht erklären, aber auch dafür hatte er jetzt keinen Kopf. Sie warteten auf das Ergebnis der Computertomografie. Bis dahin musste John auf jeden Fall die Halskrause tragen, für den Fall, dass er sich an der Wirbelsäule verletzt hatte. Und wer weiß, vielleicht hatte sein Gehirn ja irgendwelche Schäden abbekommen? Und alles bloß wegen so einer bescheuerten Party!

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