Couch-Wertung:

89%
Idee
Bilder
Text

Idee

Eddie ist einer wichtigen Frage auf der Spur und erhält eine eigenwillige Antwort

Bilder

Stefanie Scharnbergs Bilder ergänzen fröhlich ohne den üblichen Weihnachtskitsch die Geschichte

Text

dialogreiche Erzählung mit vielen Denkanstößen

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Nov 2009

In Eddies Familie wurde noch nie viel Aufhebens um das Weihnachtsfest gemacht. Das soll sich ändern, als die neuen Mieter ins Haus ziehen. Eddie ist fest der Meinung, "der Weihnachtsmann, den es nicht gibt", hat die Wohnung gemietet. Plötzlich verwandelt sich alles in eine vorweihnachtlich-zauberhafte Stimmung und Eddie beschäftigt sich erneut mit der quälenden Frage: Gibt es ihn nun oder gibt es ihn nicht?

Regen in der Adventszeit, nichts besonderes. Aber kaum sind die neuen Mieter eingezogen, schneit es. Eddie freut sich, denn zur neuen Familie gehört auch ein Mädchen in seinem Alter, Roswitha. Plötzlich glaubt Eddie im Schneegestöber ein Rentier zu sehen. Seltsam, es duftet auch neuerdings immer nach Tannengrün im Hausflur und Eddie hört Glöckchen klingen. Aber das ist sicher nur Einbildung, denn für alles gibt es eine vernünftige Erklärung. Als Roswitha ihn nach seinen Weihnachtswünschen befragt, gesteht Eddie, dass er sich ein Kätzchen wünscht und er will endlich wissen, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Manchmal hat er das Gefühl, das Mädchen kann seine Gedanken lesen. Genauso wie ihr Vater, der wirklich wie der Weihnachtsmann aussieht und auch diese bestimmte Ausstrahlung besitzt. Eddies Eltern haben dem Kind schon früh erklärt, dass es den Weihnachtsmann nicht geben kann. Unter den Kostümen stecken Studenten oder Schauspieler. Wahrscheinlich ist Roswithas Vater auch so ein Saisonweihnachtsmann. Der Arme.

Eddie darf zum ersten Mal zu Roswitha und ist total aufgeregt. Die Wohnung sieht nach dem Einzug etwas chaotisch aus. Allerdings liegen dort auch Umzugskartons herum, die hübsch eingepackt sind. Das sei bei ihnen so üblich, behauptet das Mädchen. Sie spielen Geschenke einpacken und Eddie kann sich nach ersten Zweifeln dafür sogar begeistern. Frau Herberger, die so eine süße Katze hat, die er nie anfassen darf, will er allerdings nichts schenken. Sie ist zu ihm nicht sehr freundlich und auch das soll sich bald ändern. Plötzlich lädt die alte Frau die Kinder zum Nordpolpudding essen ein und erzählt von vergangenen Weihnachtstagen. Und sie klärt die Kinder darüber auf, dass am Heiligen Abend um Mitternacht jeder Weihnachtsmann die Wahrheit sagen muss und da könnte ja Eddie seine Frage loswerden.

Aber der Junge ist unsicher, ob er es überhaupt noch wissen möchte. Seltsames passiert zwei Tage vor Weihnachten, Weihnachtspakete sind verschwunden und die Katze von Frau Herberger ist unauffindbar.
Doch dann klären sich ein paar Dinge, die aber nicht verraten werden sollen. Nur eins: Eddie bekommt sein Kätzchen und vielleicht eine Antwort auf seine Frage.

Hilke Rosenboom erzählt sehr unaufgeregt und unterhaltsam eine wundersame Geschichte über den Zauber der Vorweihnachtszeit. Alles ist so normal wie immer und trotzdem schwebt über Eddies Leben irgendwie der Hauch von weihnachtlicher Freude, die er so noch nie erlebt hat. Er lernt eine neues Mädchen kennen und freundet sich mit ihr an. Eddie erlebt, wie eine alte offenbar einsame Frau aus ihrer Isolation findet und sich den Kindern öffnet. Durch die neuen Mieter scheint sich vieles verändert zu haben. Der öde Hausflur verströmt den Duft von Tannenzweigen, es schneit und Eddie und Roswitha verbringen viel Zeit im Freien.
Stellt sich die Frage, ist es wichtig, genau zu wissen, ob es ihn nun wirklich gibt oder nicht? Macht es nicht Freude, anderen Menschen eine Überraschung zu bereiten und sich selbst auf die Enthüllung von Heimlichkeiten zu freuen? Nicht alles muss immer ganz genau und vernünftig ergründet werden. Auf das Gefühl kommt es an und das erkennt Eddie mit Roswithas Hilfe.

Federleicht ist diese Weihnachtsgeschichte und ohne bekennende Botschaft. Bei der Lektüre stellt sich auf jeden Fall eine wunderbare Weihnachtstimmung ein, auch wenn es regnet und niemand im Hausflur die Glöckchen klingen lässt.

Fazit:

Die viel zu früh verstorbene Kinderbuchautorin Hilke Rosenboom hat sich eine wundervolle, fast lebensechte Weihnachtsgeschichte ausgedacht, die humorvoll und leicht vom Friedensgedanken des Festes und den Heimlichkeiten in der Adventszeit erzählt.

Karin Hahn

 

Wenn das kein Weihnachten ist!

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