Couch-Wertung:

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Bilder
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Idee

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte, die einmal ganz ohne tiefere Botschaft auskommt, dafür aber sehr amüsant ist.

Bilder

Die gewohnt witzigen Illustrationen zeigen untypische Weihnachtsmänner, verschiedene Schauplätze von Europa bis hin zur Südsee, mit vielen kleinen lustigen Details gespickt. Die Bilder unterstützen den Text bestens.

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Der Text ist spritzig und locker und langweilt zu keiner Zeit. Viele Dialoge. Spannung und Spass stehen hier im Vordergrund.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Dez 2009

[ab 5 Jahren]

Weihnachten mal ganz anders - mit einem Weihnachtsmann? - nein mit einer ganzen "Bande" von Weihnachtsmännern. Die soll es gar nicht geben - sagen die Zeitungen in dieser Geschichte.
Für diejenigen, die es jetzt genauer wissen wollen, gibt die unkonventionelle Geschichte, mit dem bekannten Humor von Ute Krause, die Antwort: Das ist ein echtes "Weihnachtsmannkomplott"!

Die Schlagzeile in der Zeitung kurz vor Weihnachten: "Weihnachtsmänner gibt es nicht!" verbreitet sich in Windeseile um die ganze Welt. Fassungslos stehen die Weihnachtsmänner da, als ihr kleiner Koch ihnen die Zeile vorliest. Ein kleiner Junge namens Rupert liest die Schlagzeile ebenfalls und will es nicht wahrhaben. An wen sollen die vielen Wunschzettel geschickt werden, und wer bringt die Geschenke? Fragen über Fragen. Die Weihnachtsmänner (bis auf einen) machen indes Urlaub in der Südsee und schlürfen leicht bekleidet ihre Drinks.

Rupert ist traurig: Weihnachten soll also ausfallen? Um ihn auf andere Gedanken zu bringen, nimmt ihn sein Vater mit zur Arbeit. Traurig sitzt Rupert dort, bei der Post, vor einem grossen Postsack. Wie es der Zufall will, findet er einen Brief von den Weihnachtsmännern an den Einen, der Zuhause geblieben ist. In der Südsee sind sie also! Schnurstracks macht Rupert sich auf den Weg. Als Schiffsjunge kann er auf einem grossen Dampfer anheuern. Er erlebt Stürme und raue See, geht täglich seiner Arbeit in der Kombüse nach, bis sie schliesslich am Ziel sind. Und tatsächlich: unter zwei Palmen lümmeln sich die Weihnachtsmänner mit Badehose und Gummiente.

Doch Rupert kann sie schnell überzeugen, wieder zurückzukehren. Sie machen sich an die Arbeit, um die versäumte Zeit aufzuholen. Geschenke werden in der Südsee besorgt, mit einem Zettel versehen auf dem steht: "Wo kommen denn die Geschenke her, wenn`s mich nicht gibt? Liebe Grüsse vom Weihnachtsmann" und schnell verteilt. Nach getaner Arbeit gehen die Weihnachtsmänner zurück zum Nordpol und feiern selbst die ganze Nacht. Rupert, der die ganze Zeit mitgeholfen hat, wird schnell von einem Weihnachtsmann nach Hause gebracht. Der verspricht Rupert, dass er auch einmal Weichnachtsmann werden kann.

Eine uralte Kindersorge, die alle Jahre wiederkehrt: Gibt es den Weihnachtsmann wirklich? Und wenn nicht, wie kommen dann die Geschenke zu uns?

Auf ihre ganz spezielle Art und Weise erzählt Ute Krause eine unkonventionelle und witzige Geschichte. Dabei nimmt sie das Rätseln um die Überbringer der ersehnten Geschenke ordentlich auf´s Korn. Was wäre, wenn unter den Kindern das Gerücht umginge, dass nicht die rotbezipfelten Männer die Geschenke bringen, sondern die eigenen Eltern? Dabei ist die Idee, es gäbe gleich eine ganze Mannschaft von Weihnachtsmännern, für die meisten ja schon abwegig - und so treibt Ute Krause das Thema denn auch auf die Spitze, indem sie ihre demotivierten Geschenkboten in der Südsee eine Auszeit nehmen lässt.

Nicht nur dass die Geschichte schon aus dem üblichen Rahmen fällt, auch die Sprache von Ute Krause ist mit den witzigen Dialogen und Ausdrücken originell. Der spritzige Erzählbogen, der die Geschichte überspannt, nimmt die Kinder über die stürmischen Meere hinaus, in ein unerwartetes Abenteuer. Sie beginnt jedoch recht profan, indem der Koch den Weihnachtsmännern die stinkende Zeitung vor die Nase hält (zuvor war ein Fisch darin eingewickelt,darum gleich zu Anfang: "Schuld war der Hering"). Die rümpfen ihre Nasen und meinen: "Ach, das ist bestimmt nur ein Scherz. Niemand ist so dumm und glaubt solchen Unsinn! ..." Jaja...

Spätestens aber beim Anblick der ungläubigen Weihnachtsmänner in ihren unterschiedlichen Morgenmänteln und den stachelig-behaarten Beinchen macht sich ein Grinsen breit. Zusammen mit ihrem winzigen Koch, der selbst am Strand seine übertrieben hohe Kochmütze trägt, sind diese Protagonisten schon ein Hingucker unter den vielen besinnlichen Weihnachtstiteln für Kinder.

Ute Krauses Illustrationen wirken sehr lebendig aber niemals überladen. Neben den eigenwilligen Weihnachtsmännern aus aller Welt - Afrika, Arabien, Indien ...- gibt es noch so manches situativ-komische Detail zu entdecken, etwa wenn im tosenden Sturm, unter den Tentakeln einer Riesenkrake, ein Hai nach Luft schnappt oder wenn es auf der Strandpromenade von Männern mit langen, weißen Bärten nur so wimmelt. In warmen, kräftigen Farben und mit ihrem Sinn für das Kuriose, nähert sich Ute Krause dem Thema wieder einmal von einer ganz anderen Seite an.

Fazit:

"Das Weihnachtsmannkomplott" ist eine wahrhaft komische Geschichte, die zwar mit der eigentlichen Weihnachtsgeschichte nur wenig zu tun hat, dafür aber unbedingt die Stimmung hebt. Eine echte Vorweihnachtsgaudi!

Sylke Wilmer-Gruchmann

 

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