Couch-Wertung:

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Idee
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Idee

Für echte Piraten-Omas und ihre Enkel – ein riesen Spass für die ganze Familie!

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Die Illustrationen von Thomas M. Müller sind dynamisch, witzig und liefern einfach vergnügliche Unterhaltung.

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Gut durchdachte Details und das richtige „Timing“, stellen erneut Christine Nöstlingers Ideenreichtum und ihre Erfahrung unter Beweis. Ihre Sprache ist voller Humor und doch von einer Ernsthaftigkeit, die Kinder für sich einnmmt.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jan 2010

Leon Pirat ist wieder da! Nachdem sich in seinem ersten Abenteuer die Arbeitsteilung auf dem Piratenschiff geklärt hat, bringt die Briefträger-Möwe dieses Mal wichtige Post. Doch die wirft Leons Vater vollkommen aus dem Gleichgewicht. Wenn nicht einmal mehr der verfressenste Piratenkapitän essen will, dann muss er sehr, sehr unglücklich sein. Aber Leon hat keine Ahnung, was seinen Papa so bedrückt...

Dabei steht in dem Brief noch nicht einmal was schlimmes, nur: "Generalversammlung der Piratenkapitäne. Erscheinen Pflicht! Wir treffen uns am 13. Sonntag des Jahres in der Totenkopfkneipe auf Esperanza." Das Treffen findet nur alle dreizehn Jahre statt und Leon ist begeistert, denn dieses Mal würde er dabei sein und Papas gefährliche Kollegen kennen lernen. Doch Papa Piratenkapitän seufzt nur schwer und verschwindet in seiner Kajüte. Auch in der nächsten Zeit benimmt sich sein Vater sehr eigenartig. Er liegt nur noch in seiner Hängematte und - ja, seufzt. Selbst das Essen, das ihm Leon mit aller Liebe zubereitet, rührt er kaum an. Leon weiß: "Hört ein Vielfraß zu essen auf, muss sein Kummer groß sein. Und großer Kummer vergeht nicht von selbst." Leon bittet seinen Lieblingsstern um Hilfe.

Dann findet er in Papas Kajüte eine Nachricht und ist ganz verdutzt. In fragwürdiger Rechtschreibung hat sein Vater in Leons Namen eine Nachricht verfasst, die besagt, dass er, Leons Vater, gestorben sei und deswegen nicht kommen könne. Zur Rede gestellt, gesteht der Piratenkapitän unter Tränen, dass er mit Piratenkapitän "Holzbein" sein Schiff darauf verwettet hätte, dass er bis zum nächsten Treffen den großen Schatz finden würde. Und den suchen Leon und sein Vater wirklich schon sehr lange - leider ohne Erfolg. Als einzige Entschuldigung gelte nur der Tod, so Leons Papa.

Und so geht er wieder in seine Kajüte, legt sich in seine Hängematte und wartet auf sein Ende. Mit etwas Glück und der Hilfe seines Lieblingssterns findet Leon wieder nach Hause zu seiner Mama und zu seiner Piraten-Oma. Als er ihnen von dem Problem erzählt, sorgt die patente Piraten-Oma dafür, dass ihr geknickter Sohnemann etwas findet - wenn es auch nicht der "echte" Schatz ist. Kurzerhand versteckt sie in einer nahegelegenen Bucht einen kleinen Schatz aus Münzen, den sie aus alten Tagen aufbewahrt hat. Durch einen Trick gelingt es ihr, dem Piratenkapitän die vermeintliche Schatzkarte dazu unterzujubeln. Der macht sich auch sogleich, da nun seine Lebensgeister wieder geweckt wurden, mit Leon auf den Weg. Doch ein Gewitter zieht auf. Als der wildtosende Sturm endlich nachlässt, sehen sie es: Eine Mastspitze, die aus dem Meer ragt! Als sie eine Schatztruhe aus dem Wrack bergen, ist Leon aber sonnenklar, dass sie nicht in der kleinen Buch gelandet sind und auch nicht Omas Schatz gefunden haben. Wie durch ein Wunder hat sie der Sturm genau an die Stelle gebracht, wo der so lange gesuchte Schatz im Schiffswrack verborgen war.

Nun wird doch alles gut, Papa kann seine Piratenehre retten und langt auch beim Essen wieder ordentlich zu - nur Oma muss sich schnell auf die Socken machen, um ihren Schatz wieder einzuholen...

Nun gibt es zu der etwas anderen, herzerfrischenden Geschichte über den kleinen Piraten Leon endlich eine Fortsetzung: Und die ist, um es gleich vorweg zu nehmen, Christine Nöstlinger rundum geglückt. Die gut durchdachten Details und das richtige "Timing", stellen erneut ihren Ideenreichtum und ihre Erfahrung unter Beweis.

Christine Nöstlingers Sprache ist voller Humor und doch von einer Ernsthaftigkeit, die Kinder für sich einnmmt. Dass das "Seufzen" zum Symptom schlechthin wird und einer in der Hängematte auf sein Ende wartet, hat schon etwas Tragikomisches, was Kinder aber durchaus verstehen. Ihnen gefällt, dass Leon entschlossenen Kampfgeist zeigt, die Dinge selbst in die Hand nimmt und damit seinen Papa aus der misslichen Lage rettet. Natürlich war auch eine Menge Glück im Spiel, doch das konnten die beiden Seeräuber auch gebrauchen, nachdem sie in ihrem ersten Abenteuer an dem so lange gesuchten Goldschatz einfach vorüberschipperten.

Einfach erfrischend ist die Darstellung von Leons einst so gefürchteten Piraten-Oma: "Alt aber immer noch bärenstark" zeigt sie, dass auch scheinbar unlösbare Probleme kein Grund zur Verzweiflung sind. So eine Oma wirft nichts so schnell aus der Bahn. Im Handumdrehen wird der wehleidige Sohnemann ausgetrickst. Feinsinnig aber in ihrer Aussage präzise erzählt Christine Nöstlinger diese Piratengeschichte fernab von den "klassischen" Piratenabenteuern.

Auch in dieser Ausgabe schafft Thomas M. Müller farbenprächtige Bilder mit sehr schön ausgestalteten Bilderbuchszenen. Die Protagonisten, der markante Ankerpunkt der Illustrationen, wirken überaus lebendig und zeigen mit ihren ziemlich roten, vollen Lippen ein ausgeprägtes Mienenspiel. Zusammen mit den tierischen Nebendarstellern - ob Möve, Krake, Delphin oder Eule - wirken sie dynamisch, witzig und liefern ein weiteres mal einfach vergnügliche Unterhaltung.

Fazit:

Hoppla. eine Piratengeschichte, in der mal die Oma der rettende Anker ist? Die Geschichten von "Leon Pirat" zeigen echten Familiensinn! Im Mittelpunkt steht aber stets Leon, der seinem Papa mit gutem Essen und einer ordentlichen Prise Glück wieder auf die Beine hilft. Hoffentlich bescheren uns Christine Nöstlinger und Thomas M. Müller noch viele Geschichten über diesen liebenswerten kleinen Piraten und seine etwas andere Verwandtschaft.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

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