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Über ein Handy gelangen drei Kinder in die Vergangenheit, um einen Mordfall aufzuklären. Thilos „Mord in der Domstadt“ ist der Auftakt zu seiner Kinderbuchreihe „3 für alle Fälle“.

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S/W-Illustrationen geben stimmungsvoll Szenen aus der Erzählung wieder und lockern den Text auf.

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Der zügige Handlungsverlauf lässt keine Langeweile aufkommen. Immer wieder werden spannende Akzente gesetzt. Die Beschreibung der Schauplätze und die vielen Dialoge machen die Erzählung lebendig.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mai 2010

[ab 9 Jahren]

Drei Kinder, ein vermeintlicher Mordfall und ein Handy, welches Jenny, Paul und Finn in die Gassen der Altstadt von Mainz führt - zurück in die Vergangenheit. Thilos "Mord in der Domstadt" ist der Auftakt zu seiner Kinderbuchreihe "3 für alle Fälle".

Jenny, ihr Schulfreund Paul und dessen Bruder Finn staunen nicht schlecht, als ihnen eines Tages ein seltsames Handy von einem Unbekannten zugespielt wird. Seltsam auch, da das Handy scheinbar ohne Funktion ist. Als Jenny auf eine Zeitungsnachricht stößt, die auf eine archäologische Ausgrabung hinweist, bei der eine mumifizierte Moorleiche entdeckt wurde, werden die drei Kinder neugierig und beschließen den Fundort aufzusuchen. Als Jenny und Paul die wissenschaftlichen Untersuchungen an der Moorleiche beobachten, erfahren sie von den Todesumständen des Mannes. Und dann macht sich auch das Handy bemerkbar und als Paul eher zufällig den Kameraauslöser des Handys betätigt, zeigt sich auf dem Display das Gesicht der Sumpfleiche. Doch nicht nur das: Auch die Ziffer 1 auf dem Handy beginnt zu blinken und nur diese Taste lässt sich auch betätigen. Und damit setzen die drei Freunde ihre erste Zeitreise in Gang. Urplötzlich finden sich die drei Freunde in der Vergangenheit wieder - am gleichen Ort aber eben zu einer anderen Zeit. Das Bild auf dem Handydisplay zeigt nun nicht mehr das Gesicht der Sumpfleiche, sondern das Gesicht eines jungen Mannes...

Schnell einigen sich die drei, dass es nur eine Erklärung geben kann: Das Handy hat sie hierher geführt, um das Rätsel der Sumpfleiche zu lösen. Wie es sich für selbstbewusste Kinderbuchhelden gehört, nehmen auch Jenny, Paul und Finn die Herausforderung an und gehen mit detektivischem Spürsinn der Sache auf den Grund. Sie erfahren, dass es sich bei dem jungen Mann um Peter Kalbfuß handelt, dessen Verlobte Marie sie ebenso kennenlernen, wie den streitlustigen Vater Karl. Aber insbesondere Steinmetz Georg verhält sich verdächtig und scheint etwas zu verbergen. Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als sie erkennen, dass Georg es offensichtlich auf das Leben des alten Karl abgesehen. Können Jenny, Paul und Finn das Unheil rechtzeitig abwenden? Werden Sie das Rätsel um den Tod von Peter Kalbfuß lösen können?

Das Thema Zeitreise ist ganz sicher nicht neu und hat insbesondere mit "Das magische Baumhaus" - ebenfalls aus dem Loewe Verlag - oder etwa "Die Zeitdetektive" (Ravensburger) auch bereits prominente und erfolgreiche Mitstreiter bzw. Vorbilder auf dem Markt. Dass Thilo bei "3 für alle Fälle" ein Handy als Zeitreiseinstrument wählt, mag zwar moderner daher kommen, ist mir dann aber nicht weniger arg konstruiert. Kinder wird das natürlich wieder weniger stören und der Wurm soll ja bekanntlich dem Fisch und nicht dem Angler schmecken. So dürfte es für die junge Leserschaft zweitrangig sein, wie ihre Helden ihre abenteuerliche Zeitreise antreten. Die Frage nach Originalität stellt sich - wie so oft bei neuen Kinderbuchreigen für das jüngere Publikum - also auch hier nicht unbedingt.

Überaus routiniert führt Thilo seine Leser durch das Abenteuer. Der zügige Handlungsverlauf lässt keine Langeweile aufkommen. Immer wieder werden spannende Akzente gesetzt. Die Beschreibung der Schauplätze und die vielen Dialoge machen die Erzählung lebendig. Das Dreiergespann agiert auch hier gewohnt clever und auch der jüngste unter ihnen kommt zum Zuge und hat zur rechten Zeit den passenden Einfall.

Das Rätsel um das besagte Handy bleibt auch am Ende des Abenteuers noch ungeklärt, und auch über den merkwürdigen Unbekannten, der das Handy den Kindern zugänglich gemacht hat, erfahren wir nicht mehr. Hier müssen wir also auf eine spätere Auflösung in den weiteren Bänden der Buchreihe warten.

Im Vergleich zum zuvor erwähnten magischen Baumhaus ist bei "3 für alle Fälle" doch deutlich mehr Textmenge vorhanden, Wortwahl und Satzbau sind bereits anspruchsvoller. So wird die neue Serie auch eher diejenige Leserschaft ansprechen, denen das magische Baumhaus vielleicht bereits zu wenig Inhalt bietet und "Die Zeitdetektive" noch zu komplex und umfangreich sind.

Fazit:

Spannende Unterhaltung für alle Kinder ab 8-9 Jahren, die sich gerne an fremde Orte in anderen Zeiten begeben. "3 für alle Fälle" ist eine weitere Kinderbuchserie, die auf bekannte Muster und Figuren setzt. Das routiniert erzählte Krimi-Detektive-Abenteuer präsentiert sich in gelungener und ansprechender Aufmachung.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

3 für alle Fälle - Mord in der Domstadt

3 für alle Fälle - Mord in der Domstadt

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