Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Die Grundidee und die Charaktere wirken bis auf leichte Schönheitsfehler glaubwürdig.

Bilder

Die fröhlichen s/w Illustrationen von Heike Herold tragen zur positiven Grundstimmung dieser Feriengeschichte bei.

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Das Lesetempo ist flott, jedoch so wie die Spannung wohldosiert. Das Lesen macht Spaß und bringt gute Laune.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jul 2010

Pims exzentrische Tante Affrika hat im Internet eine Erbschaft ersteigert. Bedingung ist, die Asche eines Verstorbenen am Meer zu verstreuen. Es gelingt ihr, Pims Vater zu überreden, sie auf der Fahrt ans Meer zu begleiten. Wird es ihnen gelingen, den letzten Wunsch des Verstorbenen zu erfüllen?

Die neunjährige Pim und ihr Vater leben seit dem Tod der Mutter in trauter Zweisamkeit, Dritte im Bunde ist Pims Freundin Frau Dentelly, die nur in ihrer Vorstellungskraft existiert. Niemand außer ihr kann Frau Dentelly sehen, nur manchmal der Vater, aber Pim ist sich da nicht so sicher, ob das wirklich stimmt.

In diese Idylle platzt Vaters Zwillingsschwester Affrika mitsamt Patenkind Frida aus Schanghai. Der Grund dieses überraschenden Besuchs ist Tante Affrikas haarsträubender Plan, wie sie und ihr Bruder reich werden können. Im Internet hat sie eine Erbschaft ersteigert, die einen Erben sucht. Ein gewisser Hanno wünscht, dass seine Asche mit seinem Lieblingsauto ans Meer gefahren und dort bei Vollmond verstreut wird. Seine Verwandten sind dazu nicht bereit und so kommt Pims Familie ins Spiel.

Alle steigen in Hannos Lieblingsauto, einen uralten, aber gut gepflegten VW-Bus und fahren los in Richtung Meer. Im Fahrzeug finden sie einen frankierten Brief, adressiert an eine gewisse Smilla Lundström, und eine von Hanno besprochene Kassette, die ihnen weitere Anweisungen gibt.

Obwohl diese abenteuerliche Fahrt an einem Dreizehnten begonnen wurde, und laut den Unkenrufen der stark abergläubischen Tante nur schief gehen könnte, verläuft sie fast bis zum Ende ohne Zwischenfälle. Kurz vor dem Ziel aber wird den Reisenden die Urne mit der Asche von Hannos geldgieriger Verwandschaft geklaut und in einen Bach gekippt.

Zum Glück hat Hannos Notar, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Bestattung überprüft, vorgesorgt und es kann doch noch zu einem melancholischen Verstreuen der Asche bei Vollmond kommen.

Am Ende sind die Beteiligten zwar nicht wirklich reich geworden, denn bei der Erbschaft handelt es sich mehr um eine Aufwandsentschädigung. Sie sorgt aber immerhin dafür, dass Pims Vater die unbezahlten Rechnungen und ein großes Trampolin für Pim bezahlen kann. Und Hannos gute Freundin Smilla Lundström erbt auf raffinierte Weise ein richtiges Vermögen, das ihr Hannos raffgierige Verwandten nicht streitig machen können.

Viel einschneidender für Pim ist jedoch, dass sie Frau Dentelly, die sie nicht mehr braucht, am Meer bei Frau Lundström zurück lässt.

Diese locker und leicht geschriebene Sommergeschichte liest sich wie eine Art spannendes Road-Movie. Wird es Tante Affrika und ihren Mitreisenden gelingen, Hannos letzten Wunsch zu erfüllen?

Dabei ist die Spannung wohldosiert und der Altersgruppe angemessen. Die vielen Dialoge beleben den Handlungsablauf und unterstützen das flotte Erzähltempo.

Auch wenn die Charaktere nicht überzeichnet sondern lebensecht wirken, muten viele der Namen zu gewollt originell oder besonders an. So heißt die Tante "Affrika" (heisst sie wirklich so oder ist das nur ein Spitzname, begründet in ihrer Reiselust?).
Auch der Vorname des Vaters "Phileas" klingt eher wie ein Spitzname, nach Phileas Fogg, dem Helden des Jules Verne Klassikers "In 80 Tagen um die Welt" Oder hatten die Eltern einen Reisespleen, der sich u.a. bei der Namensgebung ihrer Kinder ausdrückte?
Auch der Name der Hauptperson "Pim" wirkt wie ein Spitzname, wie der des Vaters eher aus dem angelsächsischen Raum, als aus dem deutschen oder sollen somit etwaige Übersetzungen vereinfacht werden? Auf deutsche Leser wirkt dies jedenfalls befremdlich!

Nicht befremdlich sondern erfreulich ist die glaubwürdige Darstellung der kindlichen Gefühlswelt der Heldin Pim, aus deren Perspektive die Handlung geschildert wird, so zum Beispiel ihre besitzergreifenden Gefühle gegenüber ihrem Vater oder die sich von Ab- in Zuneigung verwandelnde Beziehung zu Frida, die ihr mehrmals aus der Patsche hilft und die sie am Schluss sogar "cool" findet.

Wenig glaubwürdig wirkt jedoch Pims unsichtbare Freundin (eigentlich ist sie eher eine Nervensäge) Frau Dentelly. Nun fehlt Pim wohl die Mutter, doch ist es eher ungewöhnlich, dass Pim in diesem Alter noch eine unsichtbare Freundin hat. Letztlich verkörpert so ein unsichtbarer Gefährte etwas, das man gerne wäre oder was man gerne an seiner Seite hätte. Dabei verkörpert Frau Dentelly nicht unbedingt den Ersatzmuttertyp, sondern eher einen zickigen Störenfried. Man kann nur mutmaßen, ob Frau Dentelly ein Teil von Pims Persönlichkeit ist, oder ob sie sich mit ihr weniger einsam fühlt.

Diese wenigen Kritikpunkte wiegen jedoch nicht schwer und tun dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Die fröhlichen Illustrationen von Heike Herold bereichern das Buch. Die kurzen Kapitel und altmodischen Kapitelüberschriften, die an Kinderbuchklassiker von Michael Ende oder Erich Kästner erinnern, sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen und vermitteln vor allem leseungeübten Kindern das befriedigende Erfolgserlebnis, ein ganzes Buch gelesen zu haben.

Fazit:

Eine fröhliche Feriengeschichte, die gute Laune macht.

Andrea Delumeau

 

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