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Durch ihre Eigenheiten und die kleinen Geschehnisse am Rande wirken die Charaktere durch und durch liebenswert und sympathisch. Eine kluge und zugleich warmherzige Geschichte.

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Die Illustrationen der Autorin passen einfach perfekt zum Charme der Geschichte.

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Catharina Valckx Sprache ist warmherzig, lebendig und wunderbar klar. Genau das richtige Buch für die ersten eigenen Leseerfolge. Aus dem Französischen von Julia Süßbrich

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Sep 2010

[ab 7 Jahren]

Sansibar der Rabe bekommt eines Tages Besuch von dem Journalisten Achilles Tratsch. Die Brilleneidechse mit dem bezeichnenden Namen möchte über eine außergewöhnliche Persönlichkeit schreiben. Doch Sansibar ist "nur" ein einfacher Rabe. Sansibar möchte aber ein Held sein und überlegt, wie er doch noch in die Zeitung kommt...

... schließlich hat er eine unglaubliche Idee: Er wird ein Kamel stemmen - mit nur einem Flügel! Als er Pauline Maulwurf von seinem großen Plan erzählt, ist die auch gleich begeistert. Doch wo gibt es eigentlich Kamele? Die Postmöwe, die sich in der Welt auskennt, sagt ihm, dass er dazu in die Wüste fliegen müsse ziemlich weit in Richtung Süden. Während seines langen Flugs denkt Sansibar darüber nach, dass ein Dromedar kleiner als ein Kamel ist - und nur einen Höcker hat. Vielleicht, so denkt er, ist es besser es erst einmal mit diesem Tier zu versuchen - wobei ein kleines Kamel besser wäre als ein großes Dromedar.

In der Wüste angekommen trifft Sansibar auf den Wüstenfuchs Sidi, der ihn zu dem kleinen, mageren Dromedar Cheb führt. "Ich möchte dich tragen" eröffnet Sansibar dem Dromedar. Nach Chebs unumgänglichen Mittagsschlaf und einer Tasse Steinrosentee darf Sansibar sein Glück versuchen. Zunächst vermag der Rabe das Dromedar nicht einen Millimeter zu bewegen, doch dann schlägt der Fuchs vor, dass Sansibar sich auf einen Hocker stellen soll. Und schließlich funktioniert es tatsächlich! Sidi, der Wüstenfuchs macht noch schnell ein Foto.

Glücklich fliegt Sansibar nach Hause, um dem Journalisten Achilles Tratsch von seiner Heldentat zu berichten. Doch dieser wird böse und will dem Raben kein Wort glauben. Zu allem Überfluss berichtet ihm Gina Kröte auf dem Heimweg von ihrem verwegenen Sprung ins Wasser und dass sie in die Zeitung kommen wird. Niedergeschlagen erzählt Sansibar seine Geschichte, doch auch Gina will ihm nicht glauben.

Es regnet in Strömen, Kochen kann Sansibar auch nicht mehr, denn sein berühmtes Omelett mit Pilzen ist angebrannt und als er Sidi schreiben will, ist auch noch die Tinte im Stift leer. Doch Pauline Maulwurf erklärt dem frustrierten Raben, dass sein Abenteuer nicht umsonst war. Und dass er bereits etwas besonderes war, bevor er das Kamel ,pardon , Dromedar getragen hat. Dann kommt Möwe und bringt ein Päckchen von Sidi. Es ist voller Sand - und unter dem vielen Sand liegt eine Postkarte und das Foto, das zeigt, wie Sansibar tatsächlich das Dromedar Cheb in die Höhe gehoben hat - mit nur einem Flügel! Sansibar ist so erfreut über die nette Karte seines neuen Freundes, dass er den Zeitungsartikel ganz vergisst. Doch Pauline regelt das unterdessen. Und so kommt es, dass Möwe eines Tages ganz aufgeregt zu Sansibar kommt und ihm die Zeitung mit einem großen Artikel über Sansibars Heldentat bringt. Alle Freunde freuen sich, doch Sansibar ist plötzlich ganz verlegen wegen seiner neuen Berühmtheit. Statt einer Rede macht er lieber sein berühmtes Omelett und freut sich vor allem darüber, dass er so viele, liebe Freunde hat.

Die niederländische Autorin Catharina Valckx, die ihre Kindheit in Frankreich verbrachte und daher ihre Bücher in französischer Sprache schreibt, hat bereits in Frankreich zahlreiche Kinderbücher veröffentlicht.

Schon der Titel "Der unglaubliche Sansibar" klingt nach Abenteuer pur. Und dieses Versprechen hält das liebenswerte und humorvolle Buch auch. Doch die unglaubliche Geschichte bietet noch mehr. Sie erzählt zum einen davon, dass jeder etwas Besonderes ist und sie berichtet von der großen Faszination, ferne Länder zu erleben - und dabei das beste zu finden, was es gibt: Freunde.

Sansibar hat durch seinen Mut, in die Welt hinauszufliegen, also viel mehr gewonnen als seine Berühmtheit. Als seine Freundin Pauline feststellt, dass sich ihr gefiederter Freund verändert hat - "du siehst aus wie einer, der in der Welt herumgekommen ist" - erkennt er am Schluss, dass er für sich selbst ein großartiges Abenteuer erlebt hat - ob die Zeitung nun darüber berichtet oder nicht. Was mit einer ziemlich eitlen Idee begonnen hat, macht die Welt für Sansibar reicher.

"Der unglaubliche Sansibar" ist gerade für Leseanfänger ab 7 geeignet, die bereits längere Texte eigenständig lesen können. Catharina Valckx Sprache ist warmherzig, lebendig und wunderbar klar. Ihre liebenswerten Protagonisten sind allesamt kleine Persönlichkeiten; nicht allein, aber auch durch ihre einfallsreichen Namen, die es Kindern leicht machen, die verschiedenen Figuren auseinander zu halten. Die zahlreichen Illustrationen der Autorin - ausschließlich in s/w und Gelb - ergeben zusammen mit dem Satz und der übersichtlichen Textmenge ein durch und durch homogenes und ansprechendes Gesamtbild, das Kinder geradezu dazu auffordert in diesem Buch zu schmökern. Die schlichten Strich-Zeichnungen, die eine sanfte Struktur durch Buntstift und Aquarelltechnik zeigen, greifen den besonderen Charme der Geschichte auf und geben den jungen Lesern auf jeder Doppelseite abwechslungsreiche Einblicke. Das motiviert zum Weiterlesen und macht die tierischen Protagonisten noch "greifbarer".

Die gut nachvollziehbare, kindliche Denkweise von Sansibar spricht Kinder an und lässt sie unversehens in die herzlich-fröhliche Erzählung eintauchen. Die sandige Socke des Dromedars wird zum schönsten Geschenk, das unermüdliche Korrigieren Sansibars (dass es sich beim gestemmten Tier nicht um ein Kamel, sondern um ein Dromedar handelt), die aufrichtige Freude der Postmöwe, als sie vor Aufregung erst gar nicht die Zeitung aus ihrer Posttasche bekommt - all das sind die Kleinigkeiten, die dieses Buch so charmant und lesenswert machen.

Fazit:

Mit dem "unglaublichen Sansibar" auf Abenteuerreise in die Wüste. Ein liebenswertes Buch für aufgeweckte Leseanfänger ab 7 Jahren. Seine herzlich-fröhliche Atmosphäre und seine einprägsamen Charaktere, allen voran der Rabe Sansibar, vermitteln auf zurückhaltende und zugleich kluge Weise den Wert von Freundschaft - überall auf der Welt.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

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