Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Ungewöhnliche Perspektiven, noch dazu in Lebensgröße, geben außergewöhnliche Einblicke - allesamt ausdrucksstark vermittelt.

Bilder

Klare Seitengestaltung in Anordnung und Zusammensetzung. Gute Inszenierung der abgebildeten Gegenstände. Die Fotografien lassen in Altbekanntem viel Neues entdecken.

Text

Die kurzen Sätze sind prägnant. Der Text besteht aus Informationen, Feststellungen, Antworten und Fragen. Die Zusatzinformationen im Glossar runden das Buch ab.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jan 2011

"Ich sehe was, was Du nicht weißt" ist ein bebildertes Buch mit Fotos in Lebensgröße. Wie passt dann ein Elefant hinein? Klar, natürlich nur im Ausschnitt - einem winzigen Ausschnitt, der nur zwei Zehen vom Elefantenfuß zeigt - aber dafür passt eine ganze Maus hinein. Das Titelbild verrät schon mit seinem Millimeterpapier im Hintergrund, was den Leser erwartet, nämlich tolle Vergleiche zum Staunen.

Jorge Dorneige hat sich Fragen gestellt, die wohl schon so manchem durch den Kopf gegangen sind. Aber wer von uns hat sich die Mühe gemacht festzustellen, wie viele Sandkörner in einen Eimer passen? Der argentinische Autor Jorge Dorneige ist der Sache nachgegangen - und nicht nur dieser.

In seinem ersten Buch hat der vielfach ausgezeichnete Grafikdesigner, der von Haus aus Art-Direktor bei einer renommierten Zeitung ist, die Dinge einmal ganz aus der Nähe betrachtet - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wenn in einem einzigen Eimer ungefähr 120 Millionen Sandkörner passen, wie viele gibt es wohl in der Wüste? Er findet heraus, dass 50 Ameisen ein Stück Torte verputzen können und dass eine Kuh etwa 40 Liter Milch am Tag gibt - das sind 200 Gläser, zu sehen auf einer ausklappbaren Doppelseite.

Ebenfalls auf einer ausklappbaren Doppelseite sieht man, von wie vielen Blüten die Bienen Nektar sammeln müssen, um einen Teelöffel Honig herzustellen. Wer mehr über die fleißigen Bienen oder das Rätsel erfahren möchte, warum sich der große Elefant vor einer Maus erschreckt, kann in dem abschließenden Glossar viele interessante Zusatzinformationen finden.

So werden 20 verschiedene Themen textlich und mit kleinen anschaulichen Zeichnungen versehen vorgestellt.
Aus einer ungewohnten aber sehr realistischen Perspektive heraus fotografiert, geben die zahlreichen Aufnahmen reichlich Anlass zum Staunen und Vergleichen. Wie schnell ist eine Schnecke eigentlich, oder wie lang mag der Faden eines T-Shirts sein? Kinder stellen häufig diese und ähnliche Fragen, um Relationen der Dinge zueinander zu verstehen und einordnen zu können. Voller Neugierde, so scheint es, hat sich auch Jorge Dorneige auf die Suche nach Orientierungspunkten gemacht, um die Umwelt begreifbarer zu machen. Seine Antworten sind ebenso plakativ wie verblüffend in Szene gesetzt. Zur Verdeutlichung ist oftmals ein Millimeterraster hinterlegt oder ein Maßband abgebildet. So kann man beispielsweise klar ablesen, welche Strecke eine Schnecke in einer halben Stunde zurücklegt: 25 Zentimeter. Deutlich ist ihre Schleimspur zu sehen, die das Millimeterpapier hat wellig werden lassen.

Kurze Informationen, Anregungen oder Fragen reichen als Text völlig aus, denn alles weitere erklären die aufschlussreichen Darstellungen. Um diese zu bekommen, hat es dressierte Ameisen gebraucht, die Berechnung eines einzelnen Sandkornes in einer Apotheke, eine magische Schere und viele gute Ideen. Die klar gegliederte Seitenaufteilung lässt den präzisen Aufnahmen reichlich Raum für ihre Wirkung. Sie zeigen einen anderen Blick auf unsere Umwelt, der alles ganz aus der Nähe zeigt. Alles? Nicht alles, denn gleich zu Anfang bekommt der Leser eine kleine Aufgabe gestellt: "Alles, was du siehst, ist in seiner tatsächlichen Größe abgebildet ... Alles mit einer Ausnahme. Findest du sie?" Die Auflösung wird nicht preisgegeben, man muss schon selbst genau hinsehen, und das macht der Leser bei diesen Bildern nur zu gern.

Fazit:

Ein erfrischend anderes Buch, das uns Alltägliches aus ungewohnter Perspektive zeigt. Es wirft Fragen auf, gibt so manche verblüffende Antwort und lädt ein, genau hinzuschauen.

Sylke Wilmer-Gruchmann

 

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