Couch-Wertung:

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Idee

Dieses Kinderbuch greift die Gefühle der Zielgruppe gekonnt auf und versteht es mit viel Feingespür aber auch mit Witz und Ironie die Probleme der Vorpubertät darzustellen.

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Die Illustrationen von Anke Kuhl unterstützen auf hervorragende Weise die Geschichte. Sie wirken wirklichkeitsnahe und dem Lesepublikum angemessen.

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Mit einer ordentlichen Prise Humor wird es der jugendichen Leserin ermöglicht, Elfriede auf ihrer hindernisreichen Suche nach einer besten Freundin zu begleiten.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Feb 2011

Elfriede ist auf verzweifelter Suche nach einer besten Freundin. Leider geht bei dieser Suche alles schief, woraufhin sie ihre Prioritäten ändert und lieber ihrem Freund Hubert helfen will, dessen Vater zu finden. Viele Verwicklungen führen sie schließlich zu einer Pizzeria, die ihrem Leben eine schicksalshafte Wendung geben wird.

Die zehnjährige Elfriede Schnarrenberger hätte gerne ein anderes Leben, angefangen bei ihren Eltern, die keine besonders aufregenden Berufe haben: der Vater ist ein auftragsloser Musiker, die Mutter arbeitet bei der städtischen Friedhofsverwaltung. Der Vater ihrer Klassenkameradin Lena hat wenigstens einen abenteuerlicheren Beruf, wie sie meint, und ist Polizist. Außerdem findet sie ihre ältere Schwester doof und nervig.
Auch ihren Namen findet sie unmöglich und hätte lieber einen wohlklingenden wie Laura oder Lena. Am meisten aber stört sie, dass sie keine beste Freundin hat so wie alle anderen in ihrer Klasse. Sie hat nur den dicklichen Hubert als Freund, den Sohn der besten Freundin ihrer Mutter, die alleinerziehend ist und entweder nach der wahren Liebe oder ihrem eigentlichen Selbst sucht. Hubert versorgt sie auch mit Süßigkeiten, die ihre Mutter als ungesund ablehnt, und die es bei ihr zu Hause nicht gibt. Hubert ist aber ein Junge, und keine "beste FreundIN" und zählt daher nicht.

Ihre ältere Schwester kommt auch nicht in Frage, die ist nur mit sich selbst beschäftigt und träumt davon, Fotomodell zu werden, zudem leidet sie gerade an Liebeskummer. Auch ihren Eltern kann sie sich nicht anvertrauen, die Mutter ist mit Beruf und Haushalt vollkommen ausgelastet und der Vater flüchtet sich gerne in seine Musik. Anvertrauen kann sie sich nur ihrer Großmutter, die wohnt allerdings in einem Altersheim und wird mit zunehmendem Alter immer wunderlicher.
Es muss also unbedingt eine "beste Freundin" her. Die richtige zu finden, ist aber gar nicht so einfach und die Suche gestaltet sich als eher schwierig. Elfriede passiert ein Missgeschick nach dem anderen, sie kommt durch ihr teilweise unüberlegtes Verhalten in große Schwierigkeiten. Als absoluter Tiefpunkt wird sie von ihrer Mutter dazu verdonnert, zur Schadenswiedergutmachung in den Sommerferien im Altersheim ihrer Großmutter zu arbeiten, anstatt sich im Schwimmbad zu amüsieren.
Daraufhin beschließt sie, lieber ihrem Freund Hubert bei der Vatersuche zu helfen. Nach vielen Irrungen und Wirrungen findet sie zwar nicht dessen Vater, aber ganz nebenbei eine Freundin....

dem vorliegenden Buch handelt es sich zwar um das erste Kinderbuch der Autorin, man merkt jedoch, dass sie durch das Schreiben von Kindergeschichten und Kinderhörspielen für den Rundfunk schon viel Übung hat.
Die Hauptdarsteller wirken auf den ersten Blick wenig originell und wie aus einem typischen Mädchenbuch: die große Schwester, die nervt und an Liebeskummer leidet, die tatkräftige Mutter, die den "Laden" schmeißt und mit der sich die Heldin nicht so gut versteht, der gutmütigere Vater, die Großmutter, der allein sich Elfriede anvertrauen kann. Auch der Bio-"Fimmel" der Mutter, die auf gesunde Ernährung achtet, die ihrer jüngsten Tochter nicht schmeckt, ist mittlerweile schon Klischee. Die Freundin der Mutter, alleinerziehend und auf ewigem Selbstfindungstrip, wirkt wie gehabt. Deren Yoga-Lehrer heißt Merlin! und ist eher weltfremd...

Jedoch treten die Charaktere lebendig und lebensnahe auf und heben das Buch so wohltuend aus dem Einheitsbrei des typischen Mädchenbuches heraus, als man es vielleicht hinter dem Titel vermuten könnte.
Überzeugend wirkt vor allem die Darstellung von Elfriedes Gefühls- und Gedankenwelt. Sehr treffend und mit viel Feingespür gelingt es der Autorin, die Sorgen und Nöte eines heranwachsenden Mädchens darzustellen. Ich selbst habe als Mutter viele Eigenheiten meiner vorpubertierenden Tochter im Buch wiedergefunden.
Elfriede erzählt die Handlung selbst aus ihrer Sicht, was der Erzählung Authentizität und einen hohen Wirklichkeitscharakter gibt. Die Leserinnen können sich so noch leichter in Elfriede wiederfinden.
Ironie und Witz sind zwei häufig eingesetzte Stilmittel, die die jugendliche Leserin ansprechen werden. Die vorwiegend vertretende Umgangssprache sowie die kurzen und prägnanten Kapitel tragen außerdem zu einem flüssigen Lesetempo bei.

Auch die vielfach ausgezeichnete Illustratorin Anke Kuhl ist schon ein "alter Hase" mit viel Erfahrung. Das ansprechend gestaltete Titelblatt wirkt wie eine Seite aus Elfriedes Notizbuch, die lustigen "Strichmädchen" und die Schnörkeleien werden sicher bei der Zielgruppe gut ankommen. Die witzigen Illustrationen von Anke Kuhl wirken wie von Elfriede selbst gemalt. Sie verschafft uns so einen Einblick in Elfriedes Notizbuch, in dem diese ihr Leben festhält und unterstreichen so auf lockere Weise den Realitätsanspruch des Buches.

Fazit:

ein humorvoller Kinderroman, der es versteht, sich in die Gedanken- und Gefühlswelt eines heranwachsenden Mädchen hineinzuversetzen.

Andrea Delumeau

 

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