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Idee

Tobi ist direkt der Phantasiewelt kleiner Jungen entsprungen: sammeln, erfinden und Abenteuer erleben mit dem erfinderischsten Opa der Welt!

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Lebendige, farbenfrohe Bilder, die den Spaß und die Freude in Tobis Lebenswelt hervorragend illustrieren.

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Altersgerechte Sprache, teilweise etwas sehr umgangssprachlich.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jul 2011

Gibt es eine Maschine, die das Kinderzimmer aufräumt? Oder Pillen, die Dinge schrumpfen lassen können? Noch nicht bekannt? Dann ist das ein Fall für Tobi Tüftel und seinen Opa.

Tobi Tüftel ist eigentlich ein ganz normaler Fünfjähriger: er lebt mit seinen Eltern in einer Wohnung, geht in den Kindergarten und verbringt einen Tag in der Woche bei seinem Opa. Doch dieser Opa ist ein ganz besonderer, denn er ist Erfinder. Bei jedem von Tobis Besuchen hat er eine neue Überraschung parat, so dieses Mal die wunderbare Maraspuma, einen Staubsauger-Sortier-Apparat. Doch auch geheimnisvolle grüne Pillen, über deren Wirkung er nicht so recht reden will. Nur, dass sie Großes kleiner machen. Tobi kann in einem günstigen Moment der Versuchung nicht widerstehen und steckt sich heimlich zwei dieser Pillen in die Hosentasche. Er fühlt sich deswegen zwar ziemlich schlecht, vergisst sie aber bis zum Abendessen daheim mit Mama und Papa. Da Opa Tüftel schon häufig Brausepulver erfunden hat, nimmt er auch diese zwei Pillen und wirft sie in je ein mit Wasser gefülltes Glas. Sofort entsteht eine herrliche grüne Brause, die Tobis Eltern austrinken, als er kurz den Raum verlässt. Tobi ist sauer, doch auch äußerst gespannt darauf, was jetzt passieren mag. Aber erst einmal geschieht nicht viel und daher ist er umso erstaunter, als er am nächsten Tag im Bett seiner Eltern einen Jungen und ein Mädchen liegen sieht - in den Schlafsachen seiner Eltern. Die drei sind mächtig erstaunt und verwundert darüber, doch schnell ist klar, dass Opas Pillen Schuld daran haben müssen. Aber ein Gegenmittel kann er ihnen so schnell nicht nennen, denn Opa ist am Vormittag außer Haus und nicht zu erreichen. Also machen die drei das Beste aus der Situation: ein herrliches Frühstückspicknick auf dem Balkon inklusive Kirschkernweitspucken, eine wildes Piratenspiel und Pommes zum Mittagessen. Doch schließlich ist es Zeit für den Kindergarten und Tobi beschließt, seine kleinen Eltern als seinen Cousin und Cousine einfach mitzunehmen. Doch im Kindergarten eskaliert die Situation, als Tobis Eltern in einen großen Streit mit einem Jungen geraten und darüber die Maraspuma kaputt geht. Sofort wird Opa Tüftel herbei gerufen, der die Lage richtig deutet und sich ein Schmunzeln nicht verkneifen kann. Und da passiert es auch schon: langsam werden Tobis Eltern immer größer und so heißt es, schnell noch das Chaos im Kindergarten aufräumen und dann nichts wie ab zu Opa Tüftel. Dort sind sich alle einig: so einen schönen Tag hatten sie lange nicht mehr und manchmal tut es gut, einfach wieder Kind zu sein.

Kinder, insbesondere Jungen, haben ständig die Taschen voller Steine, Stricke, Stöcker, Büroklammern und was sich sonst noch alles finden lässt. Um keinen Preis der Welt dürfen diese Schätze entsorgt werden, denn es lässt sich doch noch so viel damit anstellen. Sei es als Zugband für den Kran, als Goldschatz für das Piratenboot oder einfach als Trommelsticks. Doch heimlich träumt jeder Junge auch davon, mit den gefundenen Sachen etwas ganz Tolles zu erfinden - eben ganz so, wie Opa Tüftel. Auch ihm gibt Tobi seine neuesten Schätze und meistens hat er in ein paar Tagen etwas Tolles daraus gezimmert. Denn Opa Tüftel ist Erfinder! Seine Erfindungen sprechen kleinen Jungen direkt aus dem Herzen, denn wer träumt nicht von einer Spielsachen-Aufräummaschine oder Schrumpf-Pillen? Und als i-Tüpfelchen lebt bei Opa Tüftel auch noch Nummer 3, ein sprechender Roboter! Ein Traum für jeden Jungen! Tobi Tüftel ist also geradewegs der Phantasiewelt kleiner Jungen entsprungen, ein realistischer Held mit großen und kleinen Sorgen und daher mit großem Identifikationspotenzial.

Im Gegensatz dazu sind Tobis Eltern als absolute Spießer dargestellt, die weder mit Tobi Pirat spielen, noch ihn allein den kurzen Weg bis zu seinem Opa laufen lassen. Auch Opa Tüftel ist verwundert darüber und mokiert sich darüber, dass seine Tochter so erwachsen geworden ist und scheinbar gar keinen Spaß mehr versteht. Und das macht Tobi und seinen Opa natürlich zu einem perfekten Team, die sich gemeinsam eine wunderbare Phantasiewelt fern von allem erwachsenen Ernst erschaffen haben und in der auch Erwachsene (Opa Tüftel) noch Kind sind.

Der Handlungsverlauf dieser abenteuerlich-lustigen Geschichte ist geradlinig aus der Sicht eines außen stehenden Erzählers geschrieben. Wörtliche Rede wechselt mit erzählter Rede ab und entwickelt die Handlung gut nachvollziehbar und mit stetig steigender Spannung. Wie wirken die Pillen? Werden Tobis Eltern schrumpfen? Und später: wie werden sie je wieder groß werden können? Diese ist in 16 Kapitel unterteilt, deren textlicher Umfang altersgerecht ist und zwischen drei und fünf sechs Seiten umfasst. Daher ist das Buch nicht nur als Vorlesebuch- sondern auch als Erstlesebuch geeignet.

Sprachlich ist die Handlung in einem lockeren, kindgerechten Ton geschrieben. Insbesondere transportieren die zahlreichen Dialoge gut die Gefühle, Empfindungen und charakterlichen Eigenschaften der handelnden Figuren. Teilweise wirkt der Ausdruck jedoch leider etwas schludrig und deplatziert, was insbesondere aufgrund der sprachlichen Vorbildwirkung eines Buches schade ist. Darüber hinaus ist die Geschichte sprachlich stringent und geradlinig geschildert und in einer dem Alter angemessenen Aktionsabfolge.

Der Text ist durch viele agile und farblich kräftige Bilder von Christian und Fabian Jeremies begleitet, die das Geschriebene durchweg untermalen und Dinge, die mitunter nicht so gewöhnlich sind, wie beispielsweise die Schnüffelttest-Erkennungs-Maschine, bildlich darstellen. Zusätzlich gibt es auf den Bildern noch viele weitere Details zu entdecken, die Kinder auch nach dem wiederholten Ansehen in Freude versetzen. Alle Charaktere sind auch bildlich überzeugend dargestellt und unterstützen die Handlungsentwicklung auch über ihre Gestik und Mimik.

Opa Tüftel ist der perfekte erwachsene Gegenpart für ein Kind, jemand, der selbst jung geblieben ist und stets das Kind in sich gepflegt hat. Und es ist gut denkbar, dass dies der Auftakt einer ganzen Tobi Tüftel-Reihe wird, denn Opa Tüftel und Tobi haben sicherlich noch viele Abenteuer vor sich.

Fazit:

Welcher Junge träumt nicht davon, Abenteuer wie Tobi Tüftel zu erleben? Ein Charakter direkt aus den Herzenswünschen kleiner Sammler und Abenteurer entsprungen und mit großem Spaßpotenzial.

Claudia Goldammer

 

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