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Nele ist eine sympathische Identifikationsfigur für Mädchen von 7 bis 10 Jahren. Viele kleine Nebengeschichten machen den ersten Band aus – vor allem aber die Ankunft auf der Burg.

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Immer wieder finden sich im Textverlauf kleine Illustrationen, die Details aus der Geschichte liebevoll aufgreifen und so gerade den Leseanfängerinnen jede Menge Abwechslung bietet.

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Viele Dialoge und kurze, prägnante Beschreibungen erzeugen einen schönen Erzählfluss, der das erste selbstständige Lesen leicht macht.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Aug 2011

[ab 7 Jahren]

Nele hat es schon morgens in der Nase - oder besser gesagt im linken Ohrläppchen - dass dieser Freitag etwas ganz besonderes bringt, und zwar etwas besonders Gutes! Doch was für eine Überraschung auf sie wartet, damit hätte Nele in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet...

Überraschend hat Tante Adelheid, verheiratet mit Sir Edward und ständig auf Weltreise, ihren Besuch bei der Familie Winter angekündigt. Als Nele aus der Schule kommt, erfährt sie nur von einer großen Überraschung - und um die zu erfahren, muss die Familie erst einmal eine Weile mit dem Auto fahren.

Das Ziel ihrer Fahrt ist Burg Kuckuckstein - ein altes, in Jahre gekommenes Gemäuer, das dringend saniert werden müsste. Da Neles Vater Hausmeister an der Schule ist, juckt es ihn auch gleich, die Burg wieder in Schuss zu bringen. Kurzerhand stellt Tante Adelheid, die viel lieber auf Kreuzfahrt geht als in der Burg zu bleiben, Herrn Winter als Verwalter ein und die ganze Familie zieht binnen weniger Wochen in die Burg Kuckuckstein ein. Einen kleinen Haken hat jedoch die Erbschaft, die Tante Adelheid mit der Burg gemacht hat: Eigentlich gehört die Burg dem Papageien mit Namen "Plemplem" und sie wurde von der alten Dame, der die Burg zuvor gehörte, als Betreuerin für den ungezogenen Vogel eingesetzt. Doch Nele hat überhaupt keine Probleme mit dem schrägen Vogel, der nichts anderes sagt als "Plemplem". Vor allem da "Tanne" ein Mädchen aus Neles neuer Klasse, den Vogel bestens zu kennen scheint und den Tipp gibt, stets ein paar Walnüsse in der Tasche zu haben.

Nele hat sofort einen Draht zu "Tanne" und die beiden werden Freunde. Dadurch fühlt sich Nele auch gleich sehr wohl in ihrer neuen Klasse. Nur eine Mitschülerin macht ihr zu schaffen: Josefine, die außer Reiten nichts im Sinn hat und nicht gerade beliebt in der Klasse ist. Aber für eine Sache hat Josefine doch noch was übrig: Für Handball. Hier ist sie richtig gut und die Torschützenkönigin. Als Nele in die Mannschaft kommt und ebenfalls sehr gut spielt, fängt Josefine an, Nele aus Eifersucht zu sabotieren. Nele ist verzweifelt und Frau Kussmund - ihre neue Lehrerin - will ihr nicht glauben, dass sie es nicht war, die ihr neues Trikot verloren hat, die die Seiten aus dem Atlas gerissen hat oder den Füller in der Schultasche hat auslaufen lassen. Als sie schließlich offen Josefine bezichtigt, wird die Lehrerin ungehalten. Nele fühlt sich ungerecht behandelt, läuft nach Hause und beschließt, nie wieder in die Schule zu gehen.

Doch als Nele sich endlich ihren Eltern anvertraut, hat Neles Vater eine tolle Idee: Sie machen ein Burgfest mit vielen Burgfräulein und jeder Menge kleiner Gespenster. Und so wird es ein tolles Fest mit Erkundung des Burgkellers und einer Übernachtung unter den Burgzinnen. Danach findet Josefine Neles sonst so nervigen Bruder David supernett und gibt endlich den Ball so ab, dass Nele ihn auch fangen kann.

Mit Nele hat die Kinderbuch-Autorin Usch Luhn einen frechen neuen Mädchencharakter geschaffen. Nele vermittelt auf ganz natürliche Weise, was sie fühlt und denkt. Dabei bleibt sie stets positiv und lässt sich nicht unterkriegen. Hilfreich sind da natürlich die beste Freundin, so manche Tasse Kakao und natürlich Herr Winters berühmter Grießbrei ohne Klümpchen. Obwohl keine Handlungsbogen stringend verfolgt wird, bleibt die Geschichte mit ihren vielen kleinen Ereignissen durchgehend interessant und für junge Leserinnen von sieben bis zehn Jahren eine abwechslungsreiche Lektüre, die sie in ihrer Welt abholt. Das gelingt ihr sicherlich so gut, weil Usch Luhn den Kindern, denen sie auf ihren Lesereisen begegnet immer genau auf den Mund schaut und sich anhört, was sie sich wünschen und was sie denken. "Die vielen Kinder, die ich erlebe ..., spiegeln sich sicherlich in verschiedenen Eigenschaften, die Nele charakterisieren wieder." Sagt die Autorin in einem verlagsinternen Interview.

So finden sich in dem ersten Band der neuen Buchreihe für Mädchen allerlei Aspekte, die in die Lebenswirklichkeit der Grundschüler gehören. Gewürzt mit einem schrägen Vogel namens "Plemplem", einer alten Burg, in der der "alte Kuckuck" spuken soll, einem nervigen großen Bruder und einer wunderbaren Freundin wie Tanne, ergibt sich einen Mischung, die Mädchen gerne lesen und die ihnen das Gefühl gibt, selbst mit einer Freundin wie Nele diese Abenteuer zu erleben.

Aus der Erzählerperspektive schildert Usch Luhn auf einfache und dennoch abwechslungsreiche Weise die Geschehnisse. Viele Dialoge und kurze, prägnante Beschreibungen erzeugen einen schönen Erzählfluss, der das erste selbstständige Lesen leicht macht. Witzig sind die langen Kapitelüberschriften, die schon etwas vorweg nehmen, aber doch so ungenau sind, dass sie ihre Leserinnen neugierig bleiben lassen.

Und wer sich in Neles Welt rundum wohl fühlt und gerne mehr von ihren Abenteuern lesen möchte, kann sich freuen: Die ersten vier Bände - Nele auf dem Ponyhof, Nele und die Geburtstagsparty, Nele und die wilde Bande - erscheinen alle im August 2011 - weitere Folgen sind bereits in Planung.

Die leichten und detaillierten Illustrationen von Franziska Harvey zeigen eine niedliche Nele mit braunem Lockenkopf und eine Vielzahl von idyllischen sowie witzigen Momentaufnahmen. Besonders gefallen hat mir der beleidigte Gesichtsausdruck des Papageis, der Franziska Harvey - wie viele kleine "Nebendarsteller" - mit wenigen Strichen geglückt ist: Immer wieder finden sich im Textverlauf kleine Illustrationen, die Details aus der Geschichte liebevoll aufgreifen und so gerade den Leseanfängerinnen jede Menge Abwechslung bietet.

Fazit:

Nele ist eine fröhlich-freche Identifikationsfigur für alle Mädchen von sieben bis zehn Jahren. Ihre Einfälle und ihr Optimismus bringen sie durch so manches Abenteuer - sei es in der Schule oder auf Burg Kuckuckstein.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

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