Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Die Ideen wirken nicht neu, sind aber charmant umgesetzt und die Charaktere wirken eigenständig. Die Rollenverteilung im Team wird schon im ersten Band deutlich – unangefochtene Stars sind Merlin und Hund Hugo.

Bilder

Mit s/w-Illustrationen von Zapf begleiten die inhaltlichen Stationen oftmals in einem comichaft-humorvollen Stil.

Text

Sehr witzig, temporeich und auch für nicht so geübte Detektive gut nachvollziehbar: eine unterhaltsame Mischung, die vor allem Jungs gefallen dürfte.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Okt 2011

Die beiden Freunde Merlin und Charlotte finden in einem düsteren Hinterhof einen kleinen Hund in der Mülltonne. Merlin, der sich sehnlichst einen Hund wünscht, nimmt den kleinen Vierbeiner kurzerhand mit nach Hause. Doch da stehen die Zeichen für ein Haustier erst einmal schlecht. Doch als "Hugo" eine echte Spürnase in Sachen Verbrecherjagd beweist, hat er seinen festen Platz in der Familie Feldmann sicher.

Eigentlich will Merlins Vater überhaupt kein Haustier. Eigentlich. Denn nachdem erst einmal aufgeflogen ist, dass Merlin den Hund seit Tagen heimlich in seinem Zimmer versteckt, steht auch schon die reiche Tante Friede zum Osterbesuch vor der Tür. Im Schlepptau hat die Tante ihren neuen Lebensgefährten, Herr Berno von Schlappenau.

Freudig erzählt Tante Friede, dass sie vorhaben zu heiraten. Die Familie ist erschrocken: Tante Friede hat ihnen schon viele Freunde vorgestellt, aber noch nie wollte sie einen heiraten. Währenddessen macht sich von Schlappenau bei Hugo unbeliebt, weil der ihn unter dem Tisch tritt. Als Hugo sich beleidigt zur Garderobe verzieht, nimmt er einen verdächtig süßen Geruch in der Jackentasche des feinen Herrn wahr. Doch dann bricht der Besuch auch schon wieder auf und Merlin bleibt mit einem komischen Gefühl zurück. Denn ständig prahlt von Schlappenau von seinen Luxusgütern - merkwürdigerweise befinden die sich alle auf einmal in Reparatur oder werden gerade instandgesetzt. Tante Friede mit ihrer rosaroten Brille der Verliebten, bemerkt die Widersprüche gar nicht.

Auf Charlottes neuem Laptop versucht Merlin etwas über diesen ominösen Mann herauszufinden. Doch egal wie sie es anstellen, über Berno von Schlappenau gibt es keinen Eintrag im Netz. Schnell ist der Entschluss gefasst, Schlappenau zu beschatten, um mehr über ihn herauszubekommen.

Einmal die süße Fährte aufgenommen, ist Hugo nicht mehr zu stoppen und kann mit seiner feinen Nase tatsächlich Ungeheuerliches entlarven. Mit diesem Wissensvorsprung und Charlottes technischem Know-How gelingt es ihnen, dem "feinen Herrn" das Handwerk zu legen.

So von ihrem Erfolg beflügelt, beschließen die Kinder, einen Detektivclub zu gründen. Einen Namen zu finden, den es irgendwie nicht schon gab, ist dabei gar nicht so einfach. Und da kann es mit einem Blick auf die Spürnase Hugo nur einen passenden Namen geben: Die schwarze Pfote!

Benedikt Weber, der vielen Kindern als Fernsehmoderator von verschiedenen Kinder- und Jugendformaten bekannt sein dürfte, arbeitet heute überwiegend als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent für verschiedene TV Sender. Mit seinem ersten Band "Hugo auf heißer Spur" liefert er den Auftakt zu einer quirligen Detektivreihe, die bestens für Kinder ab acht Jahren geeignet ist.

Im ersten Band liegt naturgemäß der Schwerpunkt auf die Anfänge und die Darstellung der Hauptdarsteller. Eingebettet in einem ganz normalen Alltagsleben schildert Benedikt Weber, wie Merlin zunächst nicht den Mut aufbringt, das neue Familienmitglied vorzustellen. Schon allein diese Situation birgt jede Menge komischer Momente, die Weber seine Leser auch auskosten lässt. Angefangen vom Hundehäufchen, das regelmäßig auf dem Dach des mürrischen Nachbarn landet bis hin zur "verhärmten Bissgurke" Frau Schimmsel, die immer wieder "Opfer" von Hugos Kapriolen wird.

Im Hinblick auf die anderen Detektive zeigt Weber auf, dass Charlottes Eltern sehr reich sind und ihrer Tochter all die Dinge bieten können, die gerade angesagt sind. Dagegen sind Merlins Eltern nicht sehr begütert, führen jedoch ein harmonisches Familienleben und kommen gut über die Runden. Die Gegenüberstellung der Wohnsituation und das Einbeziehen der Vermögensverhältnisse wird vor allem hinsichtlich der sich anschließenden Detektivgeschichte bedeutsam, da Damen aus wohlhabenden Kreisen betrogen werden und sich die "Aufgabenverteilung" innerhalb des Detektivclubs herauskristallisiert. Dabei ist Charlotte nicht nur bestens mit den teuersten Hilfsmitteln ausgerüstet, sie kennt sich auch sehr gut mit der neuesten Technik aus und weiß sie gezielt einzusetzen. Fips, der am liebsten isst, hat einen sehr wachen Verstand und Merlin zeigt zusammen mit seinem pfiffigen Hund Hugo, wie beharrlich und aufmerksam ein Detektiv sein kann.

Dass Hugo mit der schwarzen Pfote und dem lustigen Fleck um das Auge dabei der Held ist, versteht sich von selbst. Dabei zeigt Hugo schon fast mehr Intelligenz als es einem Hund zugetraut werden kann. Benedikt Weber bekommt es aber so hin, dass es aus Hundesicht logisch wirkt. Auf geschickte Weise macht der Autor im Text kenntlich, wann der Hund eine Situation interpretiert. Dadurch hat man den Eindruck, dass Hugo nicht alles versteht, aber doch immer irgendwie das richtige tut.

Benedikt Webers Sprache wirkt locker und weist eine klare Struktur auf, so dass Kinder ab acht Jahren gut in die Geschichte heineinfinden. Durch die Ereignisse - angefangen von der Frage, ob Hugo bleiben darf, bis hin zur schrittweisen Entlarvung des Betrügers - bleibt die Neugier des Lesers über die gesamte Lesestrecke erhalten. Gerade Jungen werden sich mit Merlin sehr gut identifizieren können und den kleinen frechen Vierbeiner sofort in ihr Herz schließen. Auch und gerade weil Weber so viele erfolgreiche Klischees in seiner neuen Krimireihe bedient, wird die Erwartungshaltung der jungen Leser ganz und gar erfüllt und dem unterhaltsamen und oft auch humorvollen Lesevergnügen steht nichts im Wege.

Die einfachen s/w Strichzeihnunge von Zapf zeigen die vier Hauptdarsteller auf eine sympathische Weise und begleiten die inhaltlichen Stationen oftmals in einem comichaft-humorvollen Stil - vor allem Hund Hugo, mit seinem struppigen Fell und seiner kessen Schnauze, ist immer wieder ein Hingucker.

Für alle, die sich in der Welt von Merlin & Co. schon wie zu Hause fühlen, gibt es bereits den zweiten Band "Ein Fall für die schwarze Pfote - Geld oder Leben", in dem es um einen echten Banküberfall geht. Aber auch darum, wie es dazu kommt, dass Direktorin Frau Schimmsel eine Papiertüte auf dem Kopf tragen muss...

Fazit:

Witzig und alltagsnahe stellt Benedikt Weber seine vier Detektive im ersten Fall für "Die schwarze Pfote" vor. Keine Frage, Kinder - vor allem die Jungs - werden bestens von der quirligen Mischung aus Merlin, Charlotte, Fips und Hund Hugo unterhalten.

Stefanie Eckman-Schmechta

 

Ein Fall für die Schwarze Pfote - Hugo auf heißer Spur

Ein Fall für die Schwarze Pfote - Hugo auf heißer Spur

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