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Es ist beeindruckend, wie viel Charakter und Kraft in kleinen Mäusen stecken kann. Der Übertrag in die Menschenwelt wäre mehr als wünschenswert.

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s-w-Illustrationen zu Beginn der Kapitel weisen auf den Inhalt der kommenden Seiten hin

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spannend und abwechslungsreich durch die verschiedenen Blickwinkel. Übersetzung aus dem Englischen von Eva Riekert

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Okt 2011

Die Drillinge Alex, Alice und Alistair führen ein ganz normales Mäuseleben - bis zu dem Tag, an dem Alistair spurlos verschwunden ist. Zunächst können sich Alex und Alice das Verschwinden kaum erklären, aber je mehr sie nach ihrem Bruder suchen, um so mehr Informationen erhalten sie, mit denen sie Alistair in großer Gefahr sehen... Ein Glück, dass es Alistair gut geht und er mit seiner neuen Freundin Tibby Rose den haarsträubenden Abenteuern und Feindseligkeiten rund um seine Person etwas entgegen setzen kann.

"Ihr drei, ihr seid so unterschiedlich wie ein Apfel, ein Käse und ein Pingpongball." Mit diesen Worten trifft Tante Beezer den Nagel auf den Kopf. Die drei Mäuse-Geschwister Alice, Alex und Alistair unterscheiden sich in ihren Vorlieben, Eigenschaften und Aussehen, und das obwohl sie Drillinge sind. Alex ist groß, kompakt und kräftig und nutzt diesen Vorteil gerne aus, um Rangeleien anzustiften und sie für sich zu gewinnen; Alice hingegen ist zierlich, flink und drahtig und läuft so geschickt bei Streitigkeiten davon. Alistair ist ein durchschnittlicher und ruhiger Mäusejunge, der sich selber für den Vernünftigsten der Drei hält, da er waghalsige Situationen einfach vermeidet und sich lieber davonschleicht. Alex und Alice haben allen Grund ihn deswegen aufzuziehen und sie haben noch ein Argument, Alistair als Sonderling herauszustellen: er hat als einzige Maus im Dorf Stubbins rotbraunes Fell und fällt unter den weißen und braunen Bewohnern auf.

Neckereien hin oder her, die Drei verbindet dennoch ein gemeinsames Schicksal. Ihre Eltern verunglückten bei einem Unfall. Seitdem wohnen sie bei Tante Beezer und Onkel Ebenezer, die sich liebevoll um sie kümmern und bei denen sie ein ganz normales Mäuseleben führen.

Doch die Idylle in Stubbins wird mit einer erschreckenden Entdeckung zerstört: An einem gewöhnlichen Sonntag Morgen ist Alistairs Bett plötzlich leer und er ist nirgends im Haus aufzufinden. Für das merkwürdige Verschwinden gibt es nur eine Erklärung: Alistair ist entführt worden! Für Alex und Alice steht fest, dass sie losziehen werden, um Alistair zu suchen. Und dazu werden sie von Onkel Ebenezer und Tante Beezer in die Wahrheit über den Tod der Eltern und den Grund für Alistairs außergewöhnliche Fellfarbe eingeweiht... Er scheint von seiner Mutter ein wichtiges Staatsgeheimnis vermittelt bekommen zu haben. Und nun ist er, der zurückhaltende Mäusejunge, in Gefahr.

Für ihn beginnt dieser Tag mit einer unliebsamen Bodenlandung vor den Füßen eines rotbraunen Mäusemädchens namens Tibby Rose. Warum er an diesem Ort so unbeholfen aus dem Himmel fiel, das scheint vorerst ein Rätsel zu bleiben. Er möchte nichts sehnlicher, als wieder nach Hause zu gehen. Tibby, die seit dem Tod ihrer Mutter ein einsames und eingesperrtes Leben bei ihrem Großvater führt, will ihn begleiten und das erste Mal die Welt sehen, die sie nur aus Büchern kennt.

Und so brechen zwei Mäusepärchen an verschiedenen Orten des Landes auf zu neuen Zielen, zu neuen Erfahrungen, spannenden Entdeckungen und Gefahren, die sie herausfordern. Wie durch ein Wunder kreuzen sich die Wege der Mäusekinder und mit dem Wissen, das beide Paare auf ihrer Reise gesammelt haben, gelingt es ihnen, zu Onkel Ebenezer und Tante Beezer nach Stubbins zurück zu kommen.

Mit "Die mutigsten Mäuse der Welt" gelingt es Frances Watts mit ihrem ersten Band "Die Entführung" einen vielversprechenden Start für die geplante Mäuse-Trilogie zu entwerfen.
Unvermittelt wird der junge Leser nicht nur mit auf die spannenden Reisen der Mäusepärchen genommen, sondern wird auch mit der Problematik des politischen Widerstandes gegen fremde Meinungen sowie daraus resultierende Kämpfe vertraut gemacht.
Geschickt hat Watts ihr Buch so aufgebaut, dass auf ein Kapitel, das die Abenteuer auf Alex´ und Alices Reiseroute beschreibt, eine Erzählung von Alistairs und Tibbys nächsten Erlebnissen auf ihrem Weg folgt. So ist es für den Leser fast unmöglich das Buch an die Seite zu legen, zu gerne möchte man nach jedem weiteren Fortschritt wissen, wie es dem anderen Pärchen ergeht.

Das Buch ist gut lesbar und kindgerecht geschrieben. Ich denke, dass das Buch bei Kindern, die nicht nur unterhalten sondern auch geistig gefordert werden wollen, gut ankommen wird. Dabei fand ich es eher unerwartet, dass es um die Verfolgung und Kämpfe von zwei verschiedenen Mäuseparteien geht. Aber aus dieser Perspektive ist es gut und verständlich beschrieben und spiegelt ein wenig die alltäglichen Konfrontationen wider, die wache Kinder mitbekommen. Der Titel jedoch lässt von all dem nichts erahnen, daher möchte ich an dieser Stelle hervorheben, dass es sich bei "Die mutigsten Mäuse der Welt" nicht nur um ein spannendes sondern auch tiefsinniges Buch handelt.

Denn auch wenn Watts ihre Geschichte gänzlich auf die Mäusewelt übertragen hat, zeichnen sich die Charaktere doch durch individuelle, starke Persönlichkeiten mit menschlichen Zügen aus. Jeder Leser wird in einer der vier Mäusekinder seine Lieblingspersönlichkeit finden und sich mit ihren Verhaltensweisen und Vorlieben identifizieren können. Besonders der ruhige und zurückhaltende Alistair entpuppt sich zu einer standhaften und zielstrebigen Maus, die die Arbeit im (Mäuse-)Team schätzt und zu einem selbstsicheren Mitstreiter heranreift. Gerade diese Mäusewelt erzeugt beim Leser keine beklemmenden Gefühle, sondern vermittelt auf fantasievolle Art die Situation von Verfolgungen und Ausgrenzung in einer Gesellschaft. Am Ende des Buches werden sich nicht nur die Mäuse, sondern auch der Leser sicher sein, dass Zusammenarbeit, Gerechtigkeit und die Beharrlichkeit, seinem Weg zu folgen, die Grundlagen für ein erfolgreich bestandenes Abenteuer sind.

Fazit:

Mutig, mutiger, am mutigsten - keines der vier Mäusekinder hätte je gedacht, dass so viele Fähigkeiten und Stärken in ihm stecken. Mit vereinten Kräften gelingt es selbst kleinen Mäusen, große Ziele zu erreichen.

Ina Kolöchter

 

Die mutigsten Mäuse der Welt - Die Entführung

Die mutigsten Mäuse der Welt - Die Entführung

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