Couch-Wertung:

85%
Idee
Bilder
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Idee

Eine wilde Geschichte rund um eine verloren gegangene Socke wird mit viel sprachlichem wie bildlichem Humor präsentiert. Bonus: Fühl- und Suchelemente auf jeder Seite. Ein Garant für gute Laune.

Bilder

Idyllische, sehr ausdrucksstarke Illustrationen in warmen und kräftigen Farben. Sie bilden den passenden Rahmen für diese sympathisch, trottelige Tiergemeinde

Text

Wortgewandt und schwungvoll geschriebene Texte voller Situationskomik und Humor

Leser-Wertung

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mai 2005

Spaß ist garantiert beim Lesen und Durchblättern des Buches vom ";Rätselhaften Findelding";. Ein undefinierbares rotes Etwas versetzt die Tierwelt auf dem Bauernhof in Aufruhr und den Leser in helle Begeisterung, denn es ist wirklich köstlich, die Tiere bei ihrer außerordentlich ideenreichen Suche nach Sinn und Zweck des roten Findeldings zu begleiten. Dabei kann das rote Ding samt der Spuren die es überall hinterläßt, auf jeder Seite flauschig weich ertastet werden. Für Kinder immer wieder ein großer Show-down, mit den Fingern den Spuren des Findeldings zu folgen.

Auf dem Bauernhof findet Charlotte, das Schaf, etwas rotes, flauschiges auf dem Boden. Dieses rote Ding weckt ihre Neugier, zu gerne möchte sie wissen, was es ist. Ferdinand, der Hase, erkennt ganz klar, daß es sich bei diesem Ding um einen Hasenohrenwärmer handeln muß, denn es läßt sich ganz prima über sein Ohr streifen. Davon kann er Charlotte jedoch nicht überzeugen. Nach und nach interessieren sich auch die anderen Tiere für das rote Ding und spekulieren über dessen Bestimmung. Rosa, die Kuh hält es für einen Kuhhornpolierer, Luzie die Katze ist von seiner Funktion als Katzenpfotentrockner begeistert. Aber auch Adele, das Huhn und Emil, der Esel haben ihre eigenen Ideen, und beanspruchen es für sich. Die Gemüter der Tiere, ein jedes bereits gespickt mit roten Flusen die das rote Ding auf ihrem Fell hinterlassen hat, erhitzen sich und im Eifer des Gefechts versucht ein jeder, es an sich zu reißen. Just in dem Moment, als das rote Ding seine Form verliert und sich in langen Schlaufen quer über den Hof ringelt, kommt Paul, der Sohn des Bauern vorbei. Unverkennbar, leuchtend rot und flauschig, an einem seiner Füße: eine rote Socke.

Mit der Geschichte vom ";rätselhaften Findelding";, haben Daniela Römer und Sven Leberer einen echten Garanten für gute Laune geschaffen. Es macht Spaß, den Weg dieser roten Socke, die durch ihre Fühlbarkeit noch einen ganz besonderen Reiz verliehen bekam, zu verfolgen. Zunächst tatsächlich nicht als Socke zu erkennen, verleitet das rote Ding den Leser zur eigenen Theorie, um was es sich denn wohl handeln könne. Überraschend, wie schnell diese liebevoll, trottelig dargestellten Tiere jeweils den Sinn und Zweck des Fundstücks erkennen. Sie geben dem Ding nicht nur einen Namen, sondern liefern auch gleichzeitig den Beweis für dessen Funktionalität: Die Kuh Rosa demonstriert, wie dieser ";Kuhhornpolierer"; ihr Horn in neuem Glanze strahlen läßt, der Esel Emil freut sich über einen Hufwärmer und steckt sofort einen Vorderhuf hinein, die Henne Adele möchte ihn schließlich als Eierausbrüter beschlagnahmen.

Fantasievoll aber gleichzeitig nachvollziehbar, kreieren die Tiere eine Logik, die sie spontan und mit viel Wortwitz vortragen. Dass die rote Socke dabei auf jedem Tier eine Menge (fühlbarer!) roter Flusen hinterläßt, macht die einzelnen Szenen noch witziger und geben jeder Seite ein eigenes Highlight. Sehr schön auch, daß sich z.B. einmal ein Vogel eine Fluse klaut oder ein kleiner Grashüpfer auf jeder Seite zu finden ist. So gibt es für das kindliche Auge eine Menge zu suchen und zu entdecken. Sprachlich ist diese Geschichte zwar für die ganz Kleinen noch ein wenig schwierig, aber anhand der Bilder sicherlich schon gut verständlich.

Die Dialoge und Streitgespräche zwischen den Tieren werden sehr wortgewandt und witzig formuliert. Und obwohl die Tiere hier sehr menschliche Züge annehmen (ein jedes möchte das Ding behalten, keiner gönnt es dem anderen), bleibt die Geschichte immer heiter und beschwingt. Das liegt zum Einen an der sehr humorvollen Sprache, zum Anderen an der durchgängig fröhlichen grafischen Darstellung. Kräftige, warme Farben präsentieren die Geschichte in einer idyllischen Umgebung, sorgsam ausgearbeitete Details und Situationskomik schmücken das Ganze aus. Die Darsteller bestechen neben ihrem possierlichen Äußeren vor allem durch ihre Mimik.

Fazit:

Ein rundum gelungenes Buch, daß durch seine Fühl,- und Suchelemente zu etwas ganz Besonderem wird. Wer gemeinsam mit seinem Kind herzlich lachen möchte, ist mit diesem Buch bestens beraten.

Antje Saam

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