Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Ein kleiner Junge begibt sich auf der Suche nach seinem Kuschelhasen mutig in den dunklen Wald und erlebt dort Kurioses.

Bilder

Sehr lebendige Bilder mit agilen und überzeugenden Charakteren sowie einigen Überraschungen laden ein, die Reise mit Spannung zu verfolgen.

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Solide, gut verständlich und stringente Erzählweise, die Kinder durchaus in Atem hält.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jan 2012

Was tun, wenn der geliebte Kuschelhase spurlos verschwunden ist und als letzte Möglichkeit nur noch die Suche im nächtlichen, unheimlichen Wald bleibt?

Ein kleiner Junge liegt im Bett. Es ist alles vorbereitet, um die Gutenachtgeschichte zu lesen. Nur der Hase fehlt und ohne Hase keine Geschichte. Der Junge sucht überall, kann den Hasen aber nicht finden. Eine letzte Möglichkeit bleibt: der dunkle Wald. Also begibt er sich mutig dorthin und trifft als erstes auf einen riesigen braunen Bären. Obwohl der Bär so Furcht erregend aussieht, erkennt der Junge, dass der Bär nur einsam ist und teilt daher sein Nachtlicht mit ihm. Im Weitergehen machen sie Bekanntschaft mit zwei schrecklichen Riesen, denen aber eigentlich einfach nur langweilig ist. Also teilt der Junge seine Geschichten mit ihnen. Und schließlich lernen sie noch den Feuer speienden, dreiköpfigen Drachen kennen, der aber auch nur Bauchschmerzen hat und mal in den Arm genommen werden möchte. In einer dunklen Höhle schließlich treffen sie auf ein riesiges, haariges Monster, das den kleinen roten Hasen des Jungen in der Hand hält - als Trostbringer, weil sich das Monster so fürchtet. Der Junge beschließt, einfach alle mit zu sich ins Bett zu nehmen, wo sie dann überhaupt keine Angst mehr haben.

Vergessene oder verschwundene Kuscheltiere haben schon so manches Einschlafritual zu Fall gebracht und verzweifelte Eltern den Notstand ausrufen lassen. Denn ohne ihren geliebten Bären oder Hasen können manche Kinder auf gar keinen Fall einschlafen - und bringen Eltern damit an den Rand der Verzweiflung. Nicht so der kleine Held in Paul Hoppes Erzählung "Nachts im Wald". Die aus der Ich-Perspektive erzählte Geschichte um einen kleinen Jungen schildert, wie ein verschwundener Hase zu einem beherzten Ausflug in den nächtlichen Wald führt, denn nur dort kann der Hase noch sein. Dort macht der kleine Junge, der namenlos bleibt, Bekanntschaft mit vielen verschiedenen Kreaturen, seien es Monster oder Riesen. Sie alle wirken auf den ersten Blick ganz schön Furcht einflößend und sind auf den zweiten Blick doch genauso ängstlich oder einsam, wie man selbst auch von Zeit zu Zeit.

Mit jedem weiteren Monster steigt die Spannung, ob die Suche erfolgreich sein und wie sie ausgehen wird. Diese kontinuierliche Spannungssteigerung löst sich in einem überraschenden und heiteren Ende: nicht nur, dass der Junge seinen heiß geliebten Hasen in den Händen eines schrecklichen Monsters findet, nein, blättert der Leser die Seite um, gelangt er zum eigentlichen Ende und damit dazu, die Geschichte ganz neu einzuordnen: denn dort sieht er den Jungen in seinem Bett liegen, in seinen Händen die Plüschfiguren, die ihm eben im Wald begegnet sind. Also ist alles nur der Phantasie des kleinen Jungen entsprungen? Dieses überraschende und unerwartete Ende verleiht der Geschichte das gewisse Extra und macht sie umso liebenswerter.

Paul Hoppe bedient sich zu Vermittlung seiner spannenden und humorvollen Geschichte einer einfachen, klaren Sprache, anhand derer der Zuhörer das Geschehen hautnah mitverfolgen kann. Nur wenige Sätze pro Doppelseite entwickeln stringent die Handlung und geben alle notwendigen Informationen. Rein gestalterisch wird die Schrift größer dargestellt, sobald von den Furcht erregenden Monstern die Rede ist, so dass der Leser sich gut die besondere Betonung und die großen Augen des Jungen beim Erzählen vorstellen kann. Passend dazu sind die Doppelseiten phantasievoll und angenehm bunt gezeichnet und zeigen sympathische Figuren. So zieht der kleine Junge im blauen Pyjama mit rotem Umhang, Schwert und gelben Eimer auf dem Kopf mutig in den Wald, ein kleiner Alltagsheld eben. Jedes Monster ist bei der Erstbegegnung Seiten füllend mit gefletschten Zähnen und riesigen Augen gezeichnet und verwandelt sich anschließend z.B. in einen liebenswürdigen Bären mit traurigen Augen. Text und Illustration ergänzen sich gegenseitig und machen die Geschichte zu einem runden Ganzen.

Fazit:

"Nachts im Wald" ist ein humorvolles und überraschendes Buch, welches amüsant zeigt, dass scheinbar unheimliche Dinge gar nicht so gruselig sein müssen, wenn man sich nur traut, ihnen zu begegnen.

Claudia Goldammer

 

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