Prinzessin Petunia und der Mondhase Flappi von Krempel

Erschienen: Mai 2012

Couch-Wertung:

86%
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Bilder
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Idee

Eigensinnig und clever: Prinzessin Petunia. Mit Hilfe eines Drachens und des eigensinnigen Mondhasen lernt sie auf andere zu achten. Dazwischen eine besorgte Königsmutter und zwei beim Schachspiel schummelnde Könige.

Bilder

Die Illustrationen sprühen vor Lebendigkeit, sind originell und spritzig, sparen nie an Farbigkeit, überzeugen durch klares Mienenspiel, sind ausdrucksstark und wunderbar in den Text eingefügt.

Text

Guter Spannungsbogen mit englischem Humor. Wunderbar zum Vorlesen durch die einfallsreiche, spritzig freche Sprache. Die vielen Dialoge und der flotte Sprachstil wirken wie eine Vorlage zum Film.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mai 2012

Jede Menge Spaß, Spiele und phantastischer Faxen warten in diesem Buch nicht nur auf die Leser, sondern auch auf Prinzessin Petunia und ihr herbeigesehnter neuer Freund der Mondhase. Begleitet wird dieses temperamentvolle Duo- bei ihren Abenteuern von einem wirklich übelgelaunten Drachen.

Prinzessin Petunia ist von Klein auf sehr, sehr eigensinnig, obwohl sie doch laut ihrer Eltern der wonnigste Wonneproppen ganz Sonderland war. P.F., so nennt sie sich selber, da sie ihren vollständigen Namen (Prinzessin Petunia-Frohmut Eigensinn) nicht ausstehen kann, versucht mit allen Mitteln ihren Willen durchzusetzen. Viele Tricks hat sie dafür parat: z.B. laut Brüllen, oder die Luft anhalten, bis sie beängstigend rot anläuft.

Eines Tages wünscht sie sich einen Drachen, den sie, wie auch alle anderen Wünsche bisher, stets erfüllt bekommt. Aber wie immer verfliegt P.F.`s Interesse, sobald das Gewünschte da ist.
Nun möchte sie den Mondhasen. Zugegeben, manche sehen eher den Mann im Mond, manche jedoch auch einen Hasen, so wie P.F.

Eines Nachts sitzt der Mondhase, der sich selbst Flappi von Krempel nennt, auf ihrem Bett. Schnell zieht er sich eine grüne Ringelstrumpfhose von P.F. an, in der im Laufe der Geschichte so mancher Gegenstand verschwindet. Gleich am nächsten Morgen will er Spaß, Spiele und viele Faxen machen. Das Problem mit der Übellaune des Drachens klärt er schnell. Sandra - so heißt er, obwohl der Drache ein Junge ist, aber diesen Namen von P.F. bekommen hat - muss nur eine Geschichte vorgelesen werden und er wird handzahm.

Dann plötzlich verschwindet der König - P.F.`s Papa. Ein Erpresserbrief des Schachkollegen, König Ruppert, begründet das Verschwinden. Durch das Mogeln beim Schachspiel droht ihm nun die Enthauptung. Der clevere Hase weiß Rat. Zusammen mit Petunia und Sandra fliegen sie zu König Rupperts Schloss. Mit ein paar Tricks und großer Cleverness gelingt es ihnen, den Vater von P.F. kurz vor der Enthauptung zu retten. Schließlich vertragen sich die Kontrahenten wieder und versprechen bei den nächsten Schachspielen fortan fair zu sein.

Zu guter Letzt steht der Abschied vom Mondhasen bevor, denn dieser möchte den in der Zwischenzeit erblassten Mond wieder zum Strahlen bringen. Und daran geht kein Weg vorbei, auch wenn P.F. ihn am liebsten bei sich behalten würde. Da der Hase ebenso eigensinnig ist, ist er der erste, der sich über P.F.´s Willen hinwegsetzt. Aber: Wenn er alles gerichtet ist, will er aber beim nächsten Vollmond zurückkommen. Und Versprechen müssen ja bekanntermaßen eingehalten werden.

Die Geschichte mit der eigensinnigen Prinzessin und den eigenwilligen weiteren Protagonisten - vom Mondhasen bis hin zum Drachen - begeistert von Anfang an und hält bis zum Happy-End, was sein vielversprechender Auftakt verspricht.

Als Moderatorin und Puppenspielerin versteht es die Autorin Sue Monroe - eine feste Größe im britischen Kinderfernsehen - dynamisch und temporeich durch die Geschichte zu führen. Der schöne Spannungsbogen mit dem feinen englischen Humor der Autorin eignet sich wunderbar zum Vorlesen. Durch die einfallsreiche, spritzig freche Sprache mit seinen vielen Dialogen wirkt die Erzählung wie eine Vorlage zum Film. Ihre lautmalerische Sprache - oftmals farbig im Text hervorgehoben - bereiten Zuhörer wie Vorleser durch seine lebendigen Möglichkeiten größten Spaß. Mit Humor vermittelt sie die Botschaft, dass, wenn man aufeinander achtet, das Leben viel mehr Spaß macht und man schnell gute Freunde findet.

Ebenso wie der Text begeistern die quirligen, farbenfrohen Illustrationen von Pe Grigo. Sehr geschickt und passend in die Textpassagen eingebaut, unterstützen sie die Geschichte ideal. Ihr Zeichenstil, sehr farbintensiv, versprüht Leichtigkeit und Dynamik und hat seinen ganz eigenen Charme. Das Mienenspiel ist erfrischend und klar zu erkennen. Sprechblasen oder dynamische Striche bei den Bewegungen verleihen den Bildern zusätzliche Lebendigkeit.

Fazit:

Ein Dreigestirn ganz besonderer Art, wunderbar in Szene gesetzt. "Prinzessin Petunia und der Mondhase Flappi von Krempel" ist eine freche, komische und sehr liebenswerte Geschichte über Wünsche und ihre Tücken. So wird aus dem Zusammenspiel der eigenwilligen Charaktere, gepaart mit viel Fantasie und Wortwitz sowie den lebhaft-spritzigen Illustrationen eine Prinzessinnengeschichte der ganz besonderen Art.

Sylke Wilmer-Gruchmann

 

Prinzessin Petunia und der Mondhase Flappi von Krempel

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