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Idee

Oskar ist ein kleiner tapferer Kerl, der sich nicht unterkriegen lässt, auch wenn keiner mit ihm spielen will. Und das Fazit: am Ende ist er der Anführer der coolsten Bande der Welt.

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Sehr farbenfrohe, lebendige und dynamische Illustration der Handlung, die einfach Lust darauf machen, jedes Detail zu entdecken.

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Altersgerechte Sätze mit unterschiedlichen Erzählstilen transportieren die Handlung leicht verständlich.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jul 2012

ab 5 Jahren

Es ist wirklich zum verzweifeln: Jeder im Hof gehört seit kurzem zu einer Bande. Nur Oskar nicht. Für die eine Bande ist er zu klein, für die andere zu groß, für die nächste sind seine Haare nicht zottig genug und in wieder eine andere Bande wird man nur aufgenommen, wenn man einen gelben Regenmantel trägt.

Doch Oskar lässt sich nicht unter kriegen und beschließt kurzerhand, seine eigene Bande zu gründen. Dann kann er auch gleich deren Anführer sein. Und da alle anderen bereits in irgendwelchen Banden sind, gründet er ganz einfach mit sich selbst die kleinste Bande der Welt. Dafür sucht er sich schnell einen geheimen Platz - hoch oben im Kastanienbaum. Und schleppt anschließend Reifen und Bretter und einen Strick dorthin. Natürlich bleibt sein Tun nicht unbemerkt und gerade als Oskar mit allem fertig ist, kommt Jojo von der Regenmantelbande und will wissen, was er denn mache. Das ist zwar streng geheim und eigentlich kann niemand zu seiner Bande gehören, doch Oskar lässt sich erweichen und beschließt, Jojo das Geheimwort zu verraten. Und das ist so unglaublich geheim, dass er es nie und nimmer vergessen und auch nicht weitersagen darf. Schließlich flüstert Oskar es ihm ins Ohr: "Saramidurafidelles".

Zur vereinbarten Zeit setzt sich Oskar in seinen Geheimplatz und wartet. Und wartet. Und wartet. Als erster kommt Rastamän von der zottigen Bande und flüstert: "Silimadulifilasta" und klettert zu Oskar in den Baum. Dann geht es Schlag auf Schlag: Sindy von den Mädchen gelangt mit "Saratamaraledistes" hinauf, Supermario mit "Fahrradmirherborgverpissteuch" und Berta von den Kleinen mit "Saramaramira" und so weiter. Und die ehemals kleinste Bande entpuppt sich als die coolste Bande, weil es so viele unterschiedliche Kinder in ihr gibt.

Kinder sind im Allgemeinen ehrlich, zumindest wenn es darum geht, dass ihnen etwas nicht passt. Da gehen sie auch nur schwer Kompromisse ein, und wenn sich die Kinder in Oskars Block nun einmal in den Kopf gesetzt haben, thematische Banden zu gründen, und Oskar nun eben leider keines der erforderlichen Kriterien erfüllt, dann hat Oskar, in Kinderaugen, eben Pech. Nun könnte sich Oskar als einziges ausgegrenztes Kind in sich zurückziehen und Trübsal blasen. Doch er wählt schlau das Gegenteil und geht in die Offensive. Und siehe da: es klappt. Nicht nur wird sein Treiben sehr interessiert beäugt, am Ende ist er gar Anführer der coolsten Bande der Welt. Und die ist eben cool, weil so viele unterschiedliche Leute in ihr mitmachen dürfen. Oskar ist nicht nachtragend und nimmt jeden auf, auch wenn keiner sein Passwort richtig sagt. Und aus dieser bunten Mischung entsteht die beste Bande der Welt.

Saskia Hula ist mit dieser Thematik eine Geschichte mit einem sehr realistischen Handlungsstrang gelungen. Das Gefühl des Ausgegrenzt-Seins hat sicher jedes Kind schon einmal erfahren. Aber jedes Kind geht anders damit um und nach dem Lesen dieses Buches wird jedem klar sein, dass die Situation meist nicht hoffnungslos ist. Zudem scheint Oskar intuitiv eine Notwendigkeit erkannt zu haben, denn es stellt sich auch die Frage, ob die Kinder, wären sie glücklich in ihren Banden gewesen, zu Oskars Bande gekommen wären? Sicher nicht. Nun haben sie Abwechslung, Vielfältigkeit und jede Menge Spaß. Die tiefere Botschaft hinter dieser Geschichte vermittelt Saskia Hula mit einfachen, altersgerechten Sätzen, die sich auch gut für Erstleser eignen. Viel wörtliche und indirekte Rede entwickeln die Handlung und transportieren Oskars Gedanken, oftmals mit einem kleinen Augenzwinkern. Aufgrund der thematischen Realitätsnähe verfolgen große und kleine Leser die Handlung mit Spannung, die sich am Ende in der lustigen Geheimparolenwortspielerei auflöst.

Trotz des ernsten Themas ist das Buch locker und leicht geschrieben und vermittelt Freude und Spaß am Leben. Ina Hattenhauers ganzseitige Illustrationen tragen maßgeblich zu diesem Gefühl bei. Sehr liebevoll gibt sie den Charakteren ein Gesicht verleiht ihnen mit ausdrucksstarker Gestik und Mimik Gefühle. Farbenfroh-fröhlich illustriert sie dynamisch die Handlung und macht mit jeder neuen Zeichnung Lust darauf, die nächste Seite zu entdecken.

Fazit:

Oskar gelingt es, mit Toleranz und Mut zur Vielfalt die coolste Bande der Welt zu gründen und kehrt so den ursprünglichen Makel des "Anders seins" in einen riesengroßen Vorteil um. Ein Buch, das allen Mut macht, die anders sind und darunter leiden.

Claudia Goldammer

 

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