Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Thelonius: Ein durchweg niedlicher, sympathischer Held! Illustratorische erzählte Abschnitte wechseln sich mit den Textblöcken ab; ist einmal die Neugier geweckt, ist ein schneller Leseerfolg garantiert.

Bilder

herrlich gezeichnete Comics und Einzel-Illustrationen in unterschiedlichen Formaten. Insgesamt eine liebevolle, großzügige Gestaltung, die Lust macht auf mehr.

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Da die Illustrationen viel von der Umgebung erzählen, kann die Geschichte temporeich vorangetrieben werden. Ganz aus der Perspektive des kleinen Helden, ist die Sprache klar, leicht verständlich und abwechslungsreich durch die vielen Dialoge.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Aug 2012

[ab 9 Jahren]

Ausgezeichnet mit dem Kinderbuch-Couch-Star*. Kinderbuch des Monats [08.2012]. Das Streifenhörnchen Thelonius glaubt daran, dass es einmal Menschen auf der Erde gegeben haben muss. Seine Familie, die mit ihm im Wilden Wald lebt, mag das - trotz der alten Legenden - kaum glauben. Als eine schwere Flut Thelonius mitsamt seinem Zuhause einfach mit sich reißt, findet er sich schließlich in einer unwirklichen Umgebung wieder...

... merkwürdig sind die geraden Felsen mit ihren eckigen Löchern, die um ihn herum aufragen. Thelonius begreift, dass die "Besatzung" der Menschen doch nicht nur eine Legende sondern die Wahrheit ist. Damals, unter ihrer Herrschaft, konnten die Tiere nicht sprechen. Doch nun gibt es einige sprechende Tiere, unter ihnen auch die Familie von Thelonius. In dieser fremden Umgebung findet Thelonius jedoch kein sauberes Wasser und nichts zu Essen. Er beobachtet ein Bärin, die ein schlauchartiges Gebilde (einen Staubsauger, wie man aus den Bildern erkennen kann) aus dem Wasser fischt. Sie trägt Menschenkleidung. Thelonius findet das höchst eigenartig. Dann wird er von einer Eidechse angesprochen, die für die "Drachenherrin" arbeitet. Beinahe wäre Thelonius mit dem Reptil gegangen, doch er hat ein mulmiges Gefühl dabei und flieht durch eine merkwürdige unterirdische Höhle mit Schienen. Schließlich steht er vor einem beleuchteten Schaufenster. In dem Lichtschein sieht Thelonius eine Menge Bücher und ein Stachelschwein, das in seiner Lektüre vertieft ist. Das Stachelschwein bemerkt den kleinen Beobachter und nimmt das kleine Streifenhörnchen sofort bei sich auf. Zum ersten Mal probiert Thelonius Pfirsiche aus der Dose, die süß und saftig schmecken und angeblich ewig haltbar sind. Er erfährt, dass die Menschen noch viele solcher Sachen hinterlassen haben.

Das kleine Streifenhörnchen findet es herrlich bei Fitzgerald, dem Stachelschwein. Doch Fitzgerald möchte Thelonius dabei helfen zurück in den Wilden Wald zu kommen. Sie entscheiden, die "fliegende Bärin" aufzusuchen, die mit einem Fluggerät in der Ruinenstadt notgelandet ist. Vorher aber wird Thelonius erst einmal eingekleidet. Rasant fahren sie mit Fitzgerald´s Motorroller zu einem Spielwarengeschäft und finden bei dem "Barbie-Zubehör" genau das richtige.

Olivia, die flliegende Bärin, ist sehr freundlich - obwohl das Streifenhörnchen sich vor Bären gemeinhin in Acht nimmt, fasst er doch schnell Vertrauen zu ihr. Sie kommt von dem geheimnisvollen Nebelberg und möchte unbedingt dahin zurück kehren. Aus diesem Grund baut sie schon eine ganze Weile an einem Hubschrauber, dessen Bausatz sie in den Hinterlassenschaften der Menschen gefunden hat. Doch ihre Pläne bleiben nicht unbeobachtet: Die Drachenherrin will das Fluggerät in ihren Besitz bringen. Wieder taucht die Eidechse, namens Brown, auf und warnt die Freunde vor dem Angriff der Marder. Nur dank dem mutigen Eingreifen von Fitzgerald und den kühnen Flugkünste Olivias können die drei den Mardern noch in allerletzte Sekunde entkommen.

Durch einen glücklichen Zufall hat Thelonius zuvor alte Aufzeichnungen von Olivias Schwester gefunden, die den Zugang zur Kuppe des Nebelbergs verraten. Es ist nämlich nicht möglich, den Berg durch den Nebel zu besteigen, doch es gibt es einen geheimen Zugang im Innern des Berges. Leider bleibt das wertvolle Schriftstück in der brennden Lagerhalle zurück.

So verlassen sie schließlich "die Stadt der Ruinen" und machen Zwischenhalt im Wilden Wald. Nach einem freudigen Wiedersehen mit Thelonius´ Familie, entscheidet sich das tapfere Streifenhörnchen doch, mit Olivia und Fitzgerald weiter zu ziehen. Er ist neugierig auf den geheimnisvollen Nebelberg. Beim Anflug auf den Berg machen sie die Rechnung jedoch ohne die kampfbereiten Adler, die das Fluggerät zum Abstürzen bringen. Nun müssen sie doch den Weg durch den Berg wagen. Thelonius kann sich noch an die Einträge auf der Karte erinnern, doch vor allem durch die Hilfe der Eidechse "Brown", die sich heimlich an Bord des Hubschraubers geschmuggelt hat, gelingt es ihnen wohlbehalten in Olivias Zuhause anzukommen. Auf ihrem Weg wecken die mittlerweile vier Freunde noch einen winzigkleinen Wissenschaftler aus seinem Kälteschlaf. Im Gegensatz zu den Tieren spricht dieser Mini-Mensch jedoch kein einziges Wort und macht dennoch ein sehr glückliches Gesicht. Die Willkommensparty ist für alle Freunde ausgelassen und fröhlich. Aber es bleiben noch eine Menge Geheimnisse um den Nebelberg und darum, dass anscheinend ein paar Menschen versucht haben, die Tiere vor dem Untergang, den sie selbst zu verschulden hatten, zu bewahren. Bill, der Mini-Mensch spricht am Ende doch ein Wort : "Dämmerland" - und Thelonius begreift, dass es noch mehr Orte, wie den Nebelberg geben muss, wo so viele verschiedene Tiere friedlich nebeneinander leben...

Das Illustratorenduo Susan Schade und Jon Buller, das in Amerika bereits zahlreiche Kinderbücher illustriert hat, veröffentlichte 2006 den ersten Band der Trilogie mit dem Originaltitel "Travels of Thelonius" bei dem amerikanischen Verlag Aladdin, New York.

Die fantasievolle Abenteuergeschichte um das niedliche Streifenhörnchen Thelonius, das mit seinem Mut und seiner Klugheit die Herzen seiner Leser im Sturm erobern wird, erinnert an die Zukunftsideen des Science-Fiction-Genres, die sich um die Frage ranken "was wäre, wenn es keine Menschen mehr gäbe". Susan Schade und Jon Buller gehen das Thema wunderbar ernsthaft an und sind zugleich mit ihren sympathischen, tierischen Darstellern genau auf der Wellenlänge ihrer Leser. Bereits Kinder ab neun Jahren werden an dieser durchweg gelungenen Mischung aus Abenteuergeschichte und Graphic Novel ihre helle Freude haben.

Das Erfolgsrezept: Susan Schade und Jon Buller erzählen ihre Geschichte abwechselnd in Bildern, wie in einem Comic - mit Sprechblasen, lautmalerischer Typographie, spannenden Perspektivwechseln, vielseitiger Mimik sowie jeder Menge abwechslungsreicher Formate in der Bildabfolge - und Textpassagen, in der die Geschichte fortgesetzt wird. Beides, sowohl der Comic- als auch der Text-Anteil, zeichnen sich durch eine hohe erzählerische Dichte aus. Das Autoren- und Illustratorenduo erzählt spannend und dennoch erfrischend unkompliziert. Ohne große Umschweife schreitet die Geschichte um das kleine Streifenhörnchen voran. Da die Illustrationen viel von der Umgebung und der Atmosphäre der Ruinenstadt erzählen, können die beiden Autoren ihre Geschichte temporeich fortsetzen. Auf diese Weise werden die jungen Leser dauerhaft für das Weiterlesen belohnt.

Neben der abwechslungsreichen und liebevollen Gestaltung des Buches fällt auch auf, dass die Textblöcke sehr locker - mit weitem Zeilenabstand und gerader, gut leserlicher Schrift - zwischen die Illustrationen gesetzt sind. Es gibt keine Seite, in der sich keine kleine Illustration findet. Da blättert sich die nächste Seite wie von selbst um. Neue Kapitel werden in der Regel mit einer längeren Comic-Abfolge begonnen oder sie enden mit einer, die einen schönen Spannungsbogen aufbaut. Selbst leseunlustige Kinder werden - wenn sie sich einmal auf die herrlich gezeichneten Comic-Blocks eingelassen haben - ohne Murren weiterlesen. Einmal neugierig, werden sie die Textblöcke dann ganz mühelos bewältigen.
Da sich der erste Band mit so viel Spass lesen lässt, ist es nicht verwunderlich, dass junge Leser sofort nach dem zweiten Band fragen. Der erscheint voraussichtlich am 18. September 2012 und wird den Titel "Thelonius´ große Reise - Aufbruch nach Dämmerland" tragen.

Fazit:

Der erste Band von "Thelonius´ Reise" ist eine rundum gelungene Mischung aus fantasievoller Abenteuergeschichte und herrlich illustriertem Comic. Susan Schade und Jon Buller liegen mit ihren sympathischen, tierischen Darstellern genau auf der Wellenlänge ihrer Leser. Selbst Lesemuffel, die beim Lesen sonst kaum still sitzen mögen, werden an diesen außergewöhnlichen Helden ihre helle Freude haben!

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

Thelonius große Reise - Das Geheimnis des Nebelbergs

Thelonius große Reise - Das Geheimnis des Nebelbergs

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