Anna von Schlottersteins Nächtebuch

Erschienen: Februar 2013

Couch-Wertung:

90%
Idee
Bilder
Text

Idee

Vampire von ihrer menschlichen Seite zu zeigen und Vampirkinder Menschenkinder treffen zu lassen, bietet einfach unwahrscheinlich viel Erzählstoff. Verlieben sich Vampir und Mensch ineinander, wird es doppelt spannend.

Bilder

Die schwarzweißen Cartoons sind witzig und frech; dazu gibt es Textelemente in runder Mädchenhandschrift, so mutet das Ganze wirklich an wie ein Tage - Entschuldigung: Nächtebuch.

Text

typische Mädchenmonologe a la „liebstes Tagebuch“ , geschilderte Erlebnisse und wiedergegebene Dialoge: anschaulich, abwechslungsreich, amüsant.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Feb 2013

Den Kleinen Vampir Rüdiger, seine Schwester Anna und ihren Menschenfreund Anton kennt wahrscheinlich jeder, zumindest vom Hörensagen oder von früher. Neben den insgesamt 20 Folgen gibt es Hörspiele, Filme und Fernsehserien. Dieses neue Buch ist sozusagen eine Auskopplung: Annas Tagebuch - das natürlich ein Nächtebuch ist. Vampire sind ja nur im Dunkeln wach.

Menschen schreiben Tagebuch. Vampire schreiben Nächtebuch. Das ist schon der einzige Unterschied: ansonsten ist bei der jungen Vampirin Anna von Schlotterstein alles genau so wie bei allen jungen Mädchen. Sie redet es an mit "Mein liebes Nächtebuch", spricht beim Schreiben mit ihm, "Was soll ich dir als erstes erzählen?", entschuldigt sich, wenn sie zwischendurch aufhören muss oder wenn sie lange nicht zum Schreiben gekommen ist: "Jaja, du hast recht, ich hab dich vernachlässigt! Aber bei uns war wirklich viel los!"

Anna von Schlotterstein ist die kleine Schwester vom kleinen Vampir Rüdiger. Wer die Serie kennt und mag, der kann sich auf ein Wiedersehen freuen. Zwar nicht direkt in einer neuen Folge, mehr in einer neuen Variante. Sind doch diesmal alle Erlebnisse aus Annas Sicht geschrieben, auch bereits erlebte und in den Geschichten vom kleinen Vampir beschriebene. Und mit einem besonderen Schwerpunkt: Anna ist nämlich in Anton verliebt, "süß und innig", und absätzelang schwärmt sie über Begegnungen, Berührungen und mögliche Traumhochzeiten. Neun-, zehn-, elfjährige Mädchen dürfte das wärmstens interessieren.

Und wenn nicht: für Abwechslung ist gesorgt, denn Anna hat ihrem Nächtebuch ausreichend Alltagsärger und -abenteuer anzuvertrauen: den Besuch bei Antons Eltern oder dass Rüdiger seine Strumpfhosen nie wechselt und stinkt. Wie schwierig es ist, einen neuen Stift zu bekommen, denn zur Ladenöffnungszeit schlafen Vampire für gewöhnlich. Dass ihr anderer Bruder Lumpi sich das Hirn zermartert, wie er mit seinen beiden Lovern zu einem Fest gehen kann, ohne einen vor den Kopf zu stoßen und dann schließlich beide mit ihm Schluss machen.
Weil das Nächtebuch ganz neu ist, muss Anna ihm natürlich auch das ein oder andere genau erklären: wieso sie und ihr Bruder über hundert Jahre alt sind und doch noch Kinder und wieso überhaupt und wie sie Vampire geworden sind. "Und, liebes Nächtebuch, du fragst dich bestimmt, warum ich immer noch nur Milch trinke." Also erzählt sie ihm auch das.

Diese Passagen sind sehr hilfreich für alle Leserinnen und Leser, die die Geschichten noch nicht oder nicht mehr so genau kennen. Und weil Anna - bzw. die Autorin Angela Sommer-Bodenburg - all das sehr amüsant und anschaulich schildert, langweilen sich auch eingefleischte Schlotterstein-Fans nicht.

Die Illustrationen - kleine, cartoonartige auf den Seiten verstreute Schwarzweiß-Zeichnungen - stammen wie bei den anderen Bänden von Amelie Glienke. Sie sind witzig und tragen dazu bei, dass Annas Nächtebuch niemals zu schwülstig wird. Und auch nicht zu gruselig. Denn im Text geht es manchmal schon sehr blutig zur Sache; zum Beispiel, wenn Anna erzählt, wie es im einzelnen ist, zum Vampir zu werden: der Biss, der Todesstoß ins Herz, die Reise ins Jenseits und die Ankunft in der Schattenwelt.

Unter anderem deshalb dürfte die Altersempfehlung des Verlages - "ab sechs" - etwas zu tief gegriffen sein. Themen wie Tod und Horrorwesen sind, auch wenn sie sehr liebenswert und lustig geschildert werden, bei älteren Grundschulkindern deutlich besser aufgehoben. Und die "süßen und innigen" Gefühle von Anna für Anton auch!

Fazit:

Kindgerechte Variante der sehr angesagten "Mädchen liebt Vampir"-Geschichten, neues Futter für Fans des kleinen Vampirs und mit der richtigen Mischung aus Alltag, Spannung und Komik ein rundum gut gelungenes Kinderbuch.

Sigrid Tinz

 

Anna von Schlottersteins Nächtebuch

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