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Idee

Eine junge Frau erzählt von ihrer kurzen Freundschaft aus Schulzeiten mit einem mongolischen Jungen - der eines Tages verschwindet.

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Das Buch ist wie ein Schulheft aufgemacht, in der die Geschichte niedergeschrieben und Fotos dazu geklebt wurden.

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Die Geschichte der kurzen Freundschaft ist locker und schlüssig erzählt und lenkt nicht von der eigentlichen Problematik ab.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Feb 2013

Dieses Kinderbuch stellen wir Ihnen auch im Rahmen unseres Special "Eine kleine Weltreise in der Kinderliteratur" vor.

Längst teilen heute Kinder ihre Schulbänke mit Gleichaltrigen aus fernen Ländern und fremden Kulturkreisen. Das ist gut so und erweitert den Horizont! Was aber passiert, wenn diese Kinder von einem Tag auf den anderen nicht mehr in die Schule kommen?

In Julies Klasse ist ein Neuer: Dschingis, ein Flüchtlingskind aus der Mongolei, und Julie soll sich ein bisschen um ihn kümmern. Dschingis hat schließlich keine Ahnung, wie man Fußball spielt und was man zum Schwimmen mitnimmt. Auch weiß er nicht, dass man in England nicht den ganzen Tag in einem Fellmantel herumläuft. Im Gegenzug weiß Julie bald alles über die Mongolei, dass dort Riesenblumenbäume wachsen und dass man Adlern dort eine Mütze aufsetzt, um sie zu beruhigen. Und sie lernt, wie man einen Dämon aus Hefeteig backt. Doch dann, eines nachts, werden Dschingis und seine Familie abgeholt. Sie dürfen nicht in Liverpool bleiben, sondern werden abgeschoben in die Mongolei. Nach 30 Jahren versucht Julie den ehemaligen Klassenkameraden Dschingis zu finden - via facebook.

Frank Cottrell Boyce lässt die Erinnerungen einer jungen Frau wach werden, die diese Geschichte erzählt. Als längst Erwachsene findet Julie in ihrer alten Schule den Mantel ihres früheren Klassenkameraden Dschingis mit einigen Polaroidfotos in der Tasche. Es gelingt dem Autor aus der Erinnerungsperspektive in die Geschichte einzusteigen und nach wenigen Sätzen schon spricht keine junge Mutter mehr, sondern die ehemals ca. 11-jährige Julie.

Die Geschichte der kurzen Freundschaft zwischen Dschingis und Julie ist einfach und schlüssig erzählt und lenkt nicht von der eigentlichen Problematik ab. Boyce konzentriert sich fast ausschließlich auf die Kinder, auf ihre Interaktionen und wie sich für beide Seiten langsam die jeweils andere Welt öffnet.
Aufgemacht ist das Buch wie ein Schulheft, das Julie angelegt hat. Sie hat die Geschichte aufgeschrieben und Dschingis' Fotos eingeklebt. Polaroidfotos, ein hinreißender Anblick, der zugleich Wehmut weckt und auch die Gefühlslage, in der sich auch die erwachsene Julie mit ihren Erinnerungen befindet, wiedergibt.

"Der unvergessene Mantel" ist ein besonderes Kinderbuch, das sowohl durch seine Gestaltung als auch durch die Herangehensweise aus dem Rahmen fällt, denn es entstand in Zusammenarbeit des Autors mit einem Regisseur und einer Fotografin. Eigentlich sollte aus dem Stoff ein Dokumentarfilm entstehen. Dass das Buch-wie im Nachwort erzählt- an eine wahre Begebenheit angelehnt ist, gibt der Geschichte seinen besonderen Reiz.

Fazit:

"Der unvergessene Mantel" ist ein politisches Kinderbuch, das eine äußerst aktuelle Thematik auf ganz eigene Weise aufgreift. Dieses Buch kann auch Kinder in den Bann ziehen, die Bücher ansonsten nicht interessiert.

Katrin Czerwinka

 

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