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Idee
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Idee

witzige Protagonisten und jede Menge Humor in und zwischen den Zeilen: Wie Otto sich aus dem Schatten des gemobbten Musterschülers zu einem selbstbewussten Jungen verwandelt, der die Dinge mutig und entschlossen angeht, macht Spaß.

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Flotte Dialoge, prägnante Figuren und die lockere, wie stilsichere Erzählweise machen das erste Abenteuer von „O-Män“ aus.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Apr 2013

Otto Odysseus Ondruschka ist nicht gerade das, was man sich unter einem Superhelden vorstellt. Er hat keinen guten Stand in seiner Klasse, wird täglich gemobbt und auch die schöne Cheyenne Blue Haselnötter rümpft nur ihre süße Nase über ihn. Für Otto steht fest, so kann, so darf es nicht weiter gehen! Zum Glück hat er eine Verbündete: Fräulein Reihlein, die Comic-Händlerin seines Vertrauens ...

Otto besucht oft Frau Rehlein in ihrem Comic-Geschäft, hilft ihr mit den neuen Lieferungen und gönnt sich zur Aufmunterung gerne ein Superhelden-Comic. Und Aufmunterung kann er wirklich gut gebrauchen: Wenn er wieder einmal von dem Muskelprotz Pfitzner am Hosenbund an den Kleiderhaken aufgehängt wird, er seine tägliche Kopfnuss bekommt oder wenn die beiden "Kampfdackel" von Herrn Professor Schläfrig, dem Vorgesetzten von Ottos Mutter, ihm mal wieder in den Allerwertesten beißen und ihn durch den Park schikanieren. Eines Tages reift in Otto der Gedanke, dass er das Zeug zum Superhelden hat. Clever genug ist er allemal, er braucht nur ein gutes Outfit, gute Gadgets und einen griffigen Namen, damit sein Ruf ihm schon bald voraus eilt. Fräulein Rehlein, die sich mit diesen Dingen bestens auszukennen scheint, kann ihm da nur zustimmen.

Bereits der Entschluss und die ersten Unternehmungen in Richtung Superheld geben Otto schon mehr Selbstvertrauen, so dass er schon als Otto selbst die himmlische Cheyenne Blue beeindrucken kann. Doch es kommt noch besser: Kaum hat er seinen Namen "O-Män" gefunden, verschwindet Pfitzner - ausgerechnet in der Wohnung von Professor Schläfrig, der sich bereits seit geraumer Zeit höchst merkwürdig verhält. Zum Glück hat der eifersüchtige Pfitzner das Handy von Cheyenne Blue mitgehen lassen, so dass O-Män zur Rettung eilen kann !

Otto wünscht sich eine echte Aufgabe mit Schleimmonstern und Außerirdischen - und soll seinen Wunsch schneller erfüllt bekommen als ihm vielleicht lieb ist. Denn die Außerirdischen mit glitschigen Schleim-Tentakeln haben ausgerechnet in der Wohnung von Professor Schläfrig ihr Hauptquartier eingerichtet, wo ein "Schläfer" nach dem anderen eintrudelt. Langsam wird es eng. Fräulein Rehlein, die mit ihrer etwas verdrehten Satzstellung an Yoda aus Star Wars erinnert, scheint zunächst ziemlich unbeeindruckt, holt aber dennoch heimlich Unterstützung. Es muss doch einen Weg geben, die ziemlich dilettantische Invasion der außerirdischen Tentakelmonster aufzuhalten.

Wer die Abenteuer von "Motte Maroni" kennt, weiß, dass Christoph Mauz´ Erzählstil geprägt ist von witzigen und ziemlich skurrilen Protagonisten und jeder Menge Humor in und zwischen den Zeilen. Besonders sein Faible für Namen, die in ihrer Treffsicherheit allein schon gute Laune verbreiten, kommt auch hier zum Tragen. Flotte Dialoge, prägnante Figuren und die lockere, wie stilsichere Erzählweise machen das erste Abenteuer von "O-Män" aus.

Da bereitet auch das Vorlesen großes Vergnügen, zumal gerade die gelegentlich eingestreuten österreichischen Begriffe und Redewendungen zusätzlichen Charme verleihen, aber zugleich für alle jungen Leser ohne entsprechenden Bezug natürlich auch eine Hürde darstellen. Dennoch: Die pointierte Erzählweise fordert gerade leseerfahrene Jungen heraus und unterhält sie bestens. Sie werden Otto in seiner misslichen Lage gut verstehen und bei seinen abenteuerlichen Erlebnissen entsprechend mit fiebern. Und last but not least trifft auch der spezielle Humor von Christoph Mauz genau diese Zielgruppe, die über Umschreibungen wie "Darth Vader mit Bronchitis" herzhaft und anhaltend lachen können.

Der abwegige Verlauf der Geschichte, die in einer ganz normalen Alltagswelt seinen Anfang nimmt, trägt natürlich zum Lesespaß bei. Wieder einmal bekommt Christoph Mauz charmant die Kurve zwischen Klamauk und einem einigermaßen realistischen Ende - um doch, ganz zum Schluss, doch noch einmal eine Schippe Übermut drauf zu legen. Mit Leichtigkeit bringt er die einzelnen Fäden der Handlung zusammen und lässt auch manch glückliche Wendung einfließen. Und wenn dann noch die Liebe ein wenig mitspielt, kann das ja nur zu einem guten Ende führen - oder?

Für alle, die auch zu Ottos Club der Superhelden gehören wollen, gibt es ein Download auf der Verlagsseite, wo man sich die O-Män-Maske, bizarre Blitze für den Fahrradhelm oder eine Bastelanleitung für ein Periskop herunter laden kann. Und wer gar nicht genug bekommen kann, der kann direkt an O-Män schreiben und das "Das Super-Heft" anfordern.

Fazit:

Auch das neue Abenteuer von Christoph Mauz punktet wieder mit Humor, skurriler Komik und originellen Typen. Wer Star-Wars, Superhelden und Science-Fiction liebt, wird an "O-Män" seine Freude haben.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

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