Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Superman ist unverwüstbar und wehrt gleich im ersten Band einen ernstzunehmenden Angriff auf sich selbst ab – Lex Luthor muss sich also mehr einfallen lassen – spannende und kurzweilige Geschichte, die Jungs in ihrer Phantasiewelt abholt.

Bilder

Die Bilder und lautmalerische Illustrationen in bester Comicmanier sind klar gezeichnet und farbenstark und halten sich mit der Darstellung des Bösen recht behutsam zurück.

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Stringent erzählte, kurze und einfache Sätze treiben die Handlung voran, lassen für sprachliche Finessen jedoch keinen Raum.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Apr 2013

[ab 7 Jahren]

Superman rettet die Welt bzw. in diesem Fall vor allem seine eigene Haut und kann Lex Luthors windige Machenschaften gerade noch verhindern

Lex Luthor, einer der reichsten Geschäftsmänner der Welt, hat zum Pressetermin auf das Dach seines Hochhauses eingeladen, um dort seine neueste Erfindung vorzustellen. Unter den Journalisten befindet sich auch Clark Kent, alias Superman. Gerade in dem Moment, in dem Lex Luthor seine Erfindung präsentiert, fliegen drei Angreifer heran, die mit Strahlengewehren auf die Erfindung und in die Menge schießen. In Null Komma Nichts verwandelt sich Clark Kent in Superman und verteidigt die Anwesenden vor den Angreifern. Gerade als er den letzten besiegt hat, geht ein Hilferuf von seinem Freund Jimmy Olsen ein. Er wird von einem gigantischen Roboter verfolgt, doch auch mit diesem wird Superman in Windeseile fertig. Szenenwechsel in die Redaktion des Daily Planet, die Zeitung, bei der Clark Kent arbeitet. Hier wird Perry White von einer Meute fliegender Untertassen verfolgt, die es eindeutig auf ihn abgesehen haben. Doch auch hier ist Superman rechtzeitig zur Stelle.

Unterdessen nähert sich eine Weltraumsonde Metropolis um dort, so der Plan, zu landen und in die S.T.A.R. Labore geholt zu werden. An Bord befindet sich ein Meteor von einer Mars-Mission. Doch just, als die Sonde in greifbare Nähe rückt, erwacht der Riesenroboter, den Superman eigentlich schon lahm gelegt hatte, zu neuem Leben. Er aktiviert den Raketenantrieb an seinen Füßen, um sich die Sonde zu holen. Szenenwechsel in eine dunkle Höhle tief unter Metropolis: Lex Luthor wartet auf seinen Roboter. Doch plötzlich sieht er sich Superman gegenüber, der ihm dessen abgetrennten Kopf präsentiert. Lex Luthor ist entsetzt, denn dieses Mal muss er sich geschlagen geben. Sein Plan, Superman mit dem Meteor aus der Sonde, der aus Kryptonit besteht, zu zerstören, ist gescheitert.

"Fischer. Nur für Jungs" ist diese Serie an fantastischen Erzählungen untertitelt, von der aus der Superman-Reihe bereits 14 erschienen sind. Mag auch manch einer Zweifel an der pädagogischen Eignung solcher Lektüre haben, ist jedoch eins unbestritten: die Bücher greifen Themen auf, die Jungs besonders interessieren. In ihnen wimmelt es nur so von coolen Helden und fiesen Schurken, ein Schlagabtausch jagt den nächsten, es geht um Technik, Kraft, High-Tech, Weltraum und darum, wer der stärkere ist und über den anderen siegt. Ausgefeilte Syntax, feinsinnige Wortspiele oder hintergründige Dialoge können Eltern in diesem Zusammenhang nicht erwarten, aber das ist auch nicht der Anspruch mit dem die Reihe an den Start gegangen ist.

Diese hat vielmehr zum Ziel, Jungen zum Lesen zu animieren, gerade weil sie bislang als lesefaul galten und häufig Defizite in der Lesekompetenz aufweisen. Vielleicht hat dies ja etwas mit der bisherigen Leseauswahl zu tun, die einfach am Geschmack der Jungs vorbeischrammte und sie nicht "hinter dem Ofen hervorlocken" konnte? Denn mal ehrlich, wer das Spiel von Jungen beobachtet, wird entdecken, dass es da um Kämpfe und Waffen, um Superhelden, Schießen und Gewinnen oder Verlieren geht. Das bedeutet nicht, dass Mädchen davon ausgeschlossen sind, aber Jungen bleiben doch eher unter sich und brauchen klar definierte Helden.

Darum können pädagogische Bedenken getrost bei Seite geräumt werden: Jungs werden diese Reihe lieben und darüber auch das Lesen lieben lernen. Und dann ist es wieder Zeit für differenzierte Inhalte.

Doch nicht nur rein inhaltlich, auch optisch entsprechen die Bücher dem Geschmack der Zielgruppe: comicartige ausdrucksstarke Sequenzen und stark vergrößerte Lautmalereien, wie beispielsweise ein gigantisches "KNIRSCH." durchziehen den auf das Wesentliche konzentrierten Text, lockern die Seiten auf und geben den Figuren ein Gesicht, was hilfreich ist, da für Charakterisierungen im Text nicht viel Platz bleibt.

Um das ganze Geschieße und Zerstöre nicht gänzlich unpädagogisch im luftleeren Raum stehen zu lassen, gibt es am Ende des Buches noch ein paar Fragen zum Leseverständnis mit Gewinnspiel, eine Erklärung der wichtigsten Begriffe (wie z.B. Generator oder Meteor), ein paar weiterführende Meinungsfragen, die die Leser animieren sollen, sich weitergehend mit dem Inhalt des Buches zu beschäftigen sowie eine leere Seite, auf der der eigene persönliche Superheld gemalt werden kann.

Fazit:

Coole Typen, fiese Schurken und ein fiktionales Setting - fertig sind die Zutaten für einen der bekanntesten Helden der Neuzeit. Und fertig sind die Zutaten für einen Lesespaß speziell für Jungs. Denn diese Helden holen Jungen in ihrer Phantasiewelt ab und lassen sie so ganz nebenbei entdecken, dass Lesen wirklich Spaß machen kann.

Claudia Goldammer

 

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