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Idee

Ein magisches Tier, das nur dir gehört, das nur mit dir spricht und dich überall hin begleitet? Welches Kind findet diese Vorstellung nicht faszinierend.

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In Nina Dullecks Illustrationen flattert, schlängelt, tappst und rennt es um den Text, die detailreichen und sympathischen s/w Illustrationen sind meist freigestellt und in unterschiedlicher Größe auf den Seiten.

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Klare Sprache, knapp und auf den Punkt. Beziehungen und Gefühle werden in einfühlsamer Weise geschildert, so dass sich Kinder gut mit den Protagonisten identifizieren können.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mai 2013

Wie wäre es, wenn es ein Tier gäbe, das nur für einen selbst bestimmt ist, ein Tier, das nur wir verstehen können, wenn es mit uns spricht, das uns überall hin begleitet und wir nie mehr allein sein müssten - eine schöne Vorstellung. Und für Ida und Benni wird sie im ersten Band "Die Schule der magischen Tiere" wahr.

Als Ida in die neue Klasse kommt, hofft sie sehr, dass sie einen guten Start haben wird. Doch Helene und ihre Mädchen-Gang verpassen ihr gleich den Namen "Tante Elfriede" und machen sich über Idas Kleidung lustig. Nur Idas Tischnachbar Benni scheint ganz nett zu sein, doch die sich anbahnende Freundschaft wird schon allzu bald auf die Probe gestellt. Bei alledem haben beide keinen leichten Stand in der Klasse: Ida merkt, dass auch andere Kinder stark sind und sie ihren Platz erst noch behaupten muss. Benni ist vielen seiner Mitschüler viel zu langsam und wenn es um Geschicklichkeit und Schnelligkeit geht, muss er sich häufig blöde Sprüche gefallen lassen. Doch Benni ist klug und eigentlich recht schlagfertig; er traut sich nur nichts zu, ist zu schüchtern.

Dann kommt eine neue Lehrerin in ihre Klasse: Miss Cornfield. Sie kennt eigenartiger Weise alle Namen der Kinder und auch sonst hat sie ziemlich eigenwillige Ansichten - für eine Lehrerin. Sie kündigt den Besuch eines gewissen Mister Mortimer Morrison an, der den Kindern magische Tiere zeigen wird. Und das Versprechen, das er bei seinem Besuch mitbringt, ist mehr als aufregend: Jedes Kind soll sein eigenes magisches Tier bekommen. Keine Frage, dass die Kinder es kaum erwarten können, ihr Tier in Empfang zu nehmen. Doch zunächst sind Benni und Ida ganz vom Staffellauf-Wettkampf gegen einige andere Schule in Anspruch genommen und müssen zusammen ein Referat erarbeiten, obwohl sie sich gar nicht mehr verstehen. Währenddessen erhält Ida erste geheimnisvolle Botschaften von Mister Morrisons magischer Zoohandlung.

Weitere, sehr geheimnisvolle Nachrichten erreichen ihre Empfänger, die diebische Elster löst eine Kette von Missverständnissen auf, Leonardo das Streifenhörnchen und die Schwarze Mamba Ashanti büchsen nur zu gerne aus und haben ein wachsames Auge auf das Geschehen, bei dem die preisverdächtigen Kohlrabi des Direktors einem unbekannten Stinkbombenleger zum Opfer fallen. Benni und Ida bleibt also gar nichts anderes übrig, als gemeinsam diesen ganzen Schlamassel - mit Hilfe ihrer klugen, tierischen Begleiter - aufzulösen.

Tiere und Kinder: Sie harmonieren manchmal auf so selbstverständliche Weise miteinander, dass es einem schon magisch vorkommt. Wer als Kind ein Haustier hatte, sei es Hund, Katze oder Schildkröte, wird gut nachempfinden können, dass sie zu wichtigen Begleitern im Kinderalltag werden. Sie sind die Konstante, die absolut verlässliche "Station" an der man sich jederzeit geborgen fühlt. Umso aufregender wäre es doch sich vorzustellen, man würde tagtäglich von einem Streifenhörnchen begleitet, das noch dazu mit einem sprechen kann - oder darf es auch ein Pinguin oder ein Chamäleon sein? Da schlägt bei Kindern die Fantasie Purzelbäume und diesen Effekt nutzt Margit Auer in ihrer neuen Kinderbuch-Serie geschickt, indem sie die tierische Magie an eine ganz normale Schule verpflanzt.

Ein wenig hat mich die Idee an das berühmte Buch "Der Goldene Kompass" von Philip Pullmann erinnert; doch anders als die "Dämonen" im "Goldenen Kompass", in dem die tierischen Begleiter ein wichtiger Teil der Kinder selbst darstellen und ihre Gestalt jederzeit verändern können, sind die magischen Tiere von Margit Auer ganz eigenständige Wesen. Sie sind echte Individualisten unter ihres Gleichen und werden von Mister Morrison und seinem Omnibus an den entlegensten Winkeln der Erde gefunden. Dass ein Kind genau das richtige Tier als Begleiter bekommt, wird im ersten Band sehr schön unter Beweis gestellt. Auch wenn Benni mit seiner Schildkröte zunächst nur mäßig glücklich ist, so zeigt sich schnell, dass sie beide viel gemeinsam haben und "Henrietta" obendrein noch eine ordentliche Portion Mumm unter ihrem Schildkrötenpanzer hat. Zusammen sind Benni und Henrietta stark - das gleiche gilt auch für Ida und ihren Fuchs "Rabbat". Sie wissen dass sie zusammengehören, weil sie-neben dem roten Fell- so klug und wendig sind.

Bei den vielen unterschiedlichen Kindern in Miss Cornfields Klasse, ergeben sich also noch viele spannende Konstellationen mit neuen Tieren, Schauplätzen und Charakteren. Geht es im ersten Band zunächst darum Ida, Benni kennen zu lernen und zu verstehen, was die Welt um den magischen Zoo ausmacht, muss doch ein Problem gelöst werden, über das sich die Beziehungen zu verändern beginnen. Jeder der einzelnen Bände behandelt ein eigenes Hauptthema und könnte auch für sich gelesen werden, doch um alle Darsteller und ihre Geschichte richtig kennen zu lernen, ist es sicherlich viel aufregender, alle Bände er Reihe nach zu erleben.

Margit Auers Sprache ist dabei klar und auf den Punkt. Ohne große Schlenker treibt sie die Geschichte voran und vergisst dabei die kleinen spannenden Hinweise nicht, die sich im Verlauf des Buches noch als bedeutsam erweisen. Auch die Beziehungen und Gefühle der Kinder untereinander schildert sie in schlichter aber dennoch einfühlsamer Weise, so dass sich die lesenden Kinder gut mit den Protagonisten identifizieren können. Das Buch eignet sich gut zum Vorlesen oder zum abwechselnden Vorlesen mit dem jungen Leser. Kinder ab acht Jahren werden sich - ob als Zuhörer oder als Selbstleser - gut mit "Die Schule der magischen Tiere" unterhalten fühlen. Das gilt sowohl für Jungs als auch für Mädchen, weil sowohl aus Bennis als auch aus Idas Perspektive erzählt wird. Durch die auktoriale Erzählform, aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers heraus, ergeben sich viele Möglichkeiten, die einzelnen Charaktere zu vertiefen und verschaffen den Lesern immer neue, interessante Perspektiven. Haben wir im ersten Band noch nicht sehr viel von Miss Cornfield und Mr. Morrison selbst erfahren, könnte sich das im nächsten Band "Die Schule der magischen Tiere - Voller Löcher!" schon ändern. Aber wie es einem Pinguin in der gleichförmigen Pinguin-Kolonie geht, der einfach nicht ist wie die anderen, das erfahren wir schon und sind froh, dass dieser kleine Frackträger den Weg in den magischen Zoo gefunden hat.

Die außer im Vorsatzpapier schwarz-weiß gehaltenen Illustrationen von Nina Dulleck sind durchweg sympathisch und sehr ansprechend in ihren Details. Die Darsteller erhalten zu Beginn des jeweiligen Kapitels ein eigenes Portrait, die Tiere flattern, schlängeln, tappsen und rennen um den Text - und als es auf dem nächtlichen Weg zur Schule richtig spannend wird, liegt der kontrastweiße Text über der doppelseitigen, dunkelgrauen Illustration einer Häuserreihe.

Sehr schön finde ich auch die Bilder-Galerie zu Beginn des Buches, die alle wichtigen Darsteller - mitsamt Mr. Morrisons Omnibus - noch einmal zeigt und kurz beschriebt. Wer kurz den Überblick verloren haben sollte, kann hier schnellstens Orientierung finden.

Fazit:

"Die Schule der magischen Tiere" nimmt mit dem ersten Band einen vielversprechenden Anlauf zu vielen, neuen Abenteuern. Kinder und Tiere sind einfach eine magische Mischung: weder Jungs noch Mädchen ab 8 Jahren werden widerstehen können, wenn es vor exotischen Tieren im Klassenzimmer nur so wimmelt.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

Die Schule der magischen Tiere

Die Schule der magischen Tiere

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