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Altbekannte Elemente von Vampirgeschichten werden geschickt mit neuen und einfallsreichen Ideen verknüpft.

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Die fröhlich-bunten Illustrationen von Regina Kuhn unterstützen die spannende und gleichzeitig lustige Handlung des Buches hervorragend.

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Die lustig-spannende Handlung ist einfallsreich und belohnt den Leser mit hohem Lesevergnügen.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mai 2013

[ab 7 Jahren]

Monty ist kein gewöhnlicher Vampir, denn er mag gar kein Blut, sondern am liebsten roten Kirschsaft. Doch leider bestehen seine Eltern darauf, dass er bei der mitternächtlichen Mondfinsternis sein erstes Opfer beißt. Er wählt die unerschrockene Luzie aus, traut sich dann jedoch im entscheidenden Moment nicht. Das hat verheerende Folgen...

Monty ist schon seit hundert Jahren sieben Jahre alt und wohnt mit seiner Familie in einer stillgelegten Sargfabrik. Seine Familie besteht aus seinen Eltern, seinem 16-jährigen Bruder und seinen Großeltern, wobei seine Großmutter leider eine Fledermaus geblieben ist, seit sie einmal aus altersbedingter Vergesslichkeit den Rückverwandlungszauber von Tier- in Menschengestalt vergessen hat.

Eigentlich ist Monty gerne Vampir, es macht ihm nichts aus, tagsüber zu schlafen und kein Spiegelbild zu haben, er findet es toll, fliegen zu können, es stört ihn nur, dass ihm oft kalt ist. Zum Glück gibt es seine zahme Vogelspinne, die ihm oft beim Schmusen Wärme schenkt. Wenn da nur nicht die Sache mit dem Beißen und dem Blut wäre!

Denn Monty ist ein durch und durch vegetarischer Vampir, der gar kein Blut mag, sondern am liebsten roten Kirschsaft oder andere rote Säfte trinkt. Deswegen hat er auch ziemlichen Bammel vor dem ersten Biss, der entsprechend den Wünschen seiner Eltern während der Mondfinsternis um Mitternacht stattfinden soll.
Ein geeignetes Opfer findet er in der gleichaltrigen, unerschrockenen Luzi, die sehr gerne ein Vampir werden würde. Aber leider traut sich Monty im entscheidenden Moment nicht zuzubeißen, Luzi wird ungeduldig und will ihm zeigen, wie es geht. Also beißt sie ihn, mit ungeahnten Folgen: Monty wird zu einem Menschen, eine Katastrophe, denn so schlecht ist das Vampir-Dasein gar nicht.

Zum Glück klügeln die beiden aus, wie Monty wieder zum Vampir werden kann. Aber wird ihnen dieser tollkühne Plan aber auch gelingen?

Bereits 1979 erschien "der kleine Vampir" von Angela Sommer-Bodenburg. Ihr kleiner Vampir Rüdiger war schon seit hundert Jahren zehn Jahre alt und hatte auch einen menschlichen Freund namens Anton. Gudrun Pausewang erfand mit ihrem "Spinatvampir" einen Vampir, der kein Blut mochte, sondern lieber Spinat aß.
Auch Grit Poppe bedient sich gängiger Klischees aus der Vampirwelt (Vampire schlafen in Särgen, sie sind nachtaktiv, haben kein Spiegelbild, sie meiden Menschen, sie ernähren sich von Menschenblut), es gelingt ihr jedoch, aus diesen altbekannten Elementen eine originelle Geschichte zu schaffen.

Für frischen Wind sorgen u. a. die Beschreibungen von Montys Familienmitgliedern, wie. Montys Teenagerbruder, der nicht wie herkömmliche Vampire in einem Sarg, sondern um seine Individualität zu betonen, in einer Seemannskiste schläft - auch ist er nicht mit einem Vampir- sondern einem Werwolfmädchen befreundet. Allgemein sind die Charaktere mit Liebe zum Detail und originell beschrieben, sodass ein hoher Identifikationsfaktor vorhanden ist.

Lobenswert ist auch zu betonen, dass Montys menschliche Freundin, die unerschrockene Luzi, ein starkes Mädchen ist und sich so angenehm vom Stereotyp des eher ängstlichen, oft zickigem Mädchen abhebt.

Die Handlung ist lustig und abwechslungsreich, stellenweise angenehm gruselig und hält auch Leseanfänger bei der Stange. Auch die einfache, aber nicht simple Sprache überfordert selbst eher leseungeübte Leser nicht. Die vielen Dialoge beleben und unterstreichen überdies die temporeiche Handlung.

Neu ist die unerwartete Handlungsentwicklung, dass der Vampir gebissen und somit zum Menschen wird, dieser Umkehrprozess ist wohl eine echte Neuheit in der Vampirliteratur.

Die kurzen Kapitel und der geringe Umfang des Buches (112 S.) machen es zum idealen Kandidaten für Erstleser und Lesemuffel im Alter von 7 bis 9 Jahre.

Fazit:

Ein lustiger Kinderroman, der altbekannte Klischees über Vampire einfallsreich ergänzt und auf frische Weise präsentiert.

Andrea Delumeau

 

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