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Die drei Heldinnen sollen offenbar jeder Leserin eine Identifikationsmöglichkeit bieten, wirken dadurch jedoch recht klischeehaft. Dank der flotten Dialoge liest sich die routiniert komponierte Handlung trotzdem unterhaltsam.

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Die schwarz-weißen Zeichnungen fangen spannende Momente der Geschichte gelungen ein. Wie Zehnjährige sehen die drei Mädchen darauf allerdings nicht aus.

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Das Buch liest sich dank seiner vielen Dialoge flüssig und unkompliziert und wird auch Leserinnen Spaß machen, die nicht so oft zu Büchern greifen.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jul 2013

[ab 9 Jahren]

Was macht eine Piratentochter zur echten Piratin? Ein eigenes Schiff natürlich. An ihrem zehnten Geburtstag ist es für Elli, Pine und Wanda so weit. Im Hafen schaukelt ihr lang ersehntes Geschenk, die "Sturmluzie". Beim genaueren Hinsehen erweist sie sich als ziemlich alter Kahn. Wird er die drei Jung-Piratinnen trotzdem sicher von ihrer ersten Schatzsuche zurückkehren lassen?

Die Frauen übernehmen das Ruder: Auf Dagarto haben keine holzbeinigen, bärtigen Schurken das Sagen, sondern die Piratinnen um Messerlilli und Säbeloma. Auch der Nachwuchs kennt sich schon bestens aus in den Gewässern der Karibik: Die mutige Elli, die aufmerksame Pine und die fürsorgliche Wanda sind Messerlillis Töchter und brennen darauf, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten. An ihrem zehnten Geburtstag bekommen sie mit der "Sturmluzie" endlich das ersehnte eigene Schiff und gleich auch den Auftrag, einen lange verschollenen Schatz zu finden.

Elli, der Kapitän an Bord, traut dem kleinen, alten Kahn zwar nicht so ganz, trotzdem stechen die Schwestern in See. Die Aufgaben an Bord sind klar verteilt: Die dunkelhaarige Elli hat das Kommando und navigiert die "Sturmluzie", die rotgelockte Pine hält im Mastkorb Ausschau nach Freund und Feind und die etwas zarter besaitete blonde Wanda sorgt in der Kombüse für das leibliche Wohl.

Ellis Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen. Die "Sturmluzie" führt ein Eigenleben und bringt die drei Mädchen an einen Ort, den sie eigentlich tunlichst meiden sollten: Port Jim ist der Schlupfwinkel der schlimmsten Piraten überhaupt. Es geht schief, was schief gehen kann: Elli, Pine und Wanda wird ihr Vorrat an Goldmünzen geraubt und dann begegnen sie auch noch Kapitän Antonio, dem Erzfeind ihrer Mutter. Mit seinen drei Söhnen scheint er einen Raubzug zu planen. Mutig heften sich die drei Jungpiratinnen auf seine Fersen. Schließlich wollen sie ihrer Mutter beweisen, dass sie als echte Piratinnen auch echte Abenteuer zu bestehen wissen.

Die Verfolgungsjagd durch die Karibik entwickelt sich zu einem humorvoll erzählten Katz-und-Maus-Spiel beider Mannschaften, das allerdings ohne sonderlichen Tiefgang auskommt. Eine geheimnisvolle Prinzessin geht mit an Bord, man macht Gefangene und befreit sie wieder, ein sonderbarer Schatz wird gefunden und seinem Besitzer ausgehändigt. Zu guter Letzt dürfen dann auch noch die verrosteten Kanonen krachen - denn gegen die Schiffe der Engländer machen Messerlillis Töchter sogar gemeinsame Sache mit dem Erzfeind und seinen Söhnen, die ihren Teil dazu beitragen, dass die drei Schwestern wieder heil den Heimathafen erreichen.

Das Rezept für das Abenteuer der Jung-Piratinnen, das den Auftakt einer neuen Reihe bildet, ist denkbar einfach, dank einer flotten Sprache und einiger origineller Einfälle aber trotzdem unterhaltsam zu lesen. Jeder der drei Messerlilli-Töchter bedient ein Klischee: Elli ist mutig und gibt gern das Kommando, Pine ist die aufmerksame Beobachterin, Wanda gibt die fürsorgliche "Mutter der Kompanie". Die Charaktere entwickeln sich nicht und stellen ihre Rollen auch nicht in Frage. Ziel war es wohl eher, jeder Leserin - denn Mädchen sind ganz klar die Zielgruppe - eine Identifikationsfigur zur Verfügung zu stellen. Das erinnert sehr stark an das Konzept bekannter Mädchen-Detektivgeschichten, zumal auch hier ein Mädchen blond, eines rothaarig und eines brünett ist. Weder in ihrem Auftreten noch in ihrem Umgang mit den Gefahren, die ihnen auf ihrer Schatzsuche begegnen, gehen Messerlillis Töchter allerdings als Zehnjährige durch. Auch auf den Schwarz-Weiß-Zeichnungen im Buch wirken sie älter.

Als Gegenpart stehen Messerlillis Töchter die drei Söhne von Kapitän Antonio gegenüber. Hier sind die Charaktere ebenfalls wieder sehr stereotyp angelegt. Und so richtig böse geht man auch nicht miteinander um: Der Wettstreit der Piraten um den begehrten Schatz hat eher etwas von "Was sich liebt, das neckt sich" ....

Seine flotte Sprache macht das Buch trotz der durchschaubaren Komposition zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen. Die Dialoge haben ein gutes Tempo und treiben die Geschichte voran. Originelle Formulierungen wie die Piratinnen-Namen Kaper-Klara, Angriff-Anni und Kanonen-Kora sorgen für die Schmunzler zwischendurch.

Fazit:

"Messerlillis wilde Töchter" sind eine unterhaltsame Lektüre für den Liegestuhl - am besten am Strand mit Blick aufs Meer (es muss ja nicht gleich die Karibik sein). Die drei Mädchen-Piraten mit dem Herz auf dem rechten Fleck sind sympathische Figuren, man begleitet sie trotz aller Klischees gern auf ihrer Schatzsuche durch die tropischen Gewässer. Ob das Konzept allerdings genug Tragfähigkeit für mehrere Bände hat, werden die nächsten Abenteuer von Elli, Pine und Wanda zeigen.

Eva Dignös

 

Messerlillis wilde Töchter - Auf Schatzsuche in der Karibik

Messerlillis wilde Töchter - Auf Schatzsuche in der Karibik

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