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Idee

Vor allem die sympathische Hauptfigur Bella Donna, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist eine gute Identifikationsfigur für junge Leserinnen. Für Kinder mit mehr Leseerfahrung ist die Geschichte möglicherweise etwas zu vorhersehbar.

Bilder

Die schwarz-weißen Illustrationen passen gut zum Text und überraschen mit witzigen Details: Genau so könnte Bella Donner aussehen.

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Der Text ist gut verständlich und zugleich humorvoll erzählt, bleibt trotz des magischen Themas nah an kindlichen Alltagserfahrungen und ist deshalb vor allem für Leser mit noch nicht so viel Erfahrung und Ausdauer geeignet.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Okt 2013

Den rosa Prinzessinnenkleidchen ihrer Klassenkameradinnen kann Bella Donner nichts abgewinnen. Im Gegenteil: Sie liebt schwarze Klamotten und lila Lidschatten - und wäre am liebsten eine Hexe. In dem Waisenhaus, in dem sie lebt, hat man dafür wenig Verständnis. Schließlich machen Bellas ungewöhnliche Vorlieben die Suche nach neuen Eltern nicht gerade einfach. Doch Bella Donner und ihr Freund Sam sind sich sicher: Irgendwann werden sie ihre "Für-immer-Familie" finden.

Als Baby liebt die kleine Bella das Hexenmobile, das über ihrem Bettchen hängt. Und manchmal gelingen ihr schon damals ganz außergewöhnliche Dinge: Sie wünscht sich Sams Schnuller - und plötzlich steckt er in ihrem Mund. Das Kleid ihrer Lehrerin, der ein Hexenbild von Bella nicht gefällt, ist aus heiterem Himmel voller schwarzer Farbflecke. Und wie der dunkellila Lidschatten der Mutter ihrer Klassenkameradin Angela bei einem Kostümfest unter ihrem Hexenhut gelandet ist, kann sich Bella auch nicht erklären.

Bellas Chancen, neue Eltern zu finden, steigen auf diese Weise nicht gerade. Ihrem Freund Sam geht es ähnlich - seine Vorliebe für Molche und Würmer wird von den potenziellen Adoptiveltern in der Regel nicht geteilt. Aber so schlimm finden die beiden Freunde das gar nicht. Denn es lebt sich nicht schlecht im Kinderheim von Schwester Hadburga. Und so schließen die beiden in ihrem Geheimversteck einen Pakt: Sie werden sich auf der Suche nach einer Familie nie mit der zweitbesten Lösung zufrieden geben.

Da steht eines Tages Lilith vor der Tür des Kinderheims und Bella spürt sofort: Diese Frau könnte es sein. Und tatsächlich: Lilith fragt Bella, ob sie bei ihr und ihren fünf Katzen wohnen möchte. Ein paar Wochen später ist es so weit. Bella Donner verabschiedet sich von Sam und Schwester Hadburga und steigt mit Sack und Pack in Liliths roten Sportwagen.

Liliths Haus liegt in der Fidibusstraße und das Leben dort ist so normal, dass Bella fast schon enttäuscht ist. Etwas außergewöhnlicher hätte das neue Zuhause nach Bellas Geschmack schon sein dürfen. Aber nachdem sie unbedingt bei Lilith bleiben möchte, nimmt sie sich vor, auch so normal und nett wie möglich zu sein. Also: keine Streiche und keine Prügeleien mehr, immer pünktlich die Hausaufgaben erledigen, selbst bei Rosenkohl und Schwarzwurzeln nicht über das Essen mäkeln und rosa Kleidchen tragen. Gar nicht so leicht, wenn man statt eines braven Mädchens viel lieber eine Hexe wäre.

Doch an einem Vormittag, als Bella früher aus der Schule nach Hause gehen darf, ist alles anders. Die Fidibusstraße ist nicht wieder zu erkennen. Die langweiligen Reihenhäuser sind verschwunden, an ihrer Stelle stehen märchenhafte Häuser und Paläste. Bella erlebt die Überraschung ihres Lebens: In der Fidibusstraße leben Hexer und Hexen, und Lilith ist eine von ihnen. Ein Zauberspruch hatte das bisher vor Bella verborgen, denn Lilith war sich nicht sicher, ob die brave Bella mit dem rosa Kleid wirklich wie eine Hexe leben möchte. Aber natürlich will sie! Endlich darf Bella das sein, was sie schon immer sein wollte: eine Hexe, genauer ein Hexling, also ein Hexen-Lehrling. Dass Bella dafür die besonderen Fähigkeiten mitbringt, hatte Lilith schon bei ihrer ersten Begegnung geahnt.

Bella ist glücklich: Ab sofort gibt Lilith ihr Hexenunterricht. Und schwarze Kleider darf sie auch wieder tragen. Ein Versprechen allerdings muss sie geben: Nie darf sie anderen von der Fidibusstraße berichten und nie eine Nicht-Hexe in die Straße hineinlassen. Auch das Zaubern außerhalb der Straße ist verboten. Eines Tages jedoch braucht Sam ganz dringend ihre Hilfe. Auch er hat eine "Für-immer-Familie" gefunden, doch ein fieser Ausschlag im Gesicht droht alles zunichte zu machen. Bella will ihm mit Zauberkraft helfen - und läuft Gefahr, ihr neues Zuhause wieder zu verlieren. Denn plötzlich taucht Sam in der Fidibusstraße auf und Bella muss lernen, dass es auch Hexen mit bösen Absichten gibt. Doch die scharfsichtige Lilith und die Große Zauberin Zorellda sorgen für ein Happy-End...

Vor allem Mädchen werden die sympathische kleine Hexe Bella Donner lieben. Zwei Bände der Kinderbuchreihe der britischen Autorin Ruth Symes sind bisher auf Deutsch erschienen. Der erste Band "Wie alles begann" verrührt in seinem Hexenkessel altbekannte Motive - Hexerei, Waisenkinder auf der Suche nach einer Familie, Freundschaft - zu einer durchaus gelungenen Mischung und würzt sie mit einer guten Prise Humor. Die Geschichte, die aus der Perspektive des kleinen Hexenmädchens erzählt wird, lebt vor allem von der kleinen Heldin, einem unkonventionellen Mädchen, das mutig und vorwitzig seinen Weg geht und dabei ein großes Herz für seine Freunde an den Tag legt. Das macht Bella Donner zu einer idealen Identifikationsfigur. Sie verfügt über Zauberkräfte und bleibt doch auch ein ganz normales Mädchen, das in der Schule und mit seinen Freunden Situationen erlebt, die jede kleine Leserin kennt und in denen manchmal auch Magie nicht weiterhilft.

Die Abenteuer der kleinen Hexe werden in einer gut verständlichen Sprache erzählt und sind deshalb besonders für noch nicht so erfahrene Leser geeignet. Die liebevoll gezeichneten Illustrationen von Franziska Harvey passen perfekt zum Tonfall des Buchs, überraschen mit witzigen Details und greifen die Charakterisierung der Hauptfiguren auf gelungene Weise auf. Ruth Symes erfindet das Hexenthema zwar nicht neu, setzt aber durch ihren humorvollen Tonfall neue Akzente und zaubert eine Heldin, die Lust auf weitere Geschichten macht.

Fazit:

Bella Donner ist ein mutiges und liebenswertes Hexenmädchen, dessen Abenteuer vor allem jüngeren Lesern Spaß machen werden - eine echte Alternative zu den bekannten Hexenbuch-Reihen.

Eva Dignös

 

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