Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Klein sein ist schön, groß sein aber auch. Ein Zwerg und ein Riese sprechen Größensorgen aus dem Herzen.

Bilder

Auf kräftigen Farben sind mit wilden Strichen Zwerg und Riese gezeichnet, expressiv, dynamisch und lebensfroh.

Text

Unterhaltsam und lebendig werden beide Sichtweise anschaulich geschildert und das Dilemma dargelegt.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Okt 2013

Alles beginnt mit einem Spruchbanner. Dieses fliegt hoch in den Lüften, flattert einem Doppeldeckerflugzeug hinterher und verkündet "Small is beautiful".

"Klein ist schön"? denkt sich Zwerg Gromi, der ebendieses Banner am Himmel sieht und sich wahnsinnig darüber freut, kommt es doch gerade recht zu seinem Geburtstag. Und worüber würden sich Zwerge mehr freuen, als über eine Bestätigung, dass klein sein eben schön ist? Also nimmt er es als Geschenk an und beschließt, diese Bestätigung in die große Party am Nachmittag einzubauen, denn alle sollen es wissen: "Klein ist schön." Und außerdem war das auch der Ausspruch eines Philosophen, also eines sehr gescheiten Menschen. Doch da entdeckt er den traurigen Riesen Schwertzacke, der niedergeschlagen aus dem Wald heraus schlurft. Auch er hat das Banner gesehen und fühlt sich unsagbar verhöhnt. Denn schließlich stammt der Spruch von einem sehr weisen Philosophen, nun benutzt, um ihn zu verspotten. Schwertzacke ist untröstlich. Zwerg Gromi ist ziemlich erschrocken, dass jemand an seinem Geburtstag so traurig ist und sich über etwas entsetzlich grämt, was bei ihm große Freude ausgelöst hat. Also weist er Schwertzacke darauf hin, dass sich Philosophen auch irren können, denn schließlich sind Läuse klein und schrecklich hässlich und umgekehrt die Sonne groß und sehr schön. Da kann auch Schwertzacke wieder lachen und beide verbringen eine wunderbare Geburtstagsfeier.

Jeder hadert wohl irgendwann im Leben einmal mit seiner Körpergröße. Der eine ist zu klein, der andere zu groß. Ob gefühlt oder tatsächlich ist dabei unwichtig. Was vor allem Kinder in diesen Phasen brauchen, ist Zuwendung und Bestätigung. Vor allem klein-gewachsene Kinder leiden häufig unter Hänseleien, werden optisch jünger geschätzt als sie tatsächlich sind, als Zwerge abgetan, belächelt und unterschätzt. Welch durchschlagende Wirkung muss da wohl ein Transparent haben, der allen Kleinen bestätigt (oder auch allem Kleinen), dass ihre Größe wunderbar ist. Doch die Zweischneidigkeit der Angelegenheit wird bei Gromi und Schwertzacke offensichtlich: was dem einen Freud, ist dem anderen Leid.

Auffällig ist der ungewohnte, teilweise recht wilde und sehr dynamische Illustrationsstil. Auf große Farbflächen sind mit schwarzen Konturen und weiteren großen Farbflächen die Charaktere gezeichnet, nicht gefällig, aber der Vorstellung von Zwergen und Riesen entsprechend: großer Mund und viele schief stehende Zähne, wild abstehende Haare, große Ohren und riesige Hände. Auf den ersten Blick wirken die Kreide-Farbzeichnungen vielleicht etwas abschreckend, verbinden nach dem Lesen aber Text und Bild zu einem liebevollen und stimmigen Ganzen.

Die Handlung wird stringent und tiefgründig entwickelt und aus der Perspektive des Zwergs erzählt. Dabei werden die unterschiedlichen Betrachtungsweisen nacheinander und demselben Schema folgend entwickelt, immer wird der Philosoph und die eigene, dann gegensätzliche, Sicht auf die Dinge ins Spiel gebracht. Dadurch können die jungen Zuhörer sehr gut beide Ansichten nachvollziehen und verstehen - um sich erst ganz am Schluss ein Urteil zu bilden.

Fazit:

Die kurzweilig erzählte Geschichte zeigt anschaulich, dass die meisten Dinge zwei Sichtweisen haben - je nachdem, wer oder was im Zentrum steht. Da die meisten Missverständnisse aus einem anderen, unreflektiertem Blick auf die Sache resultieren, tut es gut, einen Schritt zurück zu gehen - und Größe zu beweisen, egal ob Klein oder Groß.

Claudia Goldammer

 

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