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Pippa und ihre Elfe Emilia ragen angenehm aus der Masse der Kinderbuchfiguren heraus - zwei Figuren, die zwar guten Kuchen backen können, ansonsten aber ganz und gar nicht süßlich überzuckert, sondern angenehm eigenständig sind.

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Halbs. s/w-Zeichnungen von Regina Kehn leiten jedes Kapitel ein, einige wichtige Szenen sind zusätzlich festgehalten. Mit ihrem charakteristischen Strich, den man bereits auf dem Einband findet, sind sie eine gute Ergänzung zum Text.Halbs. s/w-Zeichnungen

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Nicht nur Pippa hat ein Talent für ungewöhnliche Wortschöpfungen - das ganze Buch überzeugt durch eine kindgerechte, aber nicht anbiedernde Sprache, die vor allem für Emotionen immer wieder gelungene Formulierungen findet.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Okt 2013

Wenn Emilia dieses ganz besondere Funkeln in den Augen hat, dann kann sich Pippa auf etwas gefasst machen. Denn Emilia sieht zwar für Nicht-Eingeweihte aus wie eine Puppe, doch das ist alles nur Tarnung: Sie ist eine Elfe der ganz energischen Art und hat für Pippa immer einen mehr oder weniger guten Rat parat - selbst wenn die gar nicht darum gebeten hat.

Seit Pippa die vermeintliche Puppe von der freundlichen Oma Dotti geschenkt bekommen hat, ist ihr Leben deutlich aufregender geworden. Nicht dass das unbedingt nötig gewesen wäre: Schließlich hat sie schon drei ältere Brüder und die bieten Aufregung genug. Aber Emilia hat nicht nur die Willenskraft einer ganzen Fußballmannschaft - sie hat auch ganz viel Herz. Wie die beiden zusammenkamen, erzählte Autorin Barbara van den Speulhof im ersten "Pippa"-Band "Pippa, die Elfe Emilia und die Katze Zimtundzucker", in dem das ungewöhnliche Paar bei Nacht und Nebel Emilias Katze aus der Hand von Entführern retten musste.

In Band zwei braucht Pippa Hilfe. Denn sie hat Ärger mit Mitschülerin Inga, die sie vor der ganzen Klasse gehänselt hat. Dann muss auch noch ihre Mutter mit den Brüdern ins Krankenhaus fahren - und Pippa ist ganz allein zu Hause, sogar "alleinsiger als allein", beklagt sie sich - das Erfinden neuer Wörtern ist eine ihrer Stärken.

Doch Emilia sorgt mit ihrer Energie bei Pippa für neues Selbstbewusstsein. Gemeinsam schmieden sie Rachepläne gegen Inga, die mit Senf im Schuh beginnen und in einer grandiosen Käsekuchenschlacht enden. Andererseits: Gibt es etwas Besseres als Kuchen, um sich wieder zu versöhnen?

Eine so ganz und gar nicht elfengleiche Elfe und ein etwas schüchternes, sehr phantasievolles Mädchen - dass dieses ungewöhnliche Duo Potenzial für gute Geschichten hat, war schon im ersten Band der Pippa-Reihe zu erkennen. In Band zwei laufen die beiden zu Hochform auf. Die Story ist konzentrierter und verzichtet auf unnötige Nebenschauplätze, die Perspektive liegt konsequent auf Kindersicht, ohne sich anzubiedern. Sich allein gelassen fühlen, wütend sein über die dummen Mitschülersprüche, das warme Gefühl im Bauch, wenn alle sich wieder vertragen - Pippa spricht auf sehr gelungene Weise aus, was ihre gleichaltrigen Leserinnen empfinden. Gleichzeitig vermeidet die Autorin unnötiges Pathos und hat ein ausgeprägtes Gefühl für Situationskomik und die richtige Prise Humor zur rechten Zeit. Der Schluss der Geschichte macht Hoffnung auf weitere Pippa-Emilia-Geschichten. Denn die Elfe hat schon wieder dieses ganz besondere Funkeln in den Augen ...

Fazit:

Die forsche Elfe und die schüchterne Pippa sind ein tolles Team - zwei Figuren, die sich angenehm aus der Masse der Kinderbuchfiguren abheben. Die warmherzige, humorvolle Erzählweise und die Sprache, die Kindergefühle ernst nimmt, machen das Buch zu einer gelungenen Lektüre für Acht- bis Zehnjährige.

Eva Dignös

 

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